Lego Universe - Test, Rollenspiel, PC

 

Test: Lego Universe (Rollenspiel)

von Mathias Oertel



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Das Prinzip, das dem Levelaufstieg noch am nächsten kommt, ist die Vorgabe, dass man bestimmte Bücher akquirieren und lesen muss, wenn man Kleidung der Stufe 2 oder dementsprechend höher anlegen und deren Vorteile nutzen möchte. Dafür benötigt man Fraktionssiegel, die man beim Kampf oder der Zerstörung von Dingen findet. Man sieht schon: Alles läuft immer wieder auf den auf Dauer eintönigen Ablauf hinaus, für den man auch nicht zwangsläufig mit Freunden losziehen muss. Bis auf sehr wenige Ausnahmen, kann man alles auch solo erleben und sich mit wildem Mausklicken durch die Gegnerhorden dreschen - das Kampfsystem ist simpel und erfordert keinerlei Taktik.

Kindgerecht?

Wenn man eine jüngere Zielgruppe oder "Nicht-so-häufig"-Spieler im Sinn hatte, frage ich mich, wieso die Menüführung zwar übersichtlich, das Herumhantieren im Inventar allerdings unnötig kompliziert gehalten wurde? Oder wieso man umständlich 
Die Kämpfe fordern nur selten.
von Welt A mit einer (selbstgebauten) Rakete zu Welt B reisen muss, dort eine Viertelstunde durch die Botanik marschiert, um schließlich von der natürlich am anderen Ende gelegenen Raketenbasis zu Welt C zu fliegen? Hätte man das nicht einfacher lösen können?

Vermutlich nicht, denn sonst wäre der Umfang vermutlich noch geringer ausgefallen. Doch selbst mit all den unnötigen Laufwegen ist es möglich, das Universum innerhalb weniger Tage intensiven Spiels zu retten. Natürlich muss man jetzt bedenken, dass Kinder und Jugendliche vermutlich nicht die Erlaubnis haben, sich zu einer Marathonsitzung vor den Computer zu hocken. Doch egal ob Dauer-, Häufig- oder Seltenspieler: Lego Universe ist für ein Online-Spiel verdammt kurz. Und damit steht natürlich auch das preisliche System zur Disposition.

Wenig Spiel fürs Geld

Klar: Die ganze kreative Energie, die man mit den Bausteinen in seinem Areal entfesseln kann, ist lobenswert sowie zeitaufwändig. Aber möchte man als Eltern wirklich dafür monatlich Gebühren zahlen und eine Verpflichtung eingehen?
Kinder sind wankelmütig. Was heute noch cool ist (in diesem Fall Lego Universe) wird morgen nicht mal mehr mit dem verlängerten Rückgrat angeschaut. Wieso muss es ausgerechnet ein Abo-Modell sein, bei dem man den ganzen Monat zahlt und der oder die Kleine entweder nach einer Woche keine Lust mehr oder im schlimmsten Fall vor Ablauf der 30-tägigen Probezeit alles gesehen hat? All Points Bulletin hat auch vieles verkehrt gemacht, aber das zeitbasierte Modell war ein kleiner hoch interessanter Blick in eine Online-Zukunft abseits des Free-2-Play.

Und dieses Modell hätte LU auch sehr gut zu Gesicht gestanden: Es wäre kindgerecht und es ginge nicht an der eigentlichen Zielgruppe vorbei. Ob es genau an diesem Modell liegt, dass schon jetzt die Server erschreckend leer scheinen und man z.B. manchmal schon Schwierigkeiten hat, auch nur einen Mitfahrer für die interessanten, aber unspektakulären Rennen in Baustein-Flitzern zu finden, ist schwer zu sagen. Aber unwahrscheinlich ist es nicht. Denn an der Server-Performance kann es nicht liegen: Lags befinden sich auf einem akzeptablen Niveau.   

Kommentare

johndoe1082890 schrieb am
Das wäre halt en MMO wo man mit FreeToPlay + Bezahlcontent einen riesen Reibach machen könnte aber was gitbs, Monatliches Abbo. Hart Fail.
Ich hätte das halt so aufgezogen . 5 Euro und du bekommst den Basis Piratenkasten zum Rumbasteln. Du baust was, Spieler spielen dort und es wird sau beliebt. Man hat als Erschaffer einfach was wirklich tolles davon wenn Spieler haufenweise zu deinen "Dungeons" gerannt kommen. Als Bonus kannst bei Lego deinen Entwurf bestellen und er kommt als Bausatz und wenn es so beliebt ist wie nix anderes baut LEGO das in Serie und gibt dem Macher halt pro verkauf einen Euro sagen wir mal. Einfach amazing was man hätte heraus holen können...
Aber Abbo für LEGO ? wtf, das Spiel soll doch durch Content der Spieler belebt werden...bestimmt so eine EA Pfeife bei denen. Anderst kann ich mir so einen Denkfehler nicht erklären.
naughtybear schrieb am
hmm also reizt mich jetzt nicht so. Besonders das Bezahlsystem finde ich echt vor allem für Kinder schwach.
Elentari schrieb am
Ich kann nur zustimmen, ich hab das Spiel in der Beta gespielt, und den gesamten Content gefühlte 7 mal durchgespielt. Es hat zwar schon Spaß gemacht, aber wenn man nach einer Woche keine anderen Ziele mehr hat, als 1000 mal nen Gorilla zu zerstören, gibt es einfach keine Motivation mehr. Als normales Spiel hätte ich es mir vielleicht gegönnt, der Vollständigkeit halber, aber als Abo-Titel? Nein, danke. Es gibt viele sehr gute Ansätze, aber so wird das nix. Bin gespannt, ob die noch versuchen, mit Updates etc das Spiel zu retten...
akrisious schrieb am
Chump hat geschrieben:Früher hat man mit Legoklötzchen gebaut und heute spielt man Lego am Computer. :hammer:
In Zukunft werden werden alle jetzigen Kinder 24/7 am Computer spielen, essen, waschen, reden, schlafen............
Welcome Generation Zero
Immerhin. Wir können noch sagen, dass wir "High" in "Legospielen" waren. Die heutige Generation kann das - wenn überhaupt - nur von Counterstrike und co behaupten :)
unknown_18 schrieb am
neteye hat geschrieben:Ich kann damit leben, dass das Hobby auf andere lustig/fremd wirkt :)
Das haben Hobbies mit denen andere nichts anfangen können allgemein an sich, also nichts besonderes. ;)
Fadoom hat geschrieben:Es hat sich seit der Beta also rein garnichts geändert, und ich hatte damals schon im englischen Beta Forum geschrieben das da nicht mehr kommen wird, die werfen das genauso auf den Markt....
In exakt einem Monat hast du dort alles gesehen, alles erreicht und alle Erfolge geschafft. Die kostenlosen 30 Tage reichen vollkommen für jede Altersgruppe um es durchzuspielen, wozu dann noch ein Abo machen??!! ;)
Eigentlich seeehr schade denn das Spielt hat sehr viel Potenzial...
Bei wie viel Stunden pro Tag?
schrieb am