The Last Guardian - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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The Last Guardian (Action) von Sony
Mein Freund die Bestie
Action-Adventure
Publisher: Sony
Release:
07.12.2016
Jetzt kaufen
ab 21,08€
Spielinfo Bilder Videos
Mit ICO und Shadow of the Colossus hat Fumito Ueda kreative Spuren hinterlassen, die bis heute prägen. Seine Spiele unterscheiden sich nicht nur aufgrund ihres reduzierten Designs, sondern zeigen auch eine künstlerische Ausdruckskraft, die eindringliche Abenteuer in monumentalen Fantasywelten entstehen lässt. Man fühlt sich wie ein Teil einer uralten Sage. Nach einem Jahrzehnt des Wartens stellt sich die Frage, ob The Last Guardian diese faszinierende Tradition fortführen kann.

Gefangen im Kolosseum

Wie soll ich bloß aus diesem steinernen Kolosseum entkommen? Ich bin umgeben von steilen Felswänden. Aus ein paar hundert Metern dringen Lichtstrahlen durch ein Gitter von der Decke auf den Boden, bilden ein schachbrettartiges Muster im Staub. Aber ich erkenne keine Leiter, keinen Aufgang. Ich schaue mich in der Stille um. Alle Wächter sind tot, ihre Rüstungen liegen verstreut am Boden. Wie Golems erwachten sie plötzlich in ihren Nischen mit einem Glimmen in den Augen und verfolgten mich. Ob ich vielleicht wieder einen ihrer Helme einsetzen muss? Oder habe ich einen Hebel übersehen?

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Es war schon längst abgeschrieben, wartende Fans wurden nur noch müde belächelt, aber am 7. Dezember ist es so weit: The Last Guardian erscheint exklusiv auf der PlayStation 4.
Immerhin bin ich nicht allein, sonst hätten ich keine Chance in diesen uralten, für Riesen in den Fels geschlagenen Fluren und Hallen. Diesmal ist man nicht wie in Shadow of the Colossus der zu allem entschlossene Held mit dem Schwert, der ein Ungetüm nach dem anderen fällt. Oder der tapfere Beschützer eines Mädches wie in ICO. Diesmal ist man einfach nur ein unbewaffneter Junge, der eine Bestie und darin einen Freund findet, wie ihn die Spielewelt nie zuvor gesehen hat.

An einer Mauer schnüffelt Trico. Er sieht aus wie ein Fabelwesen aus einem mittelalterlichen Bestiarium. Er erinnert an Hyäne, Katze und Vogel, hat zwei gestutzte Flügel auf dem Rücken und trägt ein Federkleid. Mein Streicheln hat ihn nach dem Kampf wieder beruhigt. Er scheint diese Steinwächter regelrecht zu hassen, zerfetzt sie voller Wut, ist danach immer so aufgewühlt, dass ich kaum an ihn herankomme. Er
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Ein Jahrzehnt nachdem Shadow of the Colossus auf der PlayStation 2 weltweit begeisterte und auch unser Spiel des Jahres wurde, wird die Handschrift von Fumito Ueda nochmal sichtbar. Schon in ICO wurde seine spezielle Art von Spieldesign deutlich (mehr dazu in diesem Special), das sich auf das Wesentliche beschränkt und in erster Linie das Visuelle erzählen lässt - daran knüpft er an.
ist Raubtier und Gefährte zugleich - selbst ich bin nicht vollkommen sicher. Irgendetwas in dieser Welt mit ihren seltsamen Symbolen und an Myst erinnerenden Apparaten kann ihn in eine Bestie verwandeln. Und vor allem vor diesen Buntglasaugen hat er so eine Angst, dass er sich fauchend zurückzieht.

Der Junge und das Monster

Wir sind eine ungleiche Schicksalsgemeinschaft, die ihre Fähigkeiten vereinen muss, um aus diesem Tal mit seinen labyrinthisch verwobenen Ruinen, Türmen und Burgen zu fliehen. Schon als ich Trico das erste Mal traf, war er furchterregend. Ich bin als kleiner Junge in einer Höhle erwacht, zunächst ohne Erinnerungen. Wie kam ich hierher? Warum war mein Körper voller Tätowierungen? Ich tapste auf Zehenspitzen umher, suchte nach Ausgängen, wollte nur in mein Dorf zurückkehren. Dann erwachte die von Speeren verwundete Bestie, ihre riesigen Augen fixierten mich und ich war froh, dass sie angekettet war. Dieser Respekt vor der Kreatur wurde umso größer, wenn sie wie ein Löwe brüllte.

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Der Junge erwacht in einer Höhle mit der Bestie.
Eines war klar: Was da wie ein Berg aus Federn und Krallen in der Dunkelheit lauerte, war ein Menschen fressendes Fabelwesen namens Trico. Das erfuhr ich von der Stimme eines männlichen Erzählers, dem zum Mann gereiften Jungen, der sein eigenes Abenteuer rückblickend in einer indianisch klingenden Fantasiesprache mit deutschen Untertiteln kommentiert - so entsteht zwischendurch fast eine Art Lagerfeuerstimmung. Und diese Monologe sind zudem eine sehr elegante Methode, um dezente Hinweise sowie Hintergründe zur Spielwelt einzuflechten. Die Story bleibt bis zum Finale ähnlich mysteriös wie jene in ICO oder Shadow of the Colossus, aber gewinnt u.a. durch filmische Rückblicke klare Konturen, so dass viele Fragen beantwortet werden. Bis zum sehr guten Finale entsteht ein Bild von dieser archaischen Kultur.

Kommentare

Stalkingwolf schrieb am
hab es in meinem Urlaub noch mal probiert. habe auch meine Tochter spielen lassen.
Wir hatten beide keinen Bock wirklich lange zu spielen.
War für mich eine herbe Enttäuschung.
Dazu ist meine PS4 Pro bei dem Game extrem laut. Vor allem das Blu-Ray Laufwerk macht extrem viel Krach. Sogar wenn nur die Disk drin ist und nicht mal das Spiel gestartet wurde.
Chibiterasu schrieb am
Hab es auch endlich mal durchgespielt.
Das Spiel könnte wirklich sehr sehr schön sein und ich hatte auch echt großartige sowie rührende Momente damit, aber es zehrt auch ungemein an den Nerven. Man merkt, dass gegen Ende alles etwas holpriger programmiert ist.
Die Kamera und das Vieh werden eher störrischer als gezähmter.
Eigentlich besteht das Spiel zu je einem Viertel aus:
1: schöner Atmosphäre, Musik, den tollen Animationen von Trico zuschauen, Zwischensequenzen (zu oft der gleiche "fangt er mich?" Suspense-Trick), etc.
2: sich oft wiederholenden okayen Rätseln/Kletterpassagen und eher nervigen (das Losstrampeln...) bzw. passiven Kämpfen (wenn Trico umhaut rockt das natürlich trotzdem).
3: sich ärgern über die Kamera und sonstige Steuerung vom Jungen (mühsames Klettern auf Trico..., Fehlsprünge, usw.)
4: Warten auf Trico, dass er endlich das macht, was man von ihm will (war doch einige Male, dass er bei mir überhaupt zwischen zwei Aktionsschleifen festhang). Das hat zu Beginn seinen Charme, weil er dabei auch noch trotzig reagiert. Später glotzt er oft einfach nur dumm ins Leere.
Das ist mir etwas zu wenig für ein Platin-Meisterwerk, auch wenn es mich thematisch und konzeptionell extrem angesprochen hat.
Schade.
Fand am Ende Shadow of the Colossus und auch Ico runder (und die sind in ihrer Urfassung schon holpriger).
Chwanzus Longus schrieb am
ein klasse spiel! total putziges vieh, dieser trico. habs durchgespielt und haette auch gern noch einige stunden laenger mit dem spiel verbracht. einziger negativpunkt ist der, dass sich das programm nach etwa einer stunde spielzeit ?leerlaeuft?, dann scheint trico nicht mehr daran interessiert zu sein raetsel zu loesen oder mitmachen zu wollen. abhilfe schafft ein neustart vom letzten speicherpunkt, und schon kundschaftet trico wieder in der welt umher. ob das ganze extra so gewollt programmiert wurde... keine ahnung. das gefuehl bei gefechten, wenn man den waechtern knapp entkommt, endlich an trico hastig hochklettert, in seinem nacken sitzt und mit ihm auf dem gegnermob herumwuetet!, diesen trico will man einfach streicheln!!! :mrgreen:
unknown_18 schrieb am
Dennoch werden gerade die zwei Budgets oft strickter getrennt und es Publisher Sache. Wo aber die Entwickler selbst ihren vorhandenen Teil vom Budget rein stecken, entscheiden primär dann doch die Entwickler. Wenn es da heißt "wir brauchen mehr Geld für die Grafik", wird halt an anderen Dingen gespart wie eben der KI.
Nuracus schrieb am
Was damit aber Teil des Gesamtbudgets ist.
schrieb am

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