Killt die Aliens!Eines braucht ihr von Star Assault ganz sicher nicht zu erwarten - eine gescheite Story. Das was erzählerisch ansatzweise vorhanden sein wird, geht über die üblichen fiesen
Aliens nicht hinaus, die die Menschheit mal wieder im All trifft. Klar, dass die Sparks
 |
| Fallobst. Ihr ballert auf kleine rote Pünktchen, die sich beim Näherkommen als Alienjäger entpuppen, bis sie explodieren. |
getauften E.T.s alle in ein Häufchen Weltraumschrott verwandelt werden müssen. Im Klartext: Abgeschossen, um einmal mehr den Fortbestand der Erdlinge zu garantieren. Natürlich erwartet niemand ernsthaft von einem Shooter eine superausgefeilte Geschichte, aber schade dass schon deshalb Potenzial verschenkt wird, weil es an einem motivierenden Drumherum fehlt. Schon Urahn Wing Commander hatte mehr zu erzählen.
Billigoptik
Star Assault entpuppt sich auch ansonsten als Budgetspiel, das wenig hermacht. Die 3D-Darstellung des Weltraums, der Schiffe und Kämpfe ist bieder, da sie trotz wählbarer Auflösungen antiquiert wirkt. Billig wirken die Menüs wie der Missionsbildschirm, wo ihr Instruktionen bekommt; schmucklos auch die Anzeige für den Schwierigkeitsgrad, die nur als nackte Schrift auftaucht. Leider sind auch die ultrakurzen Zwischensequenzen nicht besser, bei denen wenig Science-Fiction-Flair aufkommt. Die Geräusche sind teils fies geraten, wie das knarzige Nachladen der Waffen. Immerhin wird es eine sporadische deutsche Sprachausgabe geben, die so wichtige Dinge sagt wie: Autopilot aktiviert!
Ballern, bis der Arzt kommt
Wer sich daran nicht stört, der bekommt 30 auf simple Weltraumsimulation getrimmte Missionen plus vier Bonusaufträge. Zu Beginn ist das nicht sonderlich einfallsreich, denn im ersten der drei Sonnensysteme werdet ihr erst mal ein paar einfache Sparks in den Alienhimmel schicken. Mit der
 |
| Billigdesign wie hier bei Missionsbriefing gibt's bei Star Assault an jeder Ecke. |
miesen Startbewaffnung ist das gar nicht so einfach, weil die an Kilrathis erinnernden Jäger von allen Seiten kommen und es mit der Übersicht nicht weit her ist. Später sollen dann noch die Bewachung von Sternentoren, das Reparieren von Kommunikationseinrichtungen und der Angriff auf ganze Raumstationen und Mutterschiffe hinzukommen. Eine ausgeklügelte Taktik ist dennoch wenig gefragt.
Aufstieg wie beim Rollenspiel
Ein bisschen mehr gibt es dann schon noch zu tun, als nur die 15 verschiedenen Raumschiffe der Außerirdischen vom Himmel zu pusten. Werdet ihr befördert, könnt ihr euer Schiff mit neuen Waffen, Schilden und Antrieben ausrüsten, wovon es eine stattliche Anzahl geben wird. Beförderungen gibt es nur für erfolgreich absolvierte Missionen, die euch Erfahrungspunkte bringen. Ihr dürft diese sogar auf eure Kampffähigkeiten verteilen, was etwa eure Trefferquote, Feuerrate oder Geschwindigkeit im Raumgefecht verbessert. Darüber hinaus wird es wie in einem Ballerspiel üblich möglich sein, Dinge im Welt aufzusammeln wie Bonusziele, Munition oder Leben. Einen Multiplayer wollen sich die Macher sparen.