Uncharted 4: A Thief's End - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release:
10.05.2016
Jetzt kaufen
ab 11,28€
Spielinfo Bilder Videos

Ein glückliches Leben

Nathan ist nach dem plötzlichen Wiedersehen also nicht restlos begeistert, aber muss seinem Bruder letztlich helfen. Dabei wollte er keine krummen Dinger mehr drehen; das hat er seiner Frau Elena hoch und heilig versprochen. Mit der Beute vergangener Jahre konnten sich die beiden immerhin ein kleines Zuhause einrichten. Sie schreibt Reiseführer und der Entdecker El Dorados arbeitet als Angestellter eigentlich nur noch legal. Der Regie gelingt es hervorragend, dieses friedliche private Leben abzubilden, indem man Passagen wie einen Tauchauftrag aktiv spielt oder elegant Hinweise auf die etwas turbulentere Vergangenheit des Paares einstreut.

Wenn man in der Rolle von Nathan den Dachboden durchstöbert und dabei Relikte sowie Fotos früherer Abenteuer

Nathan hat Ärger im Knast...
Nathan hat Ärger im Knast...

betrachtet, ist das nicht nur eine Hommage an alte Tage, man fühlt sich auch an Storytelling-Experimente im Stile von Gone Home erinnert. Naughty Dog lässt schon das häusliche Milieu wie ein Gemälde wirken, das man näher betrachten will. Die visuelle Qualität sucht schon in diesen Szenen ihresgleichen: Man schlendert durch die Wohnung, kann ohne Hinweise oder Aufgaben in Ruhe alles ansehen und wundert sich, dass man selbst in einer derart alltäglichen Situation zwischen Schränken, Wäschekörben und Flurfotos stehen bleibt, weil man die Kamera drehen will - vielleicht hab ich ja deshalb so lange bis zum Finale gebraucht.

Wie ein Gemälde

An dieser Stelle ahnt man ja noch nicht, was Naughty Dog in den kommenden sechzehn bis zwanzig Stunden an exotischen Schauplätzen und vor allem Variationen

Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die Landschaft.
Immer wieder gibt es tolle Ausblicke auf die Landschaft.

an Natur, Architektur, Licht sowie Wetter auffährt - von Regen umtosten Berghängen bis hin zu stillen Inselparadiesen im grellen Licht, vom verschneiten Hochland bis hin zu türkisfarbenen Grotten, von halb im Wasser liegenden Palästen bis hin zu klaustrophobischen Katakomben und historischen Schiffwracks. Mal rast man im Jeep durch Schlamm und Wildwasser, mal cruist man im Schnellboot über Korallenriffe an Stränden vorbei - und kann überall halten, tauchen, stöbern. Das ist eine vielfältige und en detail verblüffende visuelle Pracht, die alles übertrifft, was ich bisher in einem Videospiel gesehen habe. Manchmal bestechen Spiele in einem oder zwei Bereichen wie Wetter oder Animationen, Wasser oder Sichtweite, Explosionen oder Mimik. Hier fließt einfach alles zusammen, flüssig und faszinierend. Wenn sich ein Fotomodus für Postkartenmotive in einem Spiel lohnt, dann hier. Man muss auch die Kleinigkeiten erwähnen, wie Fußspuren in Matsch, Sand oder Schnee, nasse oder immer vermatschtere Kleidung, bewegte Gräser bei Kontakt oder all die schnell flüchtenden Vögel oder Raubtiere, darunter exotische Exemplare wie etwa Fossa, die es eben nur in Madagaskar gibt.

Aber das Entscheidende ist: Es geht nicht nur um diese außergewöhnliche technische Brillanz, die Naughty Dog schon

Nicht nur die Beziehung zum Bruder, auch jene zu Nathans Frau wird thematisiert.
Nicht nur die Beziehung zum Bruder, auch jene zu Nathans Frau wird thematisiert.

seit Jahren immer wieder aufs Neue bestätigt, sondern auch um Storytelling. Wenn man sich ein Bier aus dem Kühlschrank schnappt, mit Elena auf der Couch sitzt und aktiv einen Klassiker auf der PlayStation spielen kann, ist das nicht nur eine tolle Hommage an die Vergangenheit der Entwickler: So manch einer dürfte vielleicht seine eigene Beziehung wiedererkennen. Oder zumindest verstehen, warum sich Nathan und Elena lieben, ohne dass sie es aussprechen müssen. Der unverhoffte Kuss aus The Darkness war eine dieser unvergesslichen Szenen, die mich damals beeindruckt haben, weil man gar nicht damit gerechnet hat, dass ein Shooter sich diese Zeit nimmt. Naughty Dog und die Spielewelt haben sich natürlich weiter entwickelt, so dass man sich an subtile Momente und ruhigeres Erzählen gewöhnt hat. Übrigens: Ich "Held" hab Elenas Rekord natürlich nicht gebrochen, worauf sie mir einen leichteren Schwierigkeitsgrad empfiehlt...touché.

Kommentare

VincentValentine schrieb am
Wenn man bedenkt das UC4 aufgrund der Entwicklungsumstände trotzdem noch solch ein hervorragendes Spiel geworden ist, bin ich umso mehr auf TLOU 2 gespannt welches eine normale Entwicklung und genug Zeit haben sollte und nicht neue Ideen wie bei UC4 rausgestrichen werden müssen
muecke-the-lietz schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:38
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
Ich würde es dir empfehlen. Die Open World ist nur ein Kapitel und eher ein offenes Level, und das Spiel hält schon noch einige Überraschungen bereit. Zudem fühlt es sich an manchen Stellen eher wieder wie die Vorgänger an, und ist generell auch ein wenig leichtfüßiger, als das stellenweise recht ernste U4.
Und die Mädels sind in dem Teil auch interessanter, als bei ihren bisherigen Auftritten, können einen Nate aber natürlich nicht ersetzen.
MrLetiso schrieb am
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:09
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted.
Touché! :Blauesauge:
Stalkingwolf schrieb am
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
xKepler-186f schrieb am
MrLetiso hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:35
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:17
Mich hat eher etwas an der Story gestört
SpoilerShow
Und zwar, dass es diesmal keinen übernatürlich Twist gab. Ich hätte am Ende doch gerne gegen verfluchte Piraten gekämpft. Das fand ich schade. Witzig hingegen war, dass in den Dialogen auf genau diese Möglichkeit hingewiesen wurde. Das war charmant.
... und genau das fand ich diesmal sehr gut :lol: Ist eben Geschmackssache. Aber soetwas erwartet man natürlich, wenn man von Indiana Jones kommt. Ich war am Ende dann doch sehr erleichtert.
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted. Muss man fairerweise sagen. Es war aber auch kein Beinbruch :)
schrieb am

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