Dying Light 2 - E3-Vorschau, Action, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Dying Light 2 (Action) von Techland, Koch Media
Neue Entscheidungen, mehr Tiefe
Survival-Horror
Entwickler: Techland
Release:
2020
2020
2020
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ab 69,99€
Spielinfo Bilder Videos
Dying Light konnte Gewalt und Bewegung, ließ aber auf lange Sicht eine spannende Handlung und gutes Questdesign vermissen. Mit Teil 2 will Techland genau diese Kritikpunkte angehen. Uns wurden auf der E3 knapp 45 Minuten live vorgespielt. Können die Versprechen gehalten werden?

Problem erkannt, Problem gebannt?

Mit Dying Light gelang Techland im Jahr 2014 eine Überraschung. Der brutale Nahkampf aus Dead Island (der zum Release auch eine Indizierung seitens der BPJM zur Folge hatte) wurde elegant mit schnellem Parcour verbunden, der eine zügige Durchquerung der offenen Stadt voller fieser Infizierter ermöglichte. Doch das Spiel litt vor allem unter schwachem Questdesign und repetitiven Abläufen – eine Schwäche, die die Polen erkannt haben und in Dying Light 2 abstellen wollen. Nicht umsonst hat man sich die Dienste von Witcher-Quest-Autor Chris Avellone gesichert, um der auch erzählerische Tiefe einzuhauchen.

In der live vorgespielten Präsentation auf der E3 2019 stand dann auch eine lineare Story-Mission im Fokus, die sich um die Wasserversorgung der Stadt dreht. 15 Jahre nach den Geschehnissen von Dying Light versucht Protagonist Aiden Coldwell im Dienste seines barbetreibenden Freundes Frank ein diplomatisches Treffen zwischen den Fraktionen des Stadtgebietes und dem „Colonel“ zu arrangieren, der das Wasserwerk im Zentrum eines Stausees kontrolliert und dem Rest der Menschen das kostbare Nass kurzerhand abgedreht hat. Natürlich bricht schon beim ersten Zusammentreffen der verfeindeten Fraktionen
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Nicht nur Kampf und Akrobatik sollen in Dying Light 2 das Spielerlebnis bestimmen...
Chaos aus und Frank wird durch einen Schuss verletzt. Und in diesem Moment wird erstmals die neue Entscheidungsfülle der Zombie-Action gezeigt – Aiden hat die Möglichkeit Frank beizustehen oder die Verfolgung der Täter aufzunehmen und möglicherweise die Mission auf Kosten seines Auftraggebers doch noch abzuschließen.

Große Entscheidungsfülle

Diese Missionsstränge schließen sich gegenseitig aus und laut den anwesenden Entwicklern kann ein Spieler bei einem Durchgang höchsten 50% aller Missionen der rund 20 Stunden langen Kampagne von Dying Light erleben, da seine Entscheidungen maßgeblichen Einfluss auf den Verlauf der Handlung nehmen können. Einige Verfolgungs- und Kampfsequenzen später, bei denen das erweiterte Parcour-System demonstriert wird, das jetzt auch einen Greifhaken samt Seilschwüngen sowie einen Paraglider umfasst, steht die nächste Entscheidung abseits von abgetrennten Zombie-Gliedmaßen an.

So bleibt dem Spieler überlassen ob er den Fahrer des Flucht-Vans zur Mitarbeit „überredet“ und per Passwort in die Festung des Colonels gelangt oder ob er ihn aus dem fahrenden Fahrzeug schmeißt und selbst mit Gewalt in die Zentrale der Wasserverteilung eindringt. Nach einer gelungenen Inkognito-Infiltration und einer kurzen Stealth-Demonstration steht man dem Colonel gegenüber und wird in einem mehrstufigen Dialog erneut vor die Wahl gestellt. Zieht man seine Mission durch, räumt den Widerstand aus dem Weg und aktiviert die Pumpen – oder glaubt man den Ausflüchten des Festungs-Chefs mit Hinweisen auf eine Verschwörung und wechselt die Seiten?

Die Macht des Wortes

Bei aller brachialer Action voller Hechtsprünge, zerhackter Mutanten, abgetrennter Köpfe und Blutfontänten, die bis zu diesem Zeitpunkt über den Präsentation-Bildschirm flimmerten: So viel wurde in einem Techland-Titel noch nie gequatscht.
...sondern auch Dialoge, Story und vor allem Entscheidungen mit Konsequenzen.
...sondern auch Dialoge, Story und vor allem Entscheidungen mit Konsequenzen.
Und das verleiht der Action in vielen Momenten endlich eine Tiefe, die über die reine Kampf- und Bewegungsmechanik hinausgeht. Auch die folgende Entscheidung zeigt, dass man sich bemüht mehr Graustufen zu zeigen:
So attackiert Aiden in unserer Variante den Colonel, aktiviert die Wasserpumpen und verteilt das Wasser des Stausees in die Zuflusswege der Stadt – nur um damit ein versunkenes Viertel freizulegen, was den Kämpfern der „Peacekeeper“ den Weg zur Festung des Colonels freigibt, in der sich allerdings größtenteils Zivilisten aufhalten. Die Entwickler betonen, dass der Spieler mit seinen Handlungen beeinflussen soll, welche Teile der Welt sich öffnen, welche Fraktionen welche Teile der letzten Stadt der Menschen kontrollieren und wie sich bestimmte Bereiche entwickeln. Natürlich kann die Tragweite der Entscheidungen im Rahmen dieser Präsentation nicht überprüft werden, aber die erstaunlich große Zahl von Dialogoptionen könnte viel Variation und Tiefe ermöglichen.

Gute Kulisse

Technisch hat Techland erneut alles im Griff. Zwar lassen die Figuren die große Detailverliebtheit eines Uncharted 4 vermissen, doch die Engine zaubert feine Panoramen der Stadt auf den Bildschirm, die sich in der Nacht in ein fieses Zombie-Meer verwandelt. Besonders die großen Kontraste zwischen strahlender Sonne und finsteren Dark Zones stechen heraus, als Aiden im Rahmen der Verfolgung in ein Hochhaus stürzt und sich dort mit UV-Lampen den nahenden Infizierten erwehren muss.
 

AUSBLICK



Ich habe richtig Lust, Dying Light 2 endlich selbst zu spielen! Die Entwickler von Techland scheinen ihre Schwächen der Vergangenheit erkannt zu haben und setzen alles daran, diese konsequent auszubügeln. Zu einem tollen Parcour- und einem brutalen Kampfsystem könnten sich so eine spannende Story und eine abwechslungsreiche Welt gesellen, die mit Entscheidungen und Konsequenzen punkten. Wie immer ist zwar auch eine gesunde Portion Skepsis angebracht, da in der Präsentation keine unterschiedlichen Durchläufe und damit andere Varianten der Handlung gezeigt wurden. Dennoch könnte hier ein sehr gutes Action-Adventure auf uns zukommen.

E3 2019: alle Spiele und Publisher im Überblick

Kommentare

Spiritflare82 schrieb am
4P|Eike hat geschrieben: ?
14.06.2019 07:29
Wenn USK und BPJM "ja" sagen :woman_shrugging:
ich glaube die haben das Ganze gelockert, Zombiespiele sind ja nun erlaubt, Dead Island hatte letztens endlich auch den Release in Deutschland. Dying Light kam noch aus der Zeit wo man Zombiespiele anders gesehen hat. Resident Evil 2 und 3 waren ja auch indiziert und wurden von der Liste genommen und Resi 2 Remake kam ganz normal raus und war ja recht gore lastig.
HellToKitty schrieb am
Jondoan hat geschrieben: ?
13.06.2019 13:32
Sun7dance hat geschrieben: ?
13.06.2019 13:22
Also der erste Teil war in den Anfangstunden genial. Man musste richtig vorsichtig vorgehen. Vor allem nachts musste man auch einfach mal in einem nicht gesicherten Versteck ausharren.
Story und Charaktere waren allerdings absolut unterirdisch, was man aber aufgrund des anfänglichen Sogs gut verschmerzen konnte.
Zum Schluss machte das Spiel aber das falsch, was so viele andere Spiele auch falsch machen. Man wird viel zu schnell viel zu mächtig und one-shotet fast alles. Zudem gibt es hinten raus auch überhaupt keine Ressourcenprobleme mehr.
Wenn Teil 2 wirklich hier ansetzt, dann steht uns vielleicht ein echter Hit bevor.
Hä? Also ich fand gerade, dass man selbst auf höchstem Level immer noch aufpassen muss. Klar wird man stärker und wenn man sich klug anstellt, stirbt man auch nicht mehr. Aber dass man einfach so nachts die Hunter ummähen könnte, stimmt jedenfalls nicht so ganz. Selbst normale Zombies haben immer noch einen gewissen "Punch". Im DLC waren die Nester von denen auch immer ne Bedrohung, bei der man schon sehr genau auf seine Munition achten musste.
Größtes Problem waren für mich tatsächlich die Quests, weil die einerseits nur selten interessante Elemente zu bieten hatten (auf die Brücke zu klettern und die Glühbirnen zu rauben war ganz cool) und meistens nach dem Schema "Lauf von A nach B" waren. Ich würde mir mehr "Gameplay Loop" wünschen, also dass man sich um Ressourcen kümmern muss, bissl Survival halt.
Zweiter Kritikpunkt wäre der Kampf gegen Menschen. Der hat sich nie so gut angefühlt wie gegen die Zombies.
Außerdem hoffe ich doch stark, dass es wieder so einen abgefahrenen Modus wie die Bozak Horde geben wird. :mrgreen: Der hat echt Laune gemacht und den zusammen in einer Gruppe nach etlichen Versuchen schließlich gepackt zu haben, war einer der Höhepunkte meiner Gamerkarriere :Blauesauge:
Ich finde auch, dass das Spiel bis zum Ende recht fordernd war, zumindest wenn man...
4P|Eike schrieb am
Wenn USK und BPJM "ja" sagen :woman_shrugging:
Todesglubsch schrieb am
Gibts denn diesmal nen Release in Schland?
Zuriko schrieb am
Auch wenn es nur leicht verbessert werden würde gegenüber dem Vorgänger, dazu grafisch etwas optimiert und an die X1X angepasst, reicht mir das völlig um mich zu einem Kauf zu bewegen. Ob gleich zu Release oder später wird sich zeigen, es kommen noch 1-2 Games bis dahin die ich spielen möchte.
schrieb am