Demon's Souls - Test, Rollenspiel, PlayStation 5

 

Test: Demon's Souls (Rollenspiel)

von Jörg Luibl



Publisher: Sony
Release:
20.11.2009
12.11.2020
Erhältlich: Digital (PSN), Einzelhandel
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ab 73,98€
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Die Evolution der Soulsreihe

Bei all dem darf man nicht vergessen, dass sich die Reihe mit Dark Souls, Dark Souls 2, Dark Souls 3 sowie Bloodborne und Sekiro: Shadows Die Twice weiter entwickelt hat - so einiges wurde ergänzt, verfeinert, neu designt. Hinzu kommen einige gute bis sehr gute Nachahmer wie Code Vein, Remnant: From the Ashes, The Surge 2, Nioh 2 oder kürzlich Mortal Shell. Selbst ein Star Wars: Jedi Fallen Order bediente sich am etablierten Konzept der Soulsreihe.

Es gibt im Jahr 2020 also wesentlich mehr Vergleiche und Referenzpunkte: Das Leveldesign erreichte z.B. erst mit Dark Souls seinen weitläufig verschachtelten Höhepunkt, die Erkundungs- und Rätselkultur wurde in Dark Souls 2 und 3 erweitert, das Kampfsystem ebenfalls erst im letzten Teil mit Haltungen & Co noch vielfältiger. Und sowohl Bloodborne als auch Sekiro sorgten hinsichtlich der Bosskämpfe sowie der Dynamik in Gefechten für frische Impulse sowie ganz neue Höhepunkte.

Zeitlose Faszination

Erstmal Seelen in die Charakterentwicklung investieren.
Erstmal Seelen in die Charakterentwicklung investieren.
Trotzdem hat dieser modernisierte Tanz mit dem Tod alles, was ich damals geliebt habe - dazu gehört auch, dass das ganze Abenteuer ein Rätsel ist, das man entschlüsseln kann: Egal ob Story, Gegenstände, Charakterbau, Bosse, Weltzusammenhänge! Und darüber hinaus hat es jetzt diese neue Präsenz. Die steht diesem gnadenlosen Action-Rollenspiel einfach unfassbar gut. Hinzu kommen ureigene Stärken, die bis heute faszinieren. Es hat mit dem Online-Nachrichtensystem für kommunikative Innovation gesorgt, sticht mit einigen kleinen und großen Merkmalen immer noch heraus, es gibt weder Estus-Tränke noch Lagerfeuer und das Prinzip der Moral für Charakter und Welt hat es auch ins Remake geschafft - zudem wird es besser erläutert und der aktuelle Status ist nachvollziehbarer. Es ist also relevant, ob ihr Charaktere einfach umbringt, ob und wie oft ihr sterbt, ob Bosse besiegt werden. Eure Aktionen in der Welt wirken sich auf das aus, was passiert.

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Selbst das Spazieren durch bekannte Gebiete ohne Feinde macht Spaß.
Es ist also nicht so, dass man als Soulsfreund auf etwas komplett Veraltetes trifft, das hinsichtlich des Spieldesigns längst überholt wurde - denn manches wie das Moralsystem wurde nicht weiter entwickelt. Es ist eher so, als würde man nach einem Jahrzehnt auf einen alten Bekannten treffen, der einem diese tief im Keller der Erinnerung verborgene Geschichte erzählt, die einem damals für ein paar Wochen schlaflose Nächte bereitete. Und kaum beginnt er mit "Es war einmal in Boletaria" bekommt man wieder diese Lust, die ganze Reise anzutreten, dieses archaische Monument mit all seinen Gemäuern, Sümpfe und Stollen nochmal zu erkunden. Und dafür darf man sich ganz neu in Schale schmeißen.

Charaktererschaffung und Fotomodus

Welcher Held darf es sein? Auch Zähne wollen gut gewählt sein...
Welcher Held darf es sein? Auch Zähne wollen gut gewählt sein...
Auch in der Charaktererstellung hat man mehr Freiheiten: Zwischen den bekannten Klassen könnt ihr euch für einen weiblichen oder männlichen Körperbau entscheiden und dann von Kopf bis Fuß inklusive Tätowierungen und Zahnersatz so austoben, dass ihr später im Online-Spiel mit bis zu sechs (statt im Original vier) Leuten unterscheidbar seid; diese Anhebung im Multiplayer gab es auch schon für das Dark Souls Remastered. Übrigens könnt ihr den Helm auch per default deaktivieren, damit man überhaupt was vom selbst erstellten Gesicht sieht. Falls das gelungen ist, darf man auch den Fotomodus aktivieren: Ihr könnt  z.B. Waffen und Helme ein- oder ausblenden, die Kameraposition anpassen, den Charakter verbergen, alle Filter einsetzen etc. Euch gefällt das Ergebnis nicht? Im Nexus könnt ihr gegen Seelen weiter daran feilen und bis zu drei Avatare speichern. Von dort aus könnt ihr auch sofort deren Spielstand laden und weitermachen. Ideal, wenn man mal ausprobieren will, ob man lieber Dieb, Ritter oder Magier bevorzugt. Ein paar grundlgende Tipps für Einsteiger in die Soulsreihe haben wir hier in diesem Guide gesammelt.
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Kommentare

forest-hunter schrieb am
Also ich bin total begeistert, hab vor ein paar Tagen meine Ps5 bekommen und Spiele gerade das Remake als Magier. Optisch ist das wirklich Next gen selbst die bestaussehendsten Spiele auf der Ps4pro wie The Last of Us 2 können da nicht mithalten.
Der Sound ist auch eine Wucht. Ja ich bin alter Fromsoftware fan aber ich kann das Spiel wirklich jedem empfehlen! Ich habe das alte Demons Souls gerne gespielt aber das Remake fühlt sich obwohl ich natürlich alles kenne wie ein für mich neues Spiel an.
Mein Charakter wird sich das Knight Sword als Hauptwaffe holen (gibt es relativ am Anfang bei einem Händler für 20.000 Seelen).
Noch was, das Spiel hat eine Deutsche Sprachausgabe bekommen, ich finde die durchaus gelungen auch wenn sie eine andere Atmosphäre hat als die Englische. Man kann natürlich auch die Englische auswählen.
GamepadPro schrieb am
Demon's Souls war mein erstes Soulsgame.
Mich hat gestört, dass man zuerst den Boss besiegen musste, bevor die Maiden erscheint. Mann muss seine Seelen teils für Schrott ausgeben. Das ist ähnlich wie mit der Puppe in Bloodborne, doch dort reicht es schon, wenn man das Clericbeast bloß findet, oder man kann auch Wissen des verrückten Weisen finden.
Von der Heilitems hatte ich immer genug, die kann man nahezu überall und schnell farmen. Die Bosse (außer Meneater) sind leichter als in allen anderen Teilen, daher verliert man da auch nicht so viele Heilitems.
Der gefährliche Assassine, der NPCs..., sieht schon böse aus, und man wird auch im Spiel gewarnt.
Das Problem mit der Worldtendenz wird völlig überdramatisiert. Hab mich damals nur sinnlos im Nexus umgebracht, weil mir das von anderen so aufgeschwatzt wurde. Lächerlich. Man wird die Geistform nur selten los, die Items dafür sind schweineteuer. Ehe die Tendenz richtig schwarz wird (was zudem auch seine Vorteile hat) hat man längst wieder nen Boss besiegt. Und wenn sie doch richtig schwarz werden sollten, kann man diesen einen "Gegner" finden, bekommt die Seele und das färbt die Tendenz wieder ordentlich Richtung hell.
Was mich am Remake stört, einmal diese überladene Orchestermusik. Was aber noch schlimmer ist, die haben die kranken Silent Hill Sounds der Gegner "Depraved One" in der fünften Welt geändert. Stimmen sind auch schlecht.
Xris schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?01.07.2021 16:31
MikeimInternet hat geschrieben: ?01.07.2021 14:35 Wenn du etwas mit den Souls Spielen anfangen kannst, oder sogar Fan davon bist, ist es jedenfalls ein 100%iges Pflichtspiel. Was den S-Grad angeht gehen die Meinungen sowieso auseinander. ;)
Fan, nein. Ich mag die Welt und die Stimmung, aber das ständige auf die Fresse bekommen nervt mich und dass man ständig bestraft wird auch. Für mich bedeutet Souls immer Frust und von dem kann ich nur eine bestimmte Menge ertragen. Wenn das also ähnlich ist wie die späteren DS Spiele, verzichte ich lieber.
LeKwas hat geschrieben: ?01.07.2021 14:44 Wenn man Pech hat und sehr oft stirbt, steht man schon mal ohne Heilitems da und darf schauen, woher man die kriegt.
Das war doch bei BB auch so, oder? Mit diesen Blutphiolen?
Der Rest deiner Ausführungen klingt ähnlich wenig begeisternd. Ich glaube ich lass das einfach. :D
Äh ja Souls ist Souls? Demons Souls ist lediglich linearer, hat eine kleinere Spielwelt. Ist aber selbstverständlich ansonsten das selbe Spiel. DKS ist DS in umfangreicher. Ich hab DKS lange nicht gespielt. Erinnere mich aber es damals aus denhier schon genannten Gründen etwas leichter als DS gefunden zu haben.
Ryan2k6(Danke für 20 Jahre 4p) schrieb am
MikeimInternet hat geschrieben: ?01.07.2021 14:35 Wenn du etwas mit den Souls Spielen anfangen kannst, oder sogar Fan davon bist, ist es jedenfalls ein 100%iges Pflichtspiel. Was den S-Grad angeht gehen die Meinungen sowieso auseinander. ;)
Fan, nein. Ich mag die Welt und die Stimmung, aber das ständige auf die Fresse bekommen nervt mich und dass man ständig bestraft wird auch. Für mich bedeutet Souls immer Frust und von dem kann ich nur eine bestimmte Menge ertragen. Wenn das also ähnlich ist wie die späteren DS Spiele, verzichte ich lieber.
LeKwas hat geschrieben: ?01.07.2021 14:44 Wenn man Pech hat und sehr oft stirbt, steht man schon mal ohne Heilitems da und darf schauen, woher man die kriegt.
Das war doch bei BB auch so, oder? Mit diesen Blutphiolen?
Der Rest deiner Ausführungen klingt ähnlich wenig begeisternd. Ich glaube ich lass das einfach. :D
LeKwas schrieb am
Teils teils würde ich sagen.
Denn nach dem Ableben darf man in Seelenform rumrennen, und in dieser hat man nur die Hälfte seines sonst üblichen Lebensbalkens. Diesen Effekt kann mit mithilfe eines Rings abmildern, aber das wiederum blockiert dann halt einen der wertvollen Ringslots.
Man kann mithilfe eines Items wieder in seine menschliche Form zurückkehren, aber jedes mal, wenn man in menschlicher Form stirbt, zieht man die World Tendency runter. Das ist auch der Unterschied zu den Dark Souls Spielen, dort hat häufiges Ableben keine permanenten Konsequenzen.
Außerdem werden Heilitems nicht wie Estusflakons automatisch aufgefüllt, man darf diese farmen bzw. kaufen. Es gibt diese Heilitems auch in unterschiedlichen Stufen, und das bessere Zeug, das mehr HP auffüllt, ist schwerer zu finden. Wenn man Pech hat und sehr oft stirbt, steht man schon mal ohne Heilitems da und darf schauen, woher man die kriegt.
Zusätzlich ist das Inventar im Gegensatz zu den anderen Soulsbornes begrenzt, es kann schon mal passieren, dass man eine tolle Rüstung findet, diese aber nicht mehr mitnehmen kann, weil überlastet.
Darüber hinaus gibt es auch ein paar richtig fiese Fallen gerade für unerfahrene Neueinsteiger.
Spoiler
Show
Dieser eine Assassine, der reihum wichtige NPC-Händler im Nexus abschlachtet, wodurch diese permanent verloren gehen zum Beispiel.
Die Kämpfe für sich alleine sind hingegen nicht sehr fordernd, auch Bosse haben meist ein recht einfaches Moveset, und gerade mit nem Bogen oder Magie auf Distanz kann man viele KI-Macken ausnutzen.
Kurz gesagt, wenn man gut mit dem Spiel klar kommt, dann wird es einem noch einfacher gemacht, kommt man nicht klar, wird es einem noch schwerer gemacht.
schrieb am