Uncharted 4: A Thief's End - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release:
10.05.2016
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ab 13,87€
Spielinfo Bilder Videos

Ein Hauch von The Last of Us

Das ist Storytelling auf höchstem Niveau - und das kommt nicht von ungefähr. In diesen ruhigen, mal witzigen, mal ernsten Phasen bemerkt man den Einfluss von Druckman und Straley. Das angenehm reife Darstellen von Beziehungen inklusive Konflikten erinnert an Situationen aus The Last of Us. Sie haben bekanntlich die Regie von Amy Hennig und Justin Richmond übernommen und die ganze Geschichte umgeschrieben. Wir werden nicht genau erfahren, was alles über Bord geworfen wurde, aber das, was inszeniert wird, trägt eine subtilere und ernstere Handschrift, die bisherige Teile eher nicht auszeichnete. Nein, Uncharted 4 kommt hinsichtlich der emotionalen Intensität sowie der Wirkung der Story nicht an The Last of Us heran. Das war auch nicht zu erwarten. Das kann dieses heitere Abenteuer auch gar nicht. Man spürt beim Spielen auch, warum Naughty Dog abschließen will, denn diese Art der modernen Indiana-Jones-Action bietet vielleicht zu wenig Raum für tiefere Interpretationen, für nachhaltigere Erzählungen - aber sie dehnen das schon so weit es geht, ohne zu überdrehen. Man hört es fast knirschen, wenn die Charakterzeichnung gerade an ihre Grenzen kommt. Und das ist auch eine große Leistung!

 Die stillen Wow-Momente steigert Naughty Dog nicht nur in Nathans Zuhause oder im erwähnten Herrenhaus, das wie ein

Auch das Tauchen steht auf dem Programm.
Auch das Tauchen steht auf dem Programm.

Museum der archäologischen Wunder anmutet, sondern auch auf den Straßen und Gassen eines Dorfes in Madagaskar. Das Bergdorf im Himalaya des zweiten Teils gehört immer noch zu den eindrucksvollsten Schauplätzen, die ich bis dato erleben durfte. In Madagaskar demonstrieren sie, wie man einen belebten Markt voller "normaler" Menschen darstellen kann, ohne dass sie wie Statisten wirken - inklusive gewöhnlicher, aber überaus feiner Szenen. Es wird gekocht, gefeilscht, gedöst. Es sind diese Kleinigkeiten, die zum Erkunden einladen. Als ich mich z.B. durch eine Schlange mogeln will, die vor einem Schalter steht, ermahnt mich einer der Wartenden streng; man kann Äpfel kaufen, die einem dann von Kattas stibitzt werden, bevor man am Ende dieses langen Spaziergangs einen riesigen Kirchturm erforschen kann - in Kletterakrobatik pur mit fantastischen Ausblicken auf die Bucht, bevor die Brüder fast alles zum Einsturz bringen. Das Beschauliche fließt ins Spektakuläre.

Verblüffende Begleiter-KI

Erst wenn man in den Statistiken nachsieht, wie viele Fundstücke, aber auch optionale Gespräche oder Tagebuchnotizen man verpasst hat, bekommt man ein Gefühl dafür wie viel offener diese Spielwelt ist als noch in Uncharted 3. Das große Ganze folgt einem klaren Weg, wobei die Story hinsichtlich der archäologischen Spuren sehr bemüht wirkt, aber abseits

Spektakuläre Akrobatik ist ein Merkmal der Reihe.
Spektakuläre Akrobatik ist ein Merkmal der Reihe.

dessen wird "Open World" suggeriert - und das ist manchmal besser als sie tatsächlich bis auf hunderte Quadratkilometer anzubieten. Naughty Dog macht das Riesenfass gar nicht auf, aber man fühlt sich trotzdem so als könnte man darin tauchen. Aber viel beeindruckender als alternative Routen ist das natürliche Verhalten von Sam, wenn man mit ihm an all den atemberaubend inszenierten Schauplätzen unterwegs ist: Seine Reaktionen auf meine Spielweise knüpfen nämlich genau da an, wo die Begleiter-KI in The Last of Us aufhörte. Und das ist cool.

Das was Joel und Ellie dort in Ansätzen zeigten, wird hier weiterentwickelt. Sam kämpft ja nicht nur alleine, sondern kommentiert meine Aktionen, er sucht selbst nach Wegen oder Kletterpunkten, hilft mir bei oder bietet selbst eine Räuberleiter an, weist mich auf mögliche Ziele hin. Das ist natürlich eine wunderbar subtile Art der Hilfe, aber vor allem eine angenehme Form des kooperativen Spiels und des indirekten Storytellings.

wefewf
Kann sich Nathan lautlos einschleichen?

Natürlich hat all das seine Grenzen, vieles ist vorgegeben und man vermisst an einigen Stellen noch mehr emotionales Feedback. Aber man fühlt sich wirklich so, als würde man mit einem eigenständig agierenden Charakter unterwegs sein. Auch die anderen Begleiter fügen sich nicht nur angesichts der Dialogführung glaubwürdig ein. Sie wirken auch deshalb nicht wie Fremdkörper in tollen Kulissen, weil sie dank Motion Capturing sowie lebendiger Mimik als harmonische Teile in ihr aufgehen. Ihr könnt übrigens komplett auf Deutsch spielen oder auf das englische Original umschalten. Mir gefällt die Lokalisierung allerdings gut.

Kommentare

VincentValentine schrieb am
Wenn man bedenkt das UC4 aufgrund der Entwicklungsumstände trotzdem noch solch ein hervorragendes Spiel geworden ist, bin ich umso mehr auf TLOU 2 gespannt welches eine normale Entwicklung und genug Zeit haben sollte und nicht neue Ideen wie bei UC4 rausgestrichen werden müssen
muecke-the-lietz schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:38
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
Ich würde es dir empfehlen. Die Open World ist nur ein Kapitel und eher ein offenes Level, und das Spiel hält schon noch einige Überraschungen bereit. Zudem fühlt es sich an manchen Stellen eher wieder wie die Vorgänger an, und ist generell auch ein wenig leichtfüßiger, als das stellenweise recht ernste U4.
Und die Mädels sind in dem Teil auch interessanter, als bei ihren bisherigen Auftritten, können einen Nate aber natürlich nicht ersetzen.
MrLetiso schrieb am
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:09
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted.
Touché! :Blauesauge:
Stalkingwolf schrieb am
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
xKepler-186f schrieb am
MrLetiso hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:35
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:17
Mich hat eher etwas an der Story gestört
SpoilerShow
Und zwar, dass es diesmal keinen übernatürlich Twist gab. Ich hätte am Ende doch gerne gegen verfluchte Piraten gekämpft. Das fand ich schade. Witzig hingegen war, dass in den Dialogen auf genau diese Möglichkeit hingewiesen wurde. Das war charmant.
... und genau das fand ich diesmal sehr gut :lol: Ist eben Geschmackssache. Aber soetwas erwartet man natürlich, wenn man von Indiana Jones kommt. Ich war am Ende dann doch sehr erleichtert.
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted. Muss man fairerweise sagen. Es war aber auch kein Beinbruch :)
schrieb am

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