L.A. Noire - Test, Action, Xbox 360, PlayStation 3 - 4Players.de

 

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L.A. Noire (Action) von Rockstar Games
L.A. Noire
Action-Adventure
Publisher: Rockstar Games
Release:
20.05.2011
11.11.2011
20.05.2011
14.11.2017
14.11.2017
14.11.2017
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Spielinfo Bilder Videos
Ganz selten sind Spiele wie Zeitmaschinen: Man schmeißt sie an, der Lüfter rauscht und plötzlich landet man in der Vergangenheit – z.B. im Los Angeles der 40er Jahre. Edle Limousinen hier, das Tuckern der Straßenbahn da, schnieke Anzugherren und Kleiderdamen überall.  Jetzt fehlt noch Frank Sinatras "All Or Nothing At All"! Aber unter der edlen historischen Kulisse verbergen sich Rassisten, Vergewaltiger, Psychopathen, Serienmörder. Verbirgt sich darunter auch ein packender Thriller für Erwachsene?


Historisches Stillleben

Video
Die ersten zehn Minuten in Los Angeles.
Was für ein akribisch recherchiertes Stillleben! Nicht nur die Mode und die Architektur, nicht nur berühmte Denkmäler und Sehenswürdigkeiten von Parks bis hin zu Filmgeländen, selbst Schaufenster, Schuhe, Bowlingbahnen und kleinste Gegenstände vom Teddy bis hin zum Lippenstift scheinen direkt aus dem Jahr 1947 auf Xbox 360 und PlayStation 3 gebeamt zu werden. Wie viele Jahre haben die Entwickler in Foto- und Filmarchiven verbracht? Dieses Los Angeles wirkt  wie ein virtuelles Gemälde, das man staunend als Tourist erkunden kann.

Selbst die sozialen und politischen Konflikte werden in knapp fünf Stunden Zwischensequenzen und zig Dialogen greifbar: Die untergeordnete Rolle der Frau zwischen dominanten Chauvinisten, die Alkoholprobleme einer ganzen Gesellschaft, die diskriminierten Schwarzen, die immer noch als „Neger“ bezeichnet werden und nur als Hilfsarbeiter oder Türöffner arbeiten. Dazu all die Feinde Amerikas von Kommunisten über Japaner bis hin zu Nazis. Hinzu kommen die psychischen Probleme all der Kriegsheimkehrer, die als Obdachlose, Säufer oder Gewaltverbrecher enden. All das kann man sich als interessierter Zeitreisender ansehen und anhören.

Thriller ohne Spannung

Cole Phelps hat in Japan gekämpft, trägt die Tapferkeitsmedaille und gilt als junge Hoffnung der Polizei.
Cole Phelps hat in Japan gekämpft, trägt die Tapferkeitsmedaille und gilt als junge Hoffnung der Polizei.
Aber man würde viel lieber mit Spannung im Nacken ermitteln oder anspruchsvolle Kriminalrätsel lösen als nach spätestens vier Stunden immer wieder gelangweilt zu gähnen, weil sich das Spielprinzip in monotonen Schleifen wiederholt, weil es sowohl an der belanglosen Action als auch, und das wiegt viel schwerer, an der viel zu einfachen Adventure-Komponente scheitert. Echte Rätsel gibt es nicht, knifflige Situationen haben Seltenheitswert. Dabei ist man nicht als virtueller Urlauber unterwegs, der mit Sinatra im Ohr authentische Hollywoodrequisiten  betrachten will, sondern als detektivischer Held in einem Thriller – und davon spürt man in den 12 bis 15 Stunden viel zu wenig.

Die Fassade ist so schön, die Ausgangslage so vielversprechend: In der Rolle des Polizisten Cole Phelps jagt man den Verbrechern in der Stadt der Engel nach – 21 Fälle warten auf den ehrgeizigen Kriegsveteranen, der sich vom einfachen Verkehrspolizisten langsam hoch arbeitet zum Ermittler der Mordkommission. Er muss mit zig Bewohnern sprechen, zig Tatorte aufsuchen und Verdächtige interviewen. Und die überzeugen durch die Bank mit einer schauspielerischen Qualität, die ihresgleichen sucht. Gerade zu Beginn ist man von der fantastischen Mimik und vor allem den Verhören überaus angetan. Da kann man die technischen Probleme im Hintergrund verzeihen: Es ruckelt des Öfteren, es gibt Pop-ups, Fade-ins und kleine Bugs. So mancher Fußgänger schwebt schon mal über dem Boden. Manchmal bleibt ein Kollege auch einfach stehen, anstatt ins Auto zu steigen oder man kommt nicht auf Anhieb durch Türen, weil er sie blockiert.

Kommentare

4lpak4 schrieb am
Ist halt schon die Frage ob man für für diese Gedanken einen 4 Jahre alten Thread ausbuddeln muss.
TheoFleury schrieb am
forest_hunter hat geschrieben: ?
Gestern 05:51
Interessantes Spiel gibt es im PSN shop fuer PS4 für 14 Euro gerade.
Der Test hat 5 Seiten, war ja klar, dass er von Jörg ist.
72% ist doch ne gute Wertung, nicht ganz so hoch wie Death Stranding, aber immerhin, ich überdenke den Kauf.
Oh gerade gesehen, das Spiel wurde von Rockstar entwickelt, na dann hat sich die Sache erledigt, Rockstar sieht nicht einen Cent von mir, die werden sanktioniert.
Ich bin eh gutmütig, ich sanktioniere keine Firmen die mini-dlc anbieten, Rockstar hingegen wird sanktioniert für schwerwiegendere Verfehlungen, da können deren Spiele angeblich noch so gut sein, was ich aber eh bezweifele.

Interessant. Du bist genauso frustriert wie ich ZB. über EA. Die Sterne Rocker sind vielleicht nicht der bessere Verein wenn es um nachhaltige Abzocke geht, aber immerhin verstehen sie es handwerkliche gute bis sehr gute Spiele zu veröffentlichen /produzieren.... Und was die Abzockerei angeht, sie machen es vernünftiger und "nebulöser" mit bißchen mehr Geduld und sind nicht die wirklichen kapitalistischen Agressoren die jeglichen Bezug zur Realität verloren haben und nichts mehr ins Produkt investieren bis auf ein paar Amateure und Studenten und, das wichtigste bei EA: LIZENZEN....Ohne die wäre der Laden schon längst pleite und vergessen
Das ist ein sehr großer Unterschied wenn man ins Detail geht und darüber nachdenkt.
forest_hunter schrieb am
Interessantes Spiel gibt es im PSN shop fuer PS4 für 14 Euro gerade.
Der Test hat 5 Seiten, war ja klar, dass er von Jörg ist.
72% ist doch ne gute Wertung, nicht ganz so hoch wie Death Stranding, aber immerhin, ich überdenke den Kauf.
Oh gerade gesehen, das Spiel wurde von Rockstar entwickelt, na dann hat sich die Sache erledigt, Rockstar sieht nicht einen Cent von mir, die werden sanktioniert.
Ich bin eh gutmütig, ich sanktioniere keine Firmen die mini-dlc anbieten, Rockstar hingegen wird sanktioniert für schwerwiegendere Verfehlungen, da können deren Spiele angeblich noch so gut sein, was ich aber eh bezweifele.
WEGWEISER schrieb am
Bin mittlerweile bei Mission 10 und wollte auch mal meine bisherige Meinung loswerden.
Stimme dem Test im Grunde in allen Punkten, sowohl den Vor- und auch Nachteilen, zu.
Im Grunde sehr schwer zu beurteilen, denn es bietet zu wenig was ein gutes Spiel ausmacht, punktet aber dafür mit einer noch heute großartigen Inszenierung.
Mein Hauptkritikpunkt ist aber auch der bisher meist genannte:
Am Stück nicht zu spielen, weil sich die Abläuft komplett wiederholen und der Fortlauf im Grunde nur dank der jeweiligen Geschichte einigermaßen fesselt. Am Abend ein Fall lösen (ca. 60minuten) und dann ist es auch gut.
Erfreue mich also noch ein paar Abende an der stimmigen Kulisse, bin aber auch froh wenn die 16gb wieder von der Platte verschwinden und ich das Spiel auch nur im Sale gekauft habe.
adventureFAN schrieb am
Bedameister hat geschrieben:Eins der besten Spiele aller Zeiten. Is so!
Das wundert mich jetzt aber... bist du nicht immer einer derjenigen, die sehr viel Wert auf Gameplay legen? oO
Ich meine, für mich ist LA Noire auch eins der großartigsten AAA-Adventures, aber vom Gameplay her wird es ja schon recht schnell monoton.
Dafür sind die Fälle aber meiner Meinung nach immer absolut spannend =D
schrieb am

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