Days Gone - Test, Action, PlayStation 4 Pro - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Bend Studio
Publisher: Sony
Release:
26.04.2019
26.04.2019
Jetzt kaufen
ab 58,90€
Spielinfo Bilder Videos
Langsamer Spielrhythmus

Es ist dieser langsame Spielrhyhtmus, dieses Taktieren auf dem Weg zum Ziel, die Begrenzung von Ausdauer und Rohstoffen, das mir an Days Gone gefällt. Auch wenn das im Vergleich zum knallharten Überleben in The Long Dark natürlich Survival light und vieles hinsichtlich Crafting & Co eher gewöhnlich ist, muss man hier einiges mehr berücksichtigen als in einem normalen Shooter mit üppiger Ausstattung. Nicht nur Schlagwaffen, sondern auch Schalldämpfer nutzen sich schnell ab, die Maschine nimmt Schaden bei wilder Fahrt oder Kollisionen und es gab einige Situationen, in denen ich mich wie in Metal Gear in einer Mülltonne versteckte oder mein Bike tatsächlich im Leerlauf rollen lassen musste. Cool ist übrigens, dass man fremde Maschinen auch sabotieren kann!

egt
Die Freaker unterteilen sich in verschiedene Arten - und fressen sich gegenseitig.
Auf der einen Seite wirkt dieses Spiel sechs Jahre nach The Last of Us und fünf Jahre nach dem Finale von "Sons of Anarchy" zwar wie eine Spätzündung: Zombies wurden mittlerweile inflationär digitalisiert, das Thema scheint ausgereizt und das öffentliche Interesse an Rockern ist nach dem TV-Serienhit um Jax Teller und seine Sons wieder abgeflaut. Auf der anderen Seite fühlt sich das Spiel trotz so vieler Ähnlichkeiten zu anderen Titeln in offener Welt zumindest in Ansätzen angenehm eigenständig an.

Die vernebelte Karte muss man erst aufdecken und sehr schön ist, dass Schnellreisen zum Camp oder die eigene Basis erst möglich sind, wenn die Route zum Ziel frei ist: Das ist sie nur, wenn man mehrere Nester der Gegend mit Brandsätzen vernichtet hat, was immer ein Risiko ist, denn einige Freaker stürzen hinaus. Außerdem kostet das Schnellreisen noch Sprit, so dass man auch das berücksichtigen muss. Wer es nicht zum Ziel schafft, kann allerdings auch in eroberten Bunkern oder NERO-Camps übernachten. Letztlich hat man das Ganze nicht konsequent auf die von der Spielwelt suggerierte Gnadenlosigkeit, sondern auf genug Komfort getrimmt. Erst mit dem kostenlosen DLC im Juni gibt einen noch höheren Schwierigkeitsgrad, der einige Hilfen deaktiviert.

Cleveres Taktieren im Gelände

Im Gegensatz zum Eindruck der ersten Trailer, in denen man mit dem Sturmgewehr auf hunderte Freaker ballerte, während man nonstop sprintete, steht hier wohl überlegtes Vorgehen im Mittelpunkt. Man sollte z.B. vor einem Kampf das Gelände mit dem Fernglas absuchen und Feinde markieren. Besonders cool ist die Armbrust, wenn man die chemisch gepimpten Bolzen einsetzt: Sie sorgen dafür, dass sich der Getroffene in eine mordlustige Bestie verwandelt, die sich auf die eigenen Leute stürzt - was man aus der Distanz beobachten kann.

Endlich mal freie Fahrt!
Endlich mal freie Fahrt!
Natürlich gibt es auch Action satt, und zwar gnadenlose: Es geht à la Dead Rising brutal in die Nahkämpfe, wenn man mit der Machete oder dem Nagel-Baseballschläger seine Feinde in blutige Klumpen haut; selbst umgebaute Rasenmäherklingen kommen zum Einsatz.

Dabei kann man sie nicht als feste Ziele fixieren oder blocken, sondern muss relativ frei nach Sicht zuschlagen und wegrollen, so dass hektisch anmutendes, aber angenehm intensives und letztlich kontrollierbares Gemetzel entsteht. Wird man gepackt, gibt es kleine Reaktionstests, in denen man sich lösen und bei richtigem Timing einen Finisher ansetzen kann - was ebenfalls gar nicht so leicht ist. Je nachdem welche Fähigkeiten man aufwertet, entstehen auch längere Kombos oder man kann während des Zuschlagens noch eine Waffe abfeuern. Aber Vorsicht: Man wird im Handgemenge schnell überwältigt!

Kommentare

Balla-Balla schrieb am
Freya Nakamichi-47 hat geschrieben: ?
14.05.2019 21:00
So, Platin. Zum Ende hin hat sich's etwas gezogen, aber alles in allem war das ein schöner, kurzweiliger Ritt. Hat mir gefallen. Könnte mir sehr gut in ein paar Jahren einen Nachfolger vorstellen. Hoffentlich nimmt Deacon dann endlich dieses blöde Baseballcappi ab. Und dann trägt er das Ding auch noch falsch rum wie ein Grundschüler ... ;)
EDIT: Das herausragende Feature dieses Spiels sind zweifellos die Horden. Die sind schon wirklich genial gemacht, und gerade die ersten Horden, wenn man noch nicht so die fetten Waffen hat, treiben doch ordentlich den Puls in die Höhe. Später werden sie dann im normalen Schwierigkeitsgrad zu einfach, aber die ersten Begegnungen haben es schon in sich.
Ich bin noch nicht ganz so weit, muss aber sagen, dass mir Story und Gameplay immer besser gefallen. Ich verstehe auch die Kritik an der Grafik nicht, die ist doch super. Sind die Leute schon so verwöhnt, dass alles unter RDR2 in die Tonne getreten wird? Was wir heute bekommen war vor ein paar Jahren noch unvorstellbar und wenn man bedenkt, was für eine unglaubliche Technik dahinter steckt, die von kaum noch jemandem verstanden werden kann, komme ich mir dabei manchmal in die Zukunft versetzt vor und finde das erstaunlich bis verstörend.
Das Spiel macht verdammt viel richtig, die offene Welt empfinde ich nicht als klein, sie ist toll umgesetzt und technisch so gestaltet, dass tatsächlich ein Auto, das ich anfangs irgendwo hin verschoben habe, noch immer an der selben Stelle steht. Das ist echte Immersion. Teile dieser Welt habe ich gestaltet und dann bleibt sie auch so.
Einen Kritikpunkt habe ich dennoch, eben das das Repetitive betreffend. Ich meine damit nicht das Erobern der Camps, das ist ok, nicht übermäßig, dabei aber glaubhaft. Leider aber sind die Nebenquests belanglos und dämlich. Gehe dorthin, bringe jemanden um oder rette einen und fertig. Hätte man in die Welt ein paar Aufgaben eingebaut, die man vielleicht sogar wie...
Minimax schrieb am
Die Horden sind vor allem rein optisch eine schöne Idee und auch die Positionierung das man über sie stolpert find ich gut. Der Kampf gegen sie und auch gegen die anderen schweren Nahkämpfer ist ein bisschen öde. Rennen. Ballern. Rennen Ballern. Hier hätte man mehr machen können. Mehr Ausnutzen der Umgebung (Auf Bäume klettern oder so). Oder mehr zurückstossende/aufhaltende Waffen (Krähenfüsse). Vielleicht hätte man den Horden auch eine Art Schwarmintelligenz zuschreiben können, die ihnen andere Angriffe als den stumpfen Sturmangriff ermöglicht.
Freya Nakamichi-47 schrieb am
So, Platin. Zum Ende hin hat sich's etwas gezogen, aber alles in allem war das ein schöner, kurzweiliger Ritt. Hat mir gefallen. Könnte mir sehr gut in ein paar Jahren einen Nachfolger vorstellen. Hoffentlich nimmt Deacon dann endlich dieses blöde Baseballcappi ab. Und dann trägt er das Ding auch noch falsch rum wie ein Grundschüler ... ;)
EDIT: Das herausragende Feature dieses Spiels sind zweifellos die Horden. Die sind schon wirklich genial gemacht, und gerade die ersten Horden, wenn man noch nicht so die fetten Waffen hat, treiben doch ordentlich den Puls in die Höhe. Später werden sie dann im normalen Schwierigkeitsgrad zu einfach, aber die ersten Begegnungen haben es schon in sich.
kagrra83 schrieb am
DerBär5 hat geschrieben: ?
26.04.2019 11:00
kagrra83 hat geschrieben: ?
25.04.2019 16:40
Bin gespannt wie das Spiel hier wird. Weil MEtro Exodus gäbe ich ne 85, Luibl unter 70. Bin gespannt wie das hier wird. Immerhin trennen GS und 4P nur zwei Punkte, bei metro sah es ja etwas anders aus.
Und wieso testet immer nur Jörg alle Blockbuster?
Wäre ich Chefredakteur würde ich mir dieses Privileg auch nicht entgehen lassen :lol:
Das hat aber einer hier mal in dem Kommentarbereich, kritiesiert auf ne üble Art und Weise hehe.
Briany schrieb am
fanboyauf3uhr hat geschrieben: ?
13.05.2019 09:54
Sarkasmus hat geschrieben: ?
12.05.2019 11:54
Hab ich ein anderes Days Gone gespielt als ihr? :Kratz:
Denn im Vergleich zu eine Far Cry oder Assassins Creed halten sich, meiner Meinung , die generischen Aufgaben noch ziemlich in Grenzen.
Wo man in den Ubisoft Open World Games regelrecht erschlagen wird mit Belanglosigkeit.
Taucht die Belanglosigkeit,in Days Gone, hin und wieder am Stranßenrand auf wie ein Anhalter.
Meine Reden. Ich finde Days Gone kriegt das Open-World Problem ziemlich gut in den Griff. Klar wird es generisch wenn man das 10. Anarchisten Camp ausräuchert aber bei AC macht man im Prinzip NUR so nen Blödsinn und die Hauptstory von Days Gone ist extrem gut und lässt mich weiter zocken. Hab auch immer mal wieder Momente in denen mich diese zerstörte Welt aufsaugt und fasziniert, die haben das sehr schön gestaltet. Bin aber immer noch nicht weiter als bei Mikes Camp (Stufe 2). Keine Ahnung was da noch alles kommt.
Wenn es irgendwann langweilig wird hatte ich bis dahin auf jeden eine menge Spaß.
RDR2 war bei mir bei 50% komplett die Luft raus, war aber okay, bei 60 Stunden kann man nicht meckern. Und wer weiß vielleicht krame ich das im Winter mal wieder raus wenn flaute ist. Wobei ich sagen muss das ich Days Gone besser finde als RDR2 aufgrund des unterirdischen Gameplays von RDR2 (Kampfsystem und der ganze "geh jetzt da hin und drücke Viereck, dann dreh dich um und drücke Dreieck ... :roll: ).
Bin ein riesen Fan von RDR / RDR2 aber vor allem bei Teil 2 war die Missionsstruktur extrem Banane. Das macht Days Gone besser, vor allem weil man nicht direkt ermahnt wird weil man 2 meter vom vorgegebenem Weg abgekommen ist. :lol: Und ich find die Story auch greifbarer irgendwie. Wenn du in Mikes Camp bist dann zieht die Story ja langsam an. Wird noch richtig richtig gut.
schrieb am