Doch auch dieses Rumgefitzel kann den Spielspaß nicht ernsthaft in Gefahr bringen, wenn man sich als Team erst einmal eingespielt hat und jeder die Stärken und Schwächen der Partner kennt.
Online mit Problemen
Wie es sich für EverQuest gehört, darf natürlich auch ein Online-Modus nicht fehlen, der ebenso wie die Offline-Variante ein Abenteuer mit bis zu vier Recken (inkl. Headset-Kommunikation) ermöglicht.
Allerdings ist diese Variante nicht so gelungen, wie man es sich von einer Firma vorstellen würed, die mit Titeln wie Star Wars Galaxies und EverQuest exzellente Online-Erfahrungen sammeln konnte.
Dass ihr vollkommen ohne Zwang, auf euer Team achten zu müssen, durch die Landschaft stapfen könnt, ist eine definitive Stärke des Online-Spiels. Doch sobald auch nur einer der Abenteurer entweder das Gebiet verlässt, mit einem NSC spricht oder in den Shop geht, werden die anderen mitgezogen.
 | Das Inventar ist übersichtlich, aber wie immer viel zu klein, um alles mitschleppen zu können, was fallen gelassen wird. |
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Auch der Im- und Export der Charaktere ist nicht zufrieden stellend gelöst. Seid ihr der Host, steht ihr weniger vor Problemen, da ihr am Punkt eurer Kampagne einsteigt und dementsprechend auch wieder aufhört. Alle anderen müssen jedoch aufpassen, dass sie beim Verlassen des Games nicht ihren alten Spielstand mit dem mittlerweile (hoffentlich) weiter fortgeschrittenen Charakter überschreiben, da auch die gegenwärtige Location mit auf der Speicherkarte festgehalten wird.
Zwar könnt ihr den "Multiplayer"-Charakter auch wieder in eure Soloabenteuer importieren, doch dies wirkt alles unnötig kompliziert.
Doch trotzdem bietet die Online-Option eine willkommene Ergänzung zum Offline-Gemetzel.
 | Die Lavawelt mit ihren Magma-Giganten ist nicht nur sehenswert, sondern bietet mit dem Lava-Truck als einer der wenigen Abschnitte spielerische Neuerungen im Genre. |
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Feuerwerk
Dass die Snowblind Studios ein packendes grafisches Ambiente für das unkomplizierte Hack&Slay-Gameplay schaffen können, haben sie bereits mit Baldur´s Gate Dark Alliance bewiesen.
Doch mit der stark erweiterten Snowblind-Engine, die hier zum Einsatz kommt, haben sie sich selbst übertroffen und stellen systemübergreifend den derzeitigen Genre-Standard: Abwechslungsreiche Umgebungen (z.B. Wälder, Lava, Unterwasserwelten) mit detaillierten Texturen und nicht minder schönen Licht-Effekten stellen einen adäquaten Hintergrund für das simple Gameplay. Allerdings lässt sich nicht verhindern, dass sich in den großen Arealen die Texturen gewissen Wiederholungen gegenüber sehen. Zudem kann es in manchen aufwändigen Umgebungen passieren, dass bei schnellen Drehungen die Texturen mit einiger Verzögerung auf den Polygonen aufpoppen, was den insgesamt immer noch hervorragenden Gesamteindruck etwas abschwächt.
Auch die Animationen der Figuren bieten Kost vom Feinsten und sind sowohl bei eurem Charakter als auch bei den Gegnern ausgefeilt und detailreich. Besonderes Augenmerk verdienen jedoch die pompösen Magie-Effekte und die aufgemotzten Waffen.