Code Vein - Test, Rollenspiel, PlayStation 4 - 4Players.de

 

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Action-Rollenspiel
Release:
27.09.2019
27.09.2019
27.09.2019
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Zu viel des Guten

Hin und wieder gibt es sogar Stellen, an denen hordenweise Feinde aus dem Nichts auftauchen und auf einen losstürmen. Ein eigentlich unnötiges Gemetzel, für welches das eher taktische Kampfsystem so rein gar nicht geeignet ist und entsprechend nervt oder auch frustriert. Der nicht anpassbare Schwierigkeitsgrad ist, wie es sich für ein Souls-like gehört, eher gehoben, d. h. Fehler werden gnadenlos bestraft, das Ausnutzen von Schwachstellen belohnt. Das setzt natürlich viel Trial-&-Error voraus, während die Spielbalance mitunter ziemliche Kapriolen schlägt. Zudem muss man sich individuelle Stärken und Schwächen allesamt merken, da es kein Gegner-Kompendium o. ä. zum Nachschlagen gibt.

Online kann man sich über Notsignale der Partie eines anderen Spielers anschließen.
Online kann man sich über Notsignale der Partie eines anderen Spielers anschließen.

Neben Widerständen gegen Schlitz-, Durchbohr- und Schmetterattacken gibt es auch elementare Resistenzen gegen Feuer-, Eis-, Blitz- und Blutangriffe sowie Anfälligkeiten für diverse Statusleiden, wie Vergiftung, Lähmung oder Verlangsamung. Wer sich trotzdem unterfordert fühlt, kann seinen aus immer mehr Gefolgsleuten wählbaren KI-Partner auch im Hauptquartier zurücklassen. Wer zusätzliche Unterstützung braucht, kann hingegen einen Online-Notruf à la Monster Hunter: World absetzen und auf die Hilfe eines zweiten Spielers warten, um als Trio zu agieren. Eine Möglichkeit zwischen verschiedenen Notrufsignalen zu wählen, bevorzugte Matchmaking-Optionen festzulegen oder sich mit bestimmten Personen zu treffen, gibt es aber leider nicht.

Zudem können Gastspieler weder auf bereits erworbene Heilungs-Upgrades, noch auf Misteln zugreifen, die neben ihrer Funktion als Speicher- und Schnellreisepunkte auch Stufenaufstiege, Talentfreischaltungen und das Nachfüllen von Verbrauchsgegenständen erlauben. Da kommt man sich schnell wie ein Helfer zweiter Klasse vor. Schön ist hingegen, dass selbst die KI-Begleiter sehr redselig sind und ähnlich wie z. B. in Dragon's Dogma Aktionen kommentieren, auf Gefahren hinweisen oder auf Besonderheiten aufmerksam machen. Selbst Wiederbelebungen sind im Rahmen vorgegebener Abklingzeiten möglich.

Wertvolle Beute

Mit erbeutetem Dunst kann man nicht nur einkaufen und Stufenaufstiege erwirken, sondern auch neue Fähigkeiten und Talente für seine Blutcodierungen (Charakterklassen) freischalten.
Mit erbeutetem Dunst kann man nicht nur einkaufen und Stufenaufstiege erwirken, sondern auch neue Fähigkeiten und Talente für seine Blutcodierungen (Charakterklassen) freischalten.

Segnen Spieler und Begleiter gemeinsam das Zeitliche, werden sie an der zuletzt besuchten Mistel wiederbelebt, verlieren aber all ihren erbeuteten Dunst, der als eine Art Universalwährung sowohl für Einkäufe, Skill-Freischaltungen und Ausrüstungs-Upgrades als auch Stufenaufstiege eingesetzt werden kann. Der verlorene Dunst kann allerdings ähnlich wie in Dark Souls und Co. am Ort des Ablebens wiedererlangt werden. Es sei denn, man stirbt bereits früher, wodurch ein neues Dunstpaket zurückbleibt und das alte ersetzt.

Neben Verbesserungen der Charakterstufe, die aber nur sehr geringe Anstiege bringen, lassen sich auch Anzahl und Stärke von Heilungen dauerhaft erhöhen. Ichor-Upgrades halten hingegen immer nur bis zum nächsten Mistelkontakt, der nicht nur die maximale Anzahl an vorrätigen Heilungen, sondern auch alle besiegten Gegner wiederherstellt. Was einem aktuell wichtiger ist, muss man eben abwägen. Das Gegnerdesign ist mitunter angenehm bizarr, die Spielwelt hingegen eher generisch und steril.

Kommentare

VaniKa schrieb am
LePie hat geschrieben: ?
09.10.2019 03:39
Evtl. auch mal in Demon Slayer / Kimetsu no Yaiba reingeschaut?
Danke für den Tipp. Leider finde ich das weder bei Netflix, noch bei Amazon Prime. Na ja, gibt sicher genug andere Sachen. :)
LePie schrieb am
VaniKa hat geschrieben: ?
08.10.2019 23:18
Was Code Vein auch geschafft hat, ist meine Lust auf Anime etwas zu wecken. Schaue daher gerade Attack on Titan und wäre das Spiel dazu (Teil 2) nicht so verdammt teuer, hätte ich wohl schon zugeschlagen.
Evtl. auch mal in Demon Slayer / Kimetsu no Yaiba reingeschaut? Das ist nämlich von Ufotable, d.h. demselben Studio, welches u.a. auch das Anime-Intro von Code Vein produziert hat.
(Passenderweise hat genau dasselbe Studio vor einigen Jahren auch eine Serie zu God Eater rausgebracht und für die God Eater Spiele einige Cutscenes beigesteuert.)
VaniKa schrieb am
@papapischu: Code Vein und The Surge 2 sind halt sehr unterschiedliche Spiele. Ich würde von allen 3D-Soulslikes Code Vein auch am äußersten Rand einordnen. Es ist halt nicht so auf Schwierigkeit getrimmt. Man kommt ziemlich fluffig durch und es ist sehr storygetrieben. Ich fand es richtig gut und nachdem ich es durch habe, spiele ich nun The Surge 2, bei dem man viel methodischer und langsamer vorgehen muss (was aber eben auch nerven kann). Das eine schließt das andere also nicht aus. Ich fand tatsächlich die Level sehr stimmig in Code Vein und die Grafik trotz objektiver Mängel doch durchaus ansehnlich. Das Gesamtbild hat überzeugt. Ich hoffe, dass sie noch Content nachliefern und irgwann mal ein Nachfolger kommt. Was Code Vein auch geschafft hat, ist meine Lust auf Anime etwas zu wecken. Schaue daher gerade Attack on Titan und wäre das Spiel dazu (Teil 2) nicht so verdammt teuer, hätte ich wohl schon zugeschlagen. Also Code Vein hat mich die 50 Stunden echt gut unterhalten, ähnlich lange wie Greedfall zuvor, ohne dass ich anders als in The Surge 2 gezielt Zeit mit Grinding verbringen musste.
Handwerklich ist das Kampfsystem von The Surge 2 allerdings richtig gut. Bei Code Vein hat mich immer wieder gestört, dass man einmal gestartete Aktionen nicht mehr abbrechen konnte. Dadurch hab ich viele unnötige Treffer kassiert. Bei The Surge 2 (hab den Vorgänger nicht gespielt) fiel mir gleich positiv auf, dass ich meinen Ansatz zum Sprung auch rechtzeitig abbrechen und ausweichen konnte. So macht natürlich jeder einzelne Kampf richtig Spaß. Bei Code Vein ist der Kampf weniger ausgearbeitet, dafür verdrischt man die Monster wesentlich schneller. Es ist halt eher ein "Soulslite", was aber nicht schlecht sein muss. Es kann auch Absicht sein, dass einmal Gestartetes auch durchgezogen werden muss. Muss man halt besser das Gegnerverhalten vorausahnen.
papapischu schrieb am
Schade habe mich so auf dieses Spiel gefreut aber die Kollisionsabfrage ist eine Zumutung. Die Grafik ist auf Niveau der PS3, ok die From-Softwaretitel außer Sekiro toppen auch nicht mit Grafik und Flüssigkeit aber eine so Sterile Welt habe ich selten gesehen. Der Protagonist bleibt stumm und die Begleiter sind viel zu stark. Schade mehr als 60 Prozent hätte das Spiel von mir nicht bekommen. Wenn man das Game mit der Surge 1 und Surge 2 vergleicht, geht es komplett unter. The Surge 2 ist ein wahres fun Spiel, hier will ich nach einer halben Stunde immer das Spiel weglegen. Sonst stimme ich mit diesem guten Test komplett zu. Nur die Bewertung ist mir zu hoch. Es hätte mit einem halben Jahr mehr Entwicklung noch was werden können. Gott sei Dank ist Greedfall und the Surge 2 erschienen, da gibt es mehr als genug zu tun. Danke für den guten Test.
Tyrantino schrieb am
Todesglubsch hat geschrieben: ?
08.10.2019 15:04
Tyrantino hat geschrieben: ?
08.10.2019 14:57
Oha hier postet mal wieder jemand was zu einem Thema, von dem er ne Meeeeeeeeeeeeeeeeeeenge Ahnung hat. Nicht :!:
Na dann erklärs doch besser.
Selbst wenn man den jungen Kratos aus den PS2-Teilen nimmt, hat man hier keinen "schützenswerten" Charakter. Auch die nackten Frauen dort (deren Sexszene damals z.T. übrigens durchaus kritisiert oder zumindest als überflüssig betrachtet wurde) sind sichtlich volljährig und, viel wichtiger, zum Setting passend.
Seufz, wieso mach ich mir überhaupt die Mühe, mich vor nem Troll zu rechtfertigen.
Achso jetzt bin ich ein Troll weil ich dich kritisiere? Wie alt bist du? Du hast ziemlich undifferenziert geantwortet und das ganze God of War Universum nur auf den letzten Teil reduziert um deine Meinung duchzuboxen. Mit dieser Antwort hast du das jetzt behoben also wäre alles gut, würdest du nicht direkt wie ein kleines Kind rumheulen :roll:
schrieb am

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