Dicke Dinger
Dass Computer-Artworks ziemlich bizarre Kreaturen erschaffen kann, hat das Team schon bei Evolva demonstriert und auch bei Das Ding trefft Ihr mit auf die hässlichsten und missgestaltetsten Wesen die es in der Computerspiel-Geschichte gibt. Fast menschlich aussehende Kreaturen mit Tentakeln als Armen und jeder Menge aufgeplatzter Blutgefässe sehen nicht nur grässlich aus, sondern sind auch schwer zu besiegen. Denn erst muss die Lebensenergie in den roten Bereich geschossen werden, nachdem dann eine "Therapie" mit dem Flammenwerfer für eine endgültige Eliminierung sorgt. Die kleinen Standardgegner, welche übrigens auch als "Ding" bezeichnet werden, halten nur ein paar Schuss aus und sind nur im Rudel gefährlich. Im späteren Spielverlauf werden die Dinger größer, blutiger, stärker und hässlicher.
Ansicht und Kampf
Die Kämpfe erlebt Ihr in der 3rd-Person-Perspektive wie bei Max Payne oder Tomb Raider. Vor allem bei den zahlreichen Rätseln im Spiel erweist sich diese Art der Ansicht als äußerst vorteilhaft. Dabei belaufen sich die wenigsten Rätsel auf simple Schalterinteraktionen sondern erfordern Aufmerksamkeit vom Spieler und ein wenig Adventure-Erfahrung.
Der Kampf läuft vorzugsweise in der Schulterperspektive ab und geht mit dem Auto-Aiming relativ leicht von der Hand. Spielt Ihr einen Schwierigkeitsgrad höher, wird die Wirkung des Auto-Aimings deutlich verringert. Es ist zwar ebenso möglich in der Ego-Ansicht zu spielen, doch da Ihr Euch in dieser Ansicht nur Umschauen und nicht Fortbewegen könnt, bringt diese Sicht meistens recht wenig.
Horror frei Haus
In den ersten Missionen hält sich die Action in Grenzen. Dafür wird beträchtlich Spannung und Atmosphäre aufgebaut. Das gesamte Szenario mit zerstörten Dächern, defekten Computern, Blutspuren an der Wand, entstellten Leichen und geschickter Dämmerlicht-Beleuchtung sorgt mit angsteinflössenden Soundkulissen für eine oft nervenzerreißende Spannung. Auch die passenden Kommentare der Charakter, wie z.B. "Wir sind nicht allein", heizen die Stimmung noch weiter an. Soll es besonders gruselig werden, fängt ganz langsam spannungstreibende Musik an zu spielen.
Grafik und Sound
Das Ding basiert auf einer eigens entwickelten Grafik-Engine und kann sich wirklich sehen lassen. Die Charakter-Modelle sind äußerst detailliert, ganz zu schweigen von den genial gemachten Monstern. Besonders die Animationen sind aller erste Sahne. Ansonsten ist die Grafik durchweg gelungen. Hochdetaillierte Texturen, komplex eingerichtete Gebäude oder weitläufige, dafür aber öde Landstriche, überzeugen vollkommen. Hier und da gibt es auch einige kleine Mankos (hin und wieder Schnee im Gebäude etc.). Die sehr guten Sound-Effekte sorgen im Einklang mit unheimlichen Geräuschen für eine bedrückende Horror-Atmosphäre.