Death Stranding - Test, Action, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Kojima Productions
Publisher: Sony
Release:
Q2 2020
08.11.2019
Jetzt kaufen
ab 56,90€
Spielinfo Bilder Videos
Kampf gegen den Tod
 
Der Kampf gegen die GDs ist deutlich unheimlicher und fordernder: Ihre Richtung wird zwar über Sams zitternden Satelliten angekündigt und über BB werden sie sichtbar gemacht, aber gerade zu Beginn kann man ihnen nur ausweichen, indem man sich duckt und in ihrer Nähe die Luft anhält – nur kann man das nicht endlos, sonst wird man bewusstlos! Schon bald hat man aber betäubende und verwirrende Wurfgeschosse aus seiner Körperflüssigkeit zur Verfügung, die man gezielt und weit auf sie werfen kann. Noch besser wird es mit den Blutgranaten, die die GDs sogar zerstören können oder mit dem Gewehr, das direkt Sams Blut anzapft und noch verheerender wirkt – nutzt man zu viel davon, droht man selbst bewusstlos zu werden. Besonders effizient ist wiederum die Kombo aus Blutgranaten und echten Waffen: Denn wenn Projektile aus einem konventionellen Sturmgewehr durch den Blutnebel eines getroffenen GDs rasen, werden sie quasi aufgeladen.
 
Aber trotz dieser Waffen kann man angesichts der Überzahl oder im verwinkelten Gelände von ihnen gepackt werden. Ihre schwarzen Partikeltentakel suchen nach einem und bei einer Ortung rasen sie wie Maulwürfe durch die Erde auf einen zu, packen einen und versuchen Sam in den schwarzen Untergrund zu ziehen. Dann muss er sie mehrmals abschütteln und das Gleichgewicht halten, während er nur langsam vorwärts staken kann und meist seine Fracht verliert. Das sind unheimlich gut inszenierte Kampfsituationen, die aber nochmal übertroffen werden, wenn Bosse nahen. Dann hat man das Gefühl, dass die Welt in einem Meer aus Pech und unwirklicher Architektur versinkt, aus dem meist eine fauchende Monstrosität auftaucht, die mal wie ein mutiertes Biest und mal wie eine Cthulhu-Gottheit aussieht. Das sind apokalyptisch anmutende Gefechte, in denen man richtig Panik bekommt! Da muss man auch mal eine Pause machen. Wie beim Lesen dieses Tests: Habt ihr zwischendurch mal was getrunken?
 
Privates Quartier zum Ausruhen
 
Das kann passieren...raus aus dem Truck und alles schleppen.
Das kann passieren...raus aus dem Truck und alles schleppen.
Sam verfügt über ein privates Quartier samt Bett, Dusche und WC (sitzend oder stehend mit anderen Auswirkungen), die er alle aktiv nutzen kann – dann wird automatisch etwas aus seinen Körperflüssigkeiten hergestellt, das in seinem privaten Spind landet. Gerade in diesen Szenen nach dem Aufwachen wirkt Sam trotz seiner Entwicklung hin zum legendären Meister-Boten immer wie ein Gefangener, zumal sein digitales Hilfsmittel nicht Smartphone heißt, sondern tatsächlich Handschellen – und die sind ja an seinem Handgelenk befestigt, wenn er schläft.
 
Diese unterirdische Basis, die ihm an jedem größeren Stützpunkt zur Verfügung steht, ist klasse designt und entwickelt sich parallel zu Story, Spielwelt und Spielmechanik, sowohl visuell als auch funktionell: Je nachdem welche Gegner man trifft und welche Ausrüstung man gewinnt, landen z.B. weitere Plastikminiaturen, Anzüge oder Waffen in Regalen und Schränken. Überflüssig wirkt allerdings das Produkt-Placement - darauf hätte man verzichten können. Auf dem Tisch hat man zunächst Cap, Brille und Energy Drinks, aber wenn man Bier erfolgreich von A nach B transportiert, kann man sich ein, zwei oder mehr Pils aus der Dose gönnen. Hat Alkohol auch Auswirkungen? Natürlich. An einer Karte kann man in aller Ruhe die Aufträge, Mails und Interviews lesen oder sich irgendwann an einen Ort teleportieren. Aber Vorsicht: Die Fracht kommt nicht mit! Man landet also ohne Auftragspakete in der anderen Station. Auch der private Spind wird nicht übertragen, so dass man quasi mehrere Depots anlegen kann.

Kommentare

Xris schrieb am
Mich stört der Monster Energy Drink nicht. Finde nur bedenklich das er quasi als Heilung/Erfrischung des Protagonisten dient. Einem nicht sehr aufgeklärten Publikum...
Ich hab mir übrigens neulich mal einen Monster gegönnt. Dachte es unterstreicht vll noch ein wenig die Atmo beim Spielen. :lol: schmeckt scheiße. Ich bleibe bei eiskaltem Red Bull. Letzteres trinke ich tatsächlich gerne mal. Selten. Und nur weil es mir schmeckt.
Gesichtselfmeter schrieb am
Episode 7, lol. Wenn man denkt, Kojima hätte seinen Zenit an Abgedrehtheit irgendwo in der MG-Saga erreicht.
Diese Ideen...
Spoiler
Show
das Heartmans Fall von einem aufblasbaren Gummiboden sanft gebremst wird, dass man 3 Minuten wartet bis er sich von seinem Herztod erholt, oder das Sam beim rausgehen auf dem Grammophon scratched. Überhaupt die ganze Hintergrundgeschichte...
, ich kann nicht mehr :mrgreen:
Kojima könnte Tetris mit Zwischensequenzen machen und ich würde ihn feiern :lol:
Ich weiß nicht, was alle mit den Bosskämpfen haben...es kann und soll nicht alles Dark Souls sein. Und kaum ein Open-World Game, FPS oder TPS haben gescheite Bosskämpfe. Weder Gears, Halo, Uncharted, etc.
Metal Gear Bosse waren von der Inszenierung immer genial, aber selten spassig vom Gameplay...das waren eher clevere "Puzzle".
In Death Stranding finde ich die Ideen was Boss-Kämpfe im weitesten Sinne angeht bislang durchweg genial und frisch.
Bin jetzt in Episode 8 und
Spoiler
Show
die beiden Clifford-Begegnunen fand ich bislang spitze allein wegen der ganzen Atmosphäre.
Der Part in WWII war sogar spielerisch super-geil, das war wie plötzlich eine Battlefield Map solo gegen Skelett-Soldaten-Bots zu spielen...in einem DHL-Simulator!!! Die BTs werden auch immer krasser...wenn Du plötzlich zwei von den Tentakel-Löwen gegenüberstehst, ist Flucht doch die bessere Wahl. Die Teer-Typen am Boden haben jetzt auch neue Tricks auf Lager.
Grafisch zieht das Spiel stellenweise locker an Red Dead 2 vorbei. Bester Schneesturm in einem Videospiel und erst die
Spoiler
Show
Superzelle am Himmel
, Hammer.
Gebt dem Mann alle GOTY-Awards und den Hatern ausreichend Salzstangen. :lol:
DONFRANCIS93 schrieb am
Ich habe das Spiel nach knapp 80 Stunden endlich beendet und muss das Ganze erstmal sacken lassen.
Trotzdem erstmal eine Review, die im Laufe der nächsten Tage erweitert wird.
Für mich auf jeden Fall mit großem Abstand die einzigartigste Spielerfahrung dieser Konsolengeneration. Ich bin kein Fan von super langsamen Spielen, aber auch kein Actionfan à la CoD. Ein SotC habe ich geliebt. Ein RDR2 hat mich zum Beispiel eher enttäuscht. Diese erzwungene Verlangsamung des schon gemächlichen Spieltempos in bestimmten Situationen fand ich damals einfach nervig (z.B. Lager). Also ich bin ich eigentlich nicht der Gamer für diese Art von Spiel.
Hier hatte ich das Problem erstaunlicherweise aber (fast) gar nicht, da das Tempo über die 80 Stunden größtenteils gleich blieb.
Ich versuche zwar Spoilerfrei zu bleiben, packe sicherheitshalber aber alles hinter Spoilerzeichen
Spoiler
Show
Positive Aspekte:
- Das Gameplay ist erstaunlich spaßig, präzise und breit gefächert. Mir fällt kein Spiel ein, dass über so eine lange Spielzeit stetig neue Gameplayaspekte bietet und diese sinnvoll und spaßig einbindet (z.B. die Zipline).
- Die Steuerung von Sam ist extrem präzise, komplex und simpel zu gleich. Das balancieren macht Spaß und man muss L2/R2 nicht dauerhaft gedrückt halten
- Auch die allgemeine Konzeption ist so genial, wie simpel. Die Openworld ist dein Feind, den du erstmal bezwingen musst. Je mehr Zeit man in dieser Welt verbringt, desto mehr wird sie zum Spielplatz, man muss sie aber trotzdem respektieren.
Es ist schon irgendwie ironisch, dass viele Spieler, die das Spiel noch nie gespielt haben, es als schlechteste Form des Openworldkonzepts beschrieben haben (Wandersimulator), obwohl DS eigentlich das einzige Spiel ist, welches das Spielkonzept "Openworld" am meisten respektiert und gekonnt einsetzt. Die meist leere und mysteröse Welt ist der Star in diesem Spiel, während die OW in vielen anderen Spielen einfach nur als Deko dient.
- Story ist fantastisch. Anfangs sehr...
Danilot schrieb am
Zurück zum Game:
Jetzt im Endgame merke ich erst, weil ich die Gebiete vorher nicht so intensiv abgegrast habe, was da alles an Gameplayideen und Gimmicks noch drin steckt.
Es ist schon krass, was man da alles freispielen kann:
Spoiler
Show
Ein Mundharmonika für die Rast, den Bridget-Transporter für schwere Lasten, und der fährt fast überall drüber, oder eine Gun zum Ranziehen von rumliegenden Paketen. Die Pakete kommen dann auf Sam zugeschnellt und er muss sie in der Luft auffangen (mit L2/R2). Die Dinger benutzen auch die MULES.
Man kann mit den friedlichen Boten Fracht tauschen, wenn man etwas in der Hand hat und es ihnen hinstellt.
Man kann den eigenen Rucksack färben und erweitern mit zusätzlichen Taschen, die man frei herstellen und auf dem Rucksack anordnen kann. Und schon sind 5 Granatenboxen in kleinen Rucksacktaschen untergebracht und auf dem Rucksack ist wieder mehr Platz. Und das kommt so nebensächlich ins Spiel wie damals der Waffenkonstrukteur in MGS5.
Nichts davon muss man entdecken oder nutzen, aber es macht Laune.
Es gibt diverse weitere Chiralium beschichtete Hilfsmittel, welche man geschenkt bekommen kann. Eine deutlich stärkere GD-Gun (bin schon auf die Stufe 3 Variante gespannt).
Der Straßenbau wird mit dem Laster echt easy und im ersten Gebiet kann man die gesamte Karte mit den Seilbahnen verbinden, was noch zügigere Reisen ergibt als das Auto-/Motoradfahren (aber nicht so viel Spaß macht).
Überhaupt gibt es diverse weitere Prepper zu entdecken. Ja...also da scheint noch einiges zu kommen... o.O
Doc Angelo schrieb am
George Orwell42 hat geschrieben: ?
Gestern 23:03
Die Frage ist doch, ist das hier klassische Werbung/PP?
Ja. Es ist ganz normale Werbung.
George Orwell42 hat geschrieben: ?
Gestern 23:03
Ich finde es daher nicht verwunderlich wenn jemand gerne seine Lieblingsmarken in seinen Spielen sieht.
Ich kann nur erahnen, wie groß der Umsatz von diesem Drink durch die Decke geht, wenn die Leute glauben, das Kojima selbst das Zeug trinkt.
schrieb am

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