World of WarCraft: Shadowlands - Vorschau, Rollenspiel, PC

 

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World of WarCraft: Shadowlands (Rollenspiel) von Blizzard Entertainment
Totgesagte leben länger
Rollenspiel
Release:
2020
Alias: World of WarCraft , WoW
Spielinfo Bilder Videos
Mit Battle for Azeroth stehe ich als langjähriger WoW-Spieler auf Kriegsfuß. Konzept, Umsetzung und Zusammenstellung wirkten allesamt unausgegoren. Höchste Zeit, dass Blizzard Entertainment mit World of WarCraft: Shadowlands ein neues Kapitel für das betagte Online-Rollenspiel aufschlägt. Wir haben das Add-on angespielt und fassen die Neuerungen in der Vorschau zusammen.

Das Ende der Schlacht um Azeroth

Nein, Battle for Azeroth war nicht mein Fall! Trotz der schön gestalteten Welt und vieler guter Instanzen fehlte mir in der siebten Erweiterung ein roter Faden, der erst (zu spät) mit N'Zoth auftauchte. Die Insel-Expeditionen, die vergessenswerten und zahlenmäßig spärlichen Kriegsfronten und die überflüssigen "Verbündeten Völker" als Bloatware ergaben meiner Ansicht nach kein kohärentes Ganzes. Mit dem langweiligen Herz von Azeroth und den furchtbaren Azerit-Gegenständen, die Artefakt und Set-Gegenstände ersetzen sollten, stehe ich ohnehin auf Kriegsfuß, obgleich die verderbten Gegenstände (Patch 8.3) wieder nette Ideen einbrachten. Hinzu kamen Probleme mit der Nachvollziehbarkeit der Geschichte zwischen Allianz und Horde, Macken bei der Inszenierung und das Gefühl, dass sich die Geschehnisse aus Mists of Pandaria wiederholen könnten. All das führte dazu, dass ich seit dem Europa-Start von World of WarCraft (2005) erstmals langfristig aufgehört habe, das Online-Rollenspiel zu spielen. Die Luft war einfach raus! World of WarCraft Classic wirkte in dem Zusammenhang wie ein rustikaler Abstecher in die "gute alte Zeit", in der alles langsam und umständlich, aber irgendwie auch charmant und ungehobelt war.

Nach dem Krieg kommt der Tod ...

Da die Geschichte von Battle for Azeroth mit dem Update 8.3 "Visionen von N'Zoth" (ab dem 15. Januar 2020) abgeschlossen wird (wir berichteten), richtet sich der Blick endgültig in die Zukunft. Noch in diesem Jahr wird die achte Erweiterung World of WarCraft: Shadowlands erscheinen und im Gegensatz zum wilden BfA-Potpourri wirkt das Gesamtbild der "Schattenlande" durchdachter und kohärenter.

In Shadowlands reist man nicht zu einem entfernten Kontinent oder zu einer neu entdeckten Insel. Man betritt das Reich des Todes, denn Sylvanas hat (warum auch immer) den Helm der Herrschaft des Lichkönigs zerstört und dadurch den Schleier zwischen Leben und Tod durchstoßen - was der Cinematic-Trailer, der während der Eröffnungszeremonie der BlizzCon 2019 gezeigt wurde, eindrucksvoll zeigte.

Der Schleiner zwischen den beiden Welten zerbricht.
Aus der Zwischensequenz: Der Schleier zwischen den beiden Welten zerbricht.
Die WoW-Charaktere werden mit Körper und Geist auf die andere Seite gezogen, wo sie einer Verschwörung rund um Sylvanas, den Kerkermeister und die Fehlfunktionen der Seelenmaschine auf Grund gehen können. Vielmehr droht eine "uralte Macht des Todes" ihre Fesseln zu sprengen und ihren Kerker zu verlassen. Höchstwahrscheinlich arbeitet Sylvanas für diese "uralte Macht", aber im Jenseits wird man bestimmt auf die ein oder andere "WarCraft-Legende" treffen, die im Kampf helfen könnte ...

Der erste Durchgang ist linear

Die ersten Schritte macht man in der Bastion.
Die ersten Schritte macht man in der Bastion.
Zu Beginn der Erweiterung kämpft man in Eiskrone gegen die herrenlose Geißel, bevor man zur Schwelle gelangt. Zusammen mit den Todesrittern rund um Bolvar Fordragon begibt man sich auf die andere Seite und landet zunächst "im Schlund" der Schattenlande, dem man mit Glück und Todesritter-Fachwissen entkommt. Nach einem kurzen Besuch in der Stadt Oribos, die als Hauptstadt fungiert, erkundet man die fünf Gebiete der Schattenlande in linearer Form - in Legion und Battle for Azeroth durfte man sich die Reihenfolge der Gebiete noch aussuchen. Der lineare Weg soll die übergreifende Geschichte besser zur Geltung bringen, zumal in den letzten Erweiterungen vorrangig Gebiets-interne Handlungsstränge erzählt wurden. Da in Battle for Azeroth die Erzählung, die Motive von Sylvanas und die Geschehnisse auf Allianz- und Hordeseite eher zusammenhanglos wirkten, kann es in Sachen Storytelling eigentlich nur aufwärts gehen. Okay, mit Königin Azshara und N'Zoth kamen bei den Inhaltsupdates bessere Elemente in das aktuelle World of WarCraft, aber der erneute Konflikt zwischen den beiden Fraktionen war insgesamt wenig überzeugend.

In Shadowlands startet die Reise in der Bastion und wird in Maldraxxus, dem Ardenwald und Revendreth fortgesetzt, bevor das Endgame-Gebiet "Der Schlund" seine Pforten öffnet. Der Schlund soll ähnlich komplex und aufwändig wie Suramar aus Legion werden. Hier wird man sich mit dem Kerkermeister als zentralen Gegenspieler anlegen, der den Spieler-Charakter mit aufmerksamen Schemenhunden (hohe Bedrohungsreichweite) und Todesschwadronen jagen soll. Der Kerkermeister (eng. "Jailer") soll eine gänzlich neue Figur sein.

Kommentare

Kajetan schrieb am
Caparino hat geschrieben: ?
15.01.2020 21:39
Azhara hatte z.b. eine wunderschöne "verlorene" Stimmung ...
Das lag aber nur daran, dass man diese Region nie fertiggestellt hat. Das war nie eine bewusste Designentscheidung diese Region genau "so" zu machen.
Triadfish schrieb am
Ich habe Gott Sein Dank damals zu Beginn von WotlK aufgehört und habe damit WoW als unglaublich gutes Spiel in Erinnerung. Habe dann zum MoP Beginn nochmal reingeschaut und war entsetzt, wie unfassbar schlecht das Spiel geworden ist. Keine Talentbäume mehr, Einheitsmanapool (unabhängig vom Intelligenzwert), totale Verunstaltung der Klassen, furchtbar langweilige und viel zu einfache Instanzen. Das ist für mich kein ernst zu nehmendes MMO mehr... Da kann ich direkt GW2 spielen (Nichts gegen GW2, für ein Buy2Play MMO ist es gut).
Hans_Wurst80 schrieb am
Ich habe letztes Jahr nach über 4 Jahren Pause noch einmal "reingeschaut". Habe WoD, Legion und BfA storytechnisch ganz gut erlebt und meinen Main auf Maxlevel gezogen. Danach war allerdings wieder gut und ich habe nun weitgehend mit WoW abgeschlossen. Die Klassen sind dermaßen verändert worden... ich kenne noch nicht einmal alle aktuellen Werte. Und was ist dieses Azeritzeugs? Keine Ahnung, wird auch nicht wirklich gut erklärt. Und ich sage das als ein Spieler der immer stolz darauf war, dass er seine Klasse(n) in- und auswendig beherrscht.
Und wer Cata wirklich gut fand, der sollte vielleicht nochmal überlegen. Die Überarbeitung der alten Welt war ziemlich vergeigt - grafisch in Ordnung, aber das Flair war an vielen Orten weitgehend passé - und im Endgame wurde man vor lauter Nichtstun zum Hardcoretwinker. Die Raids waren auch nicht das Wahre.
Also: Ich wünsche allen aktiven Spielern viel Glück mit Shadowlands. Mich würde allerhöchstens Classic noch einmal reizen, zurückzukehren.
monthy19 schrieb am
Ich mag nur WoW Classic.
Alles andere brauche ich nicht.
Werde vielleicht mal rein schauen, aber es gibt eigentlich keine Impule die mich dazu bewegen.
In Classic habe ich eine tolle Gilde, genug Content, viele Instanzen und auch nett Raids.
Das Tempo ist einfach perfekt.
Ach ja.
c452h schrieb am
Er!cDelux3 hat geschrieben: ?
15.01.2020 17:36
Auch wenn Shadowlands bisher besser in allen Belangen (mal abgesehen davon, dass man jetzt wieder ein festen Levelweg hat und man sich nicht aussuchen kann, in welchem Gebiet man starten möchte) besser klingt als BfA, bin ich trotzdem nicht begeistert. Vielleicht ist die Luft auch einfach raus..
Wenigstens waren die beiden Kontinente sehr schön designt - besonders Kul Tiras mit der Musik und dem ganzen Lovecraft-Flair. Leider ist die Levelphase mittlerweile das Einzige, das mir an WoW noch gefällt. Werde also Shadowlands sicherlich auf beiden Seiten "durchspielen".
Ganz schlimm an BfA: Sylvans und das Azerit-Gegrinde. Ich hasse diese Ausrüstungsgegenstände.
schrieb am