Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 - Vorschau, Taktik & Strategie, PC

 

Vorschau: Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde 2 (Taktik & Strategie)

von Jörg Luibl



Entwickler:
Publisher: Electronic Arts
Release:
11.07.2006
28.02.2006
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ab 149,94€
Spielinfo Bilder Videos
Truppen & Magie

Und das Management dieser Truppen lohnt sich: Denn sie können sich nicht nur in enger Schildwallstellung schützen,
Auf dem Hügel hat der Troll eine hohe Wurfreichweite - und seine Felsen sorgen für bösen Bereichsschaden.
sondern auch von der neutralen in die aggressive oder defensive Kampfweise schalten - so gewinnt man kurzfristig Boni für den Angriff oder die Verteidigung. Hinzu kommen zig Spezialfähigkeiten wie Sturmattacke oder Speerigel. Die Frage ist nur, ob diese kleinen Manöver angesichts der brachialen Magie untergehen. Hier wird der Test auch zeigen müssen, ob die KI wieder ungestraft in verschanzte Pikeniere hineinreiten kann und ob sie ihrerseits diese Finessen überhaupt einsetzt. EA hat nach eigener Aussage alle Skripte komplett umgeschrieben - wir sind gespannt.

Schon jetzt ist allerdings klar, dass die mächtigen Zauber erneut die größte Wirkung erzielen: Auf Knopfdruck löst ihr ein großflächiges Erdbeben aus, flutet ganze Landstriche oder durchlöchert eine Armee im magischen Pfeilhagel. Das sieht alles überaus grandios aus, aber wird physikalisch nicht ganz konsequent inszeniert: Ein Beben gefährdet eure Truppen z.B. nicht, selbst wenn sie im Epizentrum stehen. Das ist natürlich ein Zugeständnis an die Spielbarkeit, wird aber Realismusfanatiker stören. 

Genau so wie der Nahkampf, der zwar aus weiter Perspektive sehr gut aussieht, aber in Sachen Handgemenge nicht so detailgetreu dargestellt wird wie in Warhammer 40.000: Dawn of War : Zoomt man hinein, erkennt man z.B., dass Schwertkämpfer aus der dritten Reihe, die gar keinen Feindkontakt haben, trotzdem zuschlagen oder plötzlich umfallen. Sprich: Ein Verband hat eine Lebenspunktzahl, die einfach runtergerechnet wird.

Üppige Schlachtkulisse

Trotzdem sind die Gefechte überaus ansehnlich und werden so manchen gewöhnlichen Rechner in die Knie zwingen. EA lässt ein riesiges Arsenal an Kreaturen in wundervollen Landschaften von Dol Goldur bis zum Düsterwald auf euch los: Während

Würmer brechen aus dem Boden, Bäume brennen, Hobbits sterben und am Himmel flattert das Chaos.
die Schattenfetzen von Wolken über den Boden jagen, schmeißen Trolle riesige Felsen, zischeln Riesenspinnen und fauchen weiße Drachen. Hinzu kommen die neuen Zwergen-, Elben- und Goblinkämpfer, Hobbitverbände oder Waldläufergruppen, die mit ihren Pfeilen ganze Flächenbrände entfachen, die Feinde einschließen und niederbrennen. Aber wird das Feuer in der Kampagne auch Freund und Feind gefährden? Oder nur den Feind?

Natürlich dürfen auch die Emotionen nicht fehlen: Gerade der plötzliche Jubel oder die Angst waren das Highlight im Vorgänger, denn soetwas fehlte auf den anonymen Schlachtfeldern mit all ihrem selbstlosen Kanonenfutter. Und Emotionen gibt es auch diesmal: Wenn Helden wie König Dain auftauchen, brüllen die Zwerge ihr kerniges Hurra hinaus. Allerdings wurden diese Gefühle damals nur punktuell eingesetzt. Auch hier wird erst die Kampagne zeigen können, ob es tatsächlich einen spürbaren Fortschritt gibt. Haben die Truppen ohne Helden Drachenangst? Nehmen hoffnungslos Unterlegene die Beine in die Hand?
        
 

AUSBLICK



Es sieht wunderbar aus. Es gibt sinnvolle Ergänzungen. Und es entführt in nördliche Kriegsregionen, die in Tolkiens Welt nur am Rande erwähnt wurden. Kurzum: Diese zweite Schlacht um Mittelerde weckt die Neugier und geizt nicht mit Reizen. Schade ist allerdings, dass wir bisher weder die Kampagne erleben noch Kämpfe gegen die KI bestreiten konnten. Denn genau das sind die beiden wichtigen Säulen, die beim Vorgänger wackelten. Wir sind sehr gespannt, ob EA diesmal abseits der Prachtkulisse und der Einheitenvielfalt auch ein stärkeres erzählerisches und strategisches Fundament gießen kann. Der Risiko-Modus stimmt jedenfalls genau so optimistisch wie das neue Bau- und Formationssystem. Die Online-Schlachten gewinnen dadurch an Dynamik und Vielfalt. Dass am 2. März das Schlachtfeld beben wird, ist klar. Die Frage bleibt, ob auch das Feldherrenherz in hitverdächtige Wallung gerät. Das Interview mit Product Manager Craig Owens hat mich jedenfalls euphorischer gestimmt als die ersten Spieleindrücke. Ersteindruck: gut
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Kommentare

ucf-webmaster schrieb am
Also mal ehrlich, wenn ich dieses rumgezicke lese, wird mir schlecht.
Mir ist ein Test der alle Punkte beleuchtet allemal lieber als ein Test der nach bestechung schreit.
-> Screenfun
Wenn Spieletester alles beleuchten, Negativ wie Positiv sind die Tests auch in Ordnung.
Und zuletzt muß jeder seine eigenen erfahrungen machen ob ein Spiel gut ist oder nicht, manche Spiele haben von anderen Testern (nicht hier) schlechte Noten bekommen waren aber beim Selbsttest doch gut.
Also bleibt aufm Tepp und Objektiv und last die Tester ihren Job machen oder könnt ihrs besser ?
johndoe-freename-92619 schrieb am
Ich hoffe es wir nicht wie der erste teil wo man zum schluss nur noch die
superkräft benutz und den gegner zu vernichten den dan bringt es nichts
ein strategisches genie zu sein den jede arrme ist machtlos gegen z.b.
einen balrok oder die arrme der toten wie es in ersten teil war.
Jörg Luibl schrieb am
Ja, unsere Vorschau-Fassung beinhaltete nicht die Modi der Demo, die leider erst nach dem Bericht veröffentlicht wurde. Aber mittlerweile ist die Testfassung ja da. :wink:
un1ty schrieb am
unterscheidet sich eure version von der demo, die jeder ziehen kann? in der demo kann man nicht gegen menschliche feldherren kämpfen und gefechte gegen den computer sind möglich... oO
oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?
mFg
frostbeast schrieb am
Ach herrlich. Ich liebe solche Diskussionen über solche Kleinigkeiten.
Mich stören auch ab und zu, dass ein paar Dinge überbemängelt werden aber dann rechne ich einfach ein paar Prozent für mich auf das Spiel drauf und gut ist.
Ich seh schon Nekras und Ragism händchenhalten und mit brennenden Fackeln bewaffnet, die 4players Redaktion stürmen :)
schrieb am