Alles wie gehabt?
Ein Tutorial mit historischen Info-Häppchen und Sprachausgabe führt in die Spielstruktur ein, die zunächst nichts Neues offenbart: Rohstoffe abbauen, Gebäude hochziehen, Armee ausbilden, Gegner angreifen. Schnell wird jedoch klar, dass Rise of Nations kein Schmalspurprogramm abspult, sondern ein äußerst komplexes Wirtschaftssystem bietet.
Neben Holz, Nahrung und Metall kommen noch die zwei Güter Reichtum und Wissen hinzu sowie über 30 Luxusgüter. Zitrusfrüchte lassen z.B. Eure Schiffe auf hoher See heilen. Karawanen und Händler sorgen für den Warenkreislauf, Bibliotheken und Wissenschaftler für die Bildung.
Aber letztlich entscheidet Ihr, welchen der Technologiebäume Ihr bevorzugt und ob Ihr Euch schnell militärisch, ökologisch oder technisch weiterentwickelt. Das verschafft dem Titel eine wesentlich komplexere Dimension als beispielsweise Age of Mythology und zeigt seine Verwandschaft zu Civilization.
Neues Spiel, neue Grenzen
Das Charakteristikum von Rise of Nations sind allerdings die Grenzen: Euer Hoheitsgebiet ist farblich umrandet und wird durch Städte und Festungen ständig vergrößert. Sobald ein Feind das Gebiet ohne Kriegserklärung betritt, erleiden alle Einheiten Schadenspunkte; bleibt ein Heer sehr lange auf Eurem Gebiet, kann es beträchtlich geschwächt werden.
Dieser territoriale Aspekt verschafft dem Echtzeit-Genre eine innovative Note und unterbindet das wilde Bauen auf der ganzen Karte, oder direkt neben dem Gegner. Wer ein Imperium gründen willen, dürfte voll auf seine Kosten kommen.
Kampf mit Finessen
Auch im Kampf zeigt Rise of Nations Muskeln: Neben üblichem Genre-Komfort wie Formationen, Gruppenbildung und diversen militärischen Haltungen könnt Ihr hier auch das Terrain taktisch nutzen. Angriffe von hinten oder gar von der Seite sind wesentlich effektiver als Frontalattacken.