Call of Duty: Modern Warfare - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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Call of Duty: Modern Warfare (Shooter) von Activision
Krieg ist schlimm. Und spaßig.
Military-Shooter
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision
Release:
25.10.2019
25.10.2019
25.10.2019
Alias: Modern Warfare
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Spielinfo Bilder Videos
Serieninnovator Infinity Ward will es nochmal wissen: In der schlicht Call of Duty: Modern Warfare betitelten Reboot-Episode fahren die Amerikaner viele dicke Geschütze auf. Krasser Story-Modus, neue Mehrspieler-Varianten, anstrengende Koop-Einsätze. Und technisch hat sich auch einiges getan. Bekommen wir am Ende das beste Call of Duty seit Jahren?

Auf nach Urzikstan

Urzikstan kennt ihr nicht? Wir auch nicht. Aber offenbar hielten es die Entwickler für eine gute Idee, einen Krisenstaat in der Kaukasusregion zu erfinden, in dem ein Großteil des Spiels stattfinden kann. Passend dazu bekommt man es dort mit Al-Qatala zu tun, einer ebenfalls fiktiven, terroristischen Vereinigung. Gleichzeitig gibt es aber Anschläge in London und wahnsinnig viele böse Russen, die mitmischen - eine seltsame Melange. Nichtsdestoweniger gelingt es Call of Duty: Modern Warfare als einem der wenigen Spiele, zumindest in Grundzügen aufzuzeigen, wie moderner Terror entstehen kann. Wenn nämlich von Giftgas und Massenerschießungen gepeinigte Zivilisten erst zu Widerstandskämpfern und später zu Feinden der westlichen Welt werden - Parallelen zu Irak und Afghanistan sind offensichtlich.

 

Call of Duty: Modern Warfare ist kein Antikriegsspiel - aber es zeigt bisher so deutlich wie kaum ein anderes Game, wie dreckig es den Menschen in Kriegsgebieten geht.
Call of Duty: Modern Warfare ist kein Antikriegsspiel - aber es zeigt bisher so deutlich wie kaum ein anderes Game, wie dreckig es den Menschen in Kriegsgebieten geht.
Zudem zeigt das neue Modern Warfare die Gewalt, die Toten und das Leid in einem solchen Krisen- oder besser Kriegsgebiet sehr deutlich. Bisweilen plakativ, vielleicht sogar voyeuristisch - aber auch ohne Schönfärberei. Zum Beispiel flieht man in einer Szene aus einer Kleinstadt über einen Spielsplatz. Unterhalb eines Wandgraffitis mit Fußball spielenden Kindern liegt die Leiche eines Jungen und starrt den einen aus toten Augen an. Andernorts sieht man beim Anschlag in London und der anschließenden Erstürmung eines Hauses, wie Zivilisten ums Leben kommen oder sich zu Tode erschrocken vor den Gewehrläufen der Eingreiftruppe wegducken. In einer anderen Mission wird eine besonders eindringliche Bedrohungssituation inszeniert: Der Spieler findet sich in einem Botschaftsgebäude wieder, das von Al-Qatala angegriffen wird. Zunächst hetzt er die Treppen hinab und muss dann Foyer mit ansehen, wie die Angreifer hinter einer Panzerglasscheibe wahllos Menschen erschießen. Die Mörder sind nur wenige Meter entfernt, ihre Taten kann man glasklar sehen - doch der Spielfigur können sie (noch) nichts anhaben.

 

Böse Russen, gute Amerikaner?

Die Kämpferin Farah ist die eigentliche Hauptfigur von Call of Duty: Modern Warfare. Schön, dass sich die Serie endlich mal traut, eine Frau ins Zentrum zu rücken.
Die Kämpferin Farah ist die eigentliche Hauptfigur von Call of Duty: Modern Warfare. Schön, dass sich die Serie endlich mal traut, eine Frau ins Zentrum zu rücken.
Jein. Russische Soldaten werden im Spiel bis auf wenige Ausnahmen tatsächlich extrem negativ dargestellt (wohl daher erscheint das Spiel auf PS4 nicht in Russland): Sie setzen Giftgas ein, liquidieren Gefangene, drangsalieren die Zivilbevölkerung, foltern Widerstandskämpfer. Andererseits räumt Captain Price (ein britischer Soldat) in einer Szene ein, dass er und sein Team Grenzen überschreiten, die eigentlich nicht überschritten werden sollten. Dass er es trotzdem tut und man als Spieler diese Handlungen nicht verhindern kann, ist schade. „Wir machen die Drecksarbeit, damit die Welt sauber bleibt“ lautet einer seiner prägnantesten Sprüche. Es ist tatsächlich glaubhaft, dass dieser Soldat von der Notwendigkeit seiner ethnisch mehr als fragwürdigen Handlungen überzeugt ist - trotzdem schade, dass Infinity Ward den spannenden nächsten Schritt (einmal mehr) nicht geht. Einen Soldaten, der da eben nicht mitmacht. Den Befehl verweigert. Vielleicht sogar seinen Vorgesetzten bedroht. Immerhin macht das Studio mit der Widerstandskämpferin Farah Karim eine Frau zur eigentlichen Hauptfigur dieser CoD-Episode - Farah gibt Befehle, wird intensiver beleuchtet als alle anderen Charaktere und führt ihre Leute schließlich auch in die Schlacht.

 

Kommentare

JohnMiller schrieb am
Moin Leute,
ich frage euch einfach mal - vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.
Und zwar bekomme ich immer folgende Fehlermeldung wenn ich den SpecOps Modus starten möchte:
Bild
Den DLC habe ich natürlich schon runtergeladen :lol:
Vielleicht hat jemand von euch das gleiche Problem und kann mir weiterhelfen!
Grüße
Johnny
Herschfeldt schrieb am
Es ist richtig gut und hart! Kann es kaum erwarten heute nachmittag weiterzuzocken und die Welt von Terroristen zu befreien! Endlich mal wieder eine fesselnde Kampagne mit tollem Support für PC!
Der enervierende Download von fast 120 GB dauert zwar etwas und dann heute nochmal hübsch 10 GB Update aber es lohnt sich! Läuft bis auf die Cutscenes/Zwischensequenzen -diese ruckeln total, durchweg smooth! Auch gefällt mir das Feature Waffe "aufstützen" ganz gut. Manchmal sieht man zwar an den Ecken wenig aber es stabilisiert auf Kisten/Geländer ungemein. Wirkt dann fast wie ein Deckungsshooter. Ach ja, die deutsche Synchro ist mMn etwas peinlich. Englisch muss man dann wieder mit 1-2 GB runterladen. Geht nicht einfach so umzustellen. Danach kann man dann allerdings auch nicht auf deutsche Untertitel zugreifen sondern die sind dann auch Englisch. Das ist etwas eigenartig! Also Prost!
NoCrySoN schrieb am
Hab nun die Kampagne von CoD: Modern Warfare durch und sie war am Ende sehr kurzweilig, also wirklich kurz, vllt 4h gebraucht. Die Kampagne von WW2 war zuletzt gefühlt doppelt so lang. Naja dafür wars aber schön actionreich ala Hollywood und hat dabei die Massenkämpfe nahezu vermieden.
Am schönsten waren die kleinen "Swat" Einsätze, Nachts in einem Einfamilienhaus oder einer etwas größeren Unterkunft. Das hatte Stil, war schön ruhig und "Swat", da es mich direkt an die alte Spieleserie erinnert hat, ohne spielerisch natürlich die Klasse davon zu erreichen. Was würde ich da für einen neuen Titel geben..... :Hüpf:
Ansonsten waren viele Szenen hart an der Grenze des guten Geschmacks, haben aber trotz der etwas plumpen Inszenierung auch aktuelle Kriege etwas nahbarer gemacht. Irgendwie bin ich da weicher geworden seitdem ich Vater bin.
Am Ende alles ganz nett gemacht, WW2 war aber besser. Ich hänge mich dann mal lieber weiter in den Multiplayer, der macht mehr Laune. Oder vllt doch nochmal Swat4 installieren? Mhhhh...
laterne schrieb am
CoDMW kann ja Crossplay? ich blicke aber nicht ganz durch, daher Frage ich mal in die Runde:
Kann man zu zweit (1x Xbox und 1x PS4) PvE (also gegen virtuelle Gegner) spielen oder ist PvE auf jeweils eine Plattform beschränkt?
ChrisJumper schrieb am
Es gibt so Szenen im Spiel, von denen weiß ich natürlich nicht ob es Schlüsselelemente sind die später wichtig sind zur Charaktergestaltung. Aber ich wünschte die Entwickler würden hier etwas tiefer gehen und sich mehr trauen.
In einem Fall hat
Spoiler
Show
eine Frau eine Waffe und beschützt ihr Kind. Sie feuert mehrmals, hat auch nachdem ich in der Deckung war, scheinbar über 50 Schuss Munition die sich nie erschöpfen und selbst wenn ich die Frau angreife, in der Zeit wo sie ihr Magazin wechselt und sie per Nahkampf Ko-Schlage, gibt es keine Möglichkeit alternativ zu reagieren.
Das finde ich dann doch ein wenig schade. Ich hoffe da liegt in Zukunft etwas mehr der Fokus drauf. Genere auch in Komplexeren Netzen, was die Tragweite der Team-Kameraden betrifft.[/quote]
Mal schauen ob es wie angekündigt bei Last of Us 2 interessanter wird, weil dort ja die Gegner noch einen Namen erhalten.. aber das fehlt mir bei CoD immer noch. Das ganze ist natürlich sehr gut in Szene gesetzt.
schrieb am

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