Final Fantasy 7 Remake - Test, Rollenspiel, PlayStation 4

 

Test: Final Fantasy 7 Remake (Rollenspiel)

von Benjamin Schmädig



Final Fantasy 7 Remake: Die modernisierte Rollenspiel-Saga
Das Remake des Jahres?
Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
10.04.2020
Spielinfo Bilder Videos

Final Fantasy 7! Mit kaum einem anderen Abenteuer verbindet ein Großteil der Spieler dermaßen starke Erinnerungen. Und es ist durchaus bemerkenswert, dass sich Square Enix daran wagt, ausgerechnet diesen Teil neu aufzulegen. Immerhin kann ein Remake, das solch hohe Ansprüche erfüllen muss, auch in unserem Test mehr falsch machen als alles andere. Gut deshalb, dass mit Tetsuya Nomura ein Regisseur am Steuer sitzt, der bereits Charakterdesign und Szenario des Originals entwarf und den Nachfolger Advent Children verfilmte. Wobei: Gerade das glänzte nicht gerade mit einer packenden Erzählung...



Spoiler und Erwartungen

Bevor ich vollends in den Text einsteige, will ich zwei wichtige Bemerkungen anbringen. Zum einen liegt mir nichts daran, das Remake als emotionales Bauchpinseln aufzunehmen. Natürlich sind Vergleiche mit dem Original unvermeidbar und logischerweise weckt ein Final Fantasy 7 ganz bestimmte Erwartungen. Vor allem aber muss auch dieser Titel für sich genommen bestehen, sprich aktuellen Vergleichen standhalten. So habe ich es gespielt und so wird auch dieser Test geschrieben sein. Ich gehöre nicht zu jener Sorte Mensch, die aus den Latschen kippt, nur weil bekannte Figuren und Ereignisse überhaupt mal wieder zu sehen sind – umso mehr freue ich mich über neue Erfahrungen, Einsichten sowie clevere Ideen. Und all das findet man hier!

Zum anderen ist unser Test praktisch spoilerfrei. Szenario und Figuren werden selbstverständlich ebenso beschrieben wie einige Schauplätze und Ereignisse. Zentrale Entwicklungen oder Ergänzungen der ursprünglichen Geschichte bleiben in ihren Details jedoch unter Verschluss. Nur dass es sie gibt, muss freilich erwähnt werden, nachdem Square Enix das ja im Vorfeld schon getan hatte.

„Sephiroth!“

Da sind sie also. Können Cloud und seine Begleiter heute noch so begeistern wie vor über 20 Jahren?
Da sind sie also: Nach über 20 Jahren kehren Cloud und seine Freunde auf die PlayStation zurück.
Endlich also: Final Fantasy 7. Wenn ich an dieser Stelle Musik einbinden könnte, würde eine der Melodien zu hören sein, die zu den bekanntesten der Spielehistorie überhaupt zählen. Nicht ohne Grund gehören Nobuo Uematsus One-Winged Angel und andere Stücke zu den am häufigsten arrangierten ihrer Art. Und wie gut sie in dieses Remake eingearbeitet wurden! Logisch, sie sind ja untrennbar mit dem Spiel verbunden. Nicht erwartet hatte ich allerdings, wie klasse die Komponisten und Arrangeure mit ihnen arbeiten; sie zum Teil erst andeuten, um viel später erst das ganze Orchester aufzufahren oder sie auf ungewöhnliche Art zu interpretieren. Teilweise passt sich die Musik dabei dem Geschehen an, was ihr eine moderne Dynamik verleiht. Hatte ich im Vorfeld noch Bedenken, dass mir besonders das Kampfthema schnell zu viel des Guten sein könnte, habe ich inzwischen gar das sieben CDs starke Album bestellt.

Vom SOLDAT zum Rebellen

Warum ich mit dem Soundtrack beginne, anstatt das Spiel zu beschreiben? Weil es die Musik war, die mich von Anfang an begeistert hat und es auch 55 Stunden später noch tut – lange vor dem eigentlichen Abenteuer. Das hatte es nämlich nicht ganz so leicht, im Gegenteil sogar. Was nicht daran liegt, dass Final Fantasy 7 immer noch ein sehr geradliniges Rollenspiel ohne offene Welt ist. Und was noch weniger damit zu tun hat, dass Square Enix damals wie heute auf ein Kampfsystem setzt, das Rundentaktik mit Echtzeit vereint. Dabei spielt es sehr wohl eine Rolle, dass eine offene Welt dem Kämpfen womöglich gutgetan hätte, aber dazu später mehr.

Kommentare

Some Guy schrieb am
Varothen hat geschrieben: ?
29.05.2020 21:21
@Some Guy: schön das dir das Spiel genauso gefallen hat wie mir. Besonders, da du ja den originalen Teil nicht kennst hat es mich gefreut, dass auch "Neulinge" gefallen am Remake finden :)
Doch doch, gespielt und gemocht. Hab das Spiel aber erst relativ spät nachgeholt, das war für mich also nicht das goldene Nostalgiespiel, mit dem ich groß geworden bin und groß Emotionen verbinde ;). Habe also schon die ein oder andere Sache wiedererkannt und war noch grob mit den Charakteren vertraut. Wie das für einen kompletten Neuling ist kann ich also auch nicht sagen.
Varothen schrieb am
Some Guy hat geschrieben: ?
27.05.2020 09:35
Der ausschlaggebende Punkt ist für mich VOR dem Abspann. Wenn der erstmal läuft habe ich keine Lust mehr auf irgendwelche Challenges, das sind so Dinge die ich vor dem Finale dann nochmal vorbereitend machen möchte - nach der Hauptgeschichte ist die Luft immer für mich raus. Der Schwierigkeitsgrad ist ja erst aktiviert, nachdem man durch ist. Der Simulator hatte da nur irgendwelche mittelschweren Challenges vor dem Finale, die keine nennenswerte Herausforderung waren. Sowas hätte wunderbar in die letzte Reihe von Nebenquests vor dem "point of no return" gepasst.
Geht mir genauso. Ich spiele Spiele auch nicht mehr wenn ich sie 1x durch hab, dafür hab ich viel zu viele andere Spiele rumliegen. Ist halt nicht jedermanns Sache nach dem Ende noch das Spiel bis auf das Letzte rauszuquetschen (schön für die wos mögen, aber mag nicht jeder).
@Some Guy: schön das dir das Spiel genauso gefallen hat wie mir. Besonders, da du ja den originalen Teil nicht kennst hat es mich gefreut, dass auch "Neulinge" gefallen am Remake finden :)
Ryan2k6 schrieb am
@Vincent
Spoiler
Show
Man kann Bahamut doch im ersten Durchgang bekämpfen? Dauert halt nur lange die Materia zu maxen ohne Triple AP
Some Guy hat geschrieben: ?
27.05.2020 12:00
VincentValentine hat geschrieben: ?
27.05.2020 10:56
ich Idiot hab sogar...
Habe da eher was im Stile von "Es gibt da noch dieses Geheimlabor, geh da mal hin wenn du eine Herausforderung willst" gedacht.
Bin mir nicht sicher ob du es weißt, daher die Info, es gibt in dem Labor in der Tat noch eine Herausforderung.
Some Guy schrieb am
VincentValentine hat geschrieben: ?
27.05.2020 10:56
ich Idiot hab sogar...
Same here...nichts dergleichen gesehen. Vermutlich hängt das alles mit dem Intel zusammen? War dann für mich leider zu kryptisch und ich vermeide generell Quests die eher wie Achievements wirken. Gut, dann fehlten vielleicht nicht die Herausforderungen, aber man hat sie nicht gerade intuitiv erreicht :). Habe da eher was im Stile von "Es gibt da noch dieses Geheimlabor, geh da mal hin wenn du eine Herausforderung willst" gedacht. Wenn ich so lese was da an HP-Werten empfohlen werden vielleicht auch besser so, bei mir waren alle Charaktere irgendwo im 3k Bereich außer einer und ich habe nie das Bedürfnis gehabt, das irgendwie hoch zu pushen. Die anderen Kämpfe machten immer eher den Eindruck als wäre es ratsamer die Attacken zu pushen um schneller durch Phasen zu kommen, meist hatten die Gegner immer konstanten moderaten Schaden gemacht oder hatten eine super duper mega Attacke nach der man dann halt eine Phönixfeder einsetzt :D. Merke ich mir mal für den nächsten Teil mit den HP.
VincentValentine schrieb am
ich Idiot hab sogar
Spoiler
Show
Leviathan
verpasst in meinem ersten Durchgang, wurde mir garnicht angezeigt obwohl ich mindestens 15 der Intel Missionen abgeschlossen hatte.
Hoffe in Zukunft,
Spoiler
Show
dass man solche Beschwörungen wie Bahamut im ersten Durchgang erlangen kann
schrieb am