Ratchet & Clank: Rift Apart - Test, Action-Adventure, PlayStation 5

 

Test: Ratchet & Clank: Rift Apart (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



Entwickler:
Publisher: Sony
Release:
11.06.2021
Jetzt kaufen
ab 66,89€
Spielinfo Bilder Videos
Akrobatische Vielfalt

Es gibt eine Fülle an Bewegungen neben dem Schwingen am Greifhaken, dem Segeln per Propeller oder dem eleganten Schweben der Hover-Stiefel, mit denen man wie mit Rollerblades so richtig Tempo aufnehmen kann. Ansonsten jagt man mit Flitzkäfern in Highspeed-Kursen über Rampen (was allerdings in manchen Kursen mit Trial & Error nerven kann) oder fliegt mit einem Drachen durch die Lüfte, der Feuer speien und an bestimmten Nestern landen kann. All das setzt natürlich große Areale voraus, die man dank der hilfreichen Kartenfunktion stückweise erkunden kann - viele sammelbare Artefakte inklusive. Auch in der Bewegung sind schöne Tempowechsel angesagt, wenn man z.B. eher langsam mit den Magnetstiefeln kopfüber unterwegs ist und in Schwerelosigkeit clever abspringen muss.

Es gibt angenehm große Areale und eine hilfreiche Karte.
Es gibt angenehm große Areale und eine hilfreiche Karte.
In der Akrobatik ist ansonsten Vielfalt sowie Kombination angesagt: Mit Sprung, Doppelsprung samt Phantom Dash plus Wandlauf kann man schon einige Hindernisse überwinden. Was zunächst einfach beginnt, steigert sich aber mit den weiteren Stunden zu anspruchsvollen Herausforderungen, in denen man all das plus Dimensionssprünge verbinden muss. Dabei kann es ganz schön knackig zugehen, so dass auch Veteranen gefordert werden - einige goldene Schrauben sind auch besonders gut versteckt. Meist wird man am Ende einer dieser Jump-Run-Passagen mit Ausrüstung belohnt.

Zu schwer? Gibt es nicht.

Saurier? Dschungel? Auch dabei.
Saurier? Dschungel? Auch dabei.
Allerdings besteht kein Grund zur Panik für Einsteiger oder Spaß mit den Kids: Es gibt nicht nur mehrere Schwierigkeitsgrade, wobei geübte Spieler den dritten oder vierten wählen sollten, sondern auch eine Zeitlupe, die in allen Situationen helfen kann. Die aktiviert man ganz einfach jederzeit per Steuerkreuz, dann wird die Szene verlangsamt und man kann z.B. den kniffligen Absprung leichter meistern - danach geht es in normaler Geschwindigkeit weiter.

Möchte man seine Helden anpassen, kann man übrigens bei drei Arten von Rüstung für Kopf, Brust und Füße, die sich teilweise auf den Schaden oder die Beute auswirken, auch die Farbe ändern. Allerdings sind die spielerischen Vorteile eher gering und selbst wenn einige Outfits samt Helm ganz cool aussehen, hätte ich auf die Personalisierung verzichten können.

Manchmal hilft nur viel Krawumm.
Manchmal hilft nur viel Krawumm.
Wie in nahezu allen Spielen der PlayStation Studios gibt es vorbildliche Einstellungen hinsichtlich der Barrierefreiheit sowie zahlreiche anpassbare Steuerungsoptionen von der Zielhilfe bis zur Flugart. Apropos Steuerung: Der DualSense-Controller wird in nahezu all seinen Bereichen ausgenutzt, nach Astro's Playroom endlich mal wieder auf alle Art: Sowohl die adaptiven Trigger als auch das haptische und akustische Feedback werden eingebunden, so dass man beim Zielen oder bei Treffern manuell justieren oder auch beim Beschleunigen etwas in der Hand spüren kann.

Was gibt es zu meckern? Wenig.

Neben Rivet der charmante neue Star des Spiels: Kit.
Neben Rivet der charmante neue Star des Spiels: Kit.
Ich habe selten so wenig Kritikpunkte notiert. Man darf natürlich nicht vergessen, dass Insomniac Games mit dieser Reihe schon seit der Ära der PlayStation 2 viel Erfahrung sammeln konnte. Innerhalb des Spieldesigns gibt es lediglich Schwächen in einigen optionalen Aufgaben: Einmal wurde im Rahmen der Quest mit der Köchin die zweite Welle an Feinden nicht getriggert, da einige kleine Viecher der ersten Welle irgendwo am Rand vor sich hin wuselten, ohne dass ich sie gesehen hatte. Außerdem wurde einmal die Aktivierung eines Hebels nicht sofort freigegeben, sondern erst nach einem neuen Bereinigen des Levels - das waren allerdings keine Bugs mit Sackgasse, denn nach einem weiteren Versuch ging es weiter. Innerhalb der Testphase hatte ich zudem einen Absturz aus dem Spiel heraus. Allerdings sind die Speicherpunkte so dicht gesetzt, dass kein Problem mit langen Wiederholungen entsteht.

Rätsel wie die Hologramm-Welten mit Clank sorgen für Abwechslung.
Rätsel wie die Hologramm-Welten mit Clank sorgen für Abwechslung.
Diese Probleme beziehen sich zudem alle auf die Version 1.000.007 vor dem Release; den bereits jetzt verfügbaren Patch konnte ich nicht mehr in diesen Test einfließen lassen. Ansonsten kann man über einige Rennstrecken, Ratchets deutsche Stimme oder den Sinn der neuen Ausrüstung diskutieren, aber all das sind letztlich Peanuts. Ansonsten man muss schon ganz genau hinsehen, um hier und da grafische Schwächen im Texturbereich oder Glitches zu finden - meist tauchen diese nur in speziellen Kamerapositionen auf. Außerdem fallen sie innerhalb des Comic-Artdesigns nicht so negativ auf wie sie es in realistischer designten Abenteuern à la Horizon: Forbidden West. Das Spiel lief sehr flüssig, es gab nahezu keine Ladezeiten und nur ganz selten ging die Bildwiederholrate etwas runter. Wir konnten allerdings noch nicht die drei optionalen Modi ausprobieren, die sich auf die Leistung sowie Effekte wie Raytracing auswirken - auch sie waren erst Teil des oben erwähnten Patches.

Auch die Rüstung lässt sich anpassen.
Auch die Rüstung lässt sich anpassen.
Der Performance-Modus soll euch zum Release 60 Bilder pro Sekunde bescheren, wobei die 4K-Auflösung dynamisch reduziert wird. Der Performance-RT-Modus wird ebenfalls mit 60fps laufen, aber zusätzlich Raytracing-Effekte bieten, weswegen die grundlegende Auflösung etwas stärker reduziert wird. Die Entwickler erklären, dass sie bei allen drei Grafikmodi (Qualität, Performance, Performance mit RT) eine "dynamische Basisauflösung nutzen, die dann einem temporalen Injektionsprozess durchläuft, um ein 4K-Bild zu erreichen". Hierbei werden bestimmte Elemente des vorher berechneten Bildes beim aktuellen Bild erneut verwendet, bevor es am Ende hochskaliert wird. Die gleiche Technik ist auch bei Marvel's Spider-Man: Miles Morales genutzt worden.

Kommentare

CidVicious schrieb am
Das Spiel hat sich gestern richtig schön aufgehängt, so dass ich die Konsole vom Strom nehmen musste. Zunächst ist das Speicher-Symbol in der unteren rechten Ecke nicht mehr wegegegangen, was mich schon stutzig gemacht hat. Als ich dann gestorben bin, gabs nur noch einen schwarzen Bildschirm. Als ich das Spiel schließen wollte, ging auch nichts mehr, "app wird geschlossen"...5 Minuten lang...10 Minuten lang... Also habe ich versucht die Konsole runterzufahren...schwarzer Bildschirm, Konsolenlicht blinkt weiß.
Einfach nur ärgerlich.
Die beiden aktuellen Spiele von Sony haben bei mir mehr und schwerwiegendere Probleme verursacht als alle anderen PS4- und PS5-Spiele zusammen.
Swar schrieb am
Ich bin aktuell auch gerade mitten im 2. Durchgang und zocks auf dem dritthöchsten Schwierigkeitsgrad und das Spiel ist einfach eine Wucht. Im 4k/60 FPS Modus läuft Rift Apart einwandfrei, keine Abstürze gar nichts.
Hoffentlich kommt irgendwann ein Spinoff mit Rivet.
Czentara schrieb am
Bin nun auch das erste Mal durch. Im zweiten Durchlauf dann in schwieriger und mit dem freigespielten Zeug. Nett, dass hier dann u.a. zwei neue Waffen freigeschaltet werden. ^^
Fand den Umfang des Spiels gut. Viel länger hätte es nicht sein dürfen. Ein paar mehr Plattformeinlagen wären nett gewesen. Zum technischen: 1 Absturz, durchgespielt im Performance RT Modus.
DrPuNk schrieb am
Also ich hab diese Brett von Spiel auch durch, leider. War geil, fand es nur bissl kurz.
Einen Absturtz gabs, das allererstemal wenn man durch verschiedene Dimensonen fällt, da bin ich glaube so an 15 min nur gefallen, musste Konsole Stromlos machen weil echt gar nichts mehr funzte, also auch kein Konsolenmenü.
Und einmal bin ich durch einen Boden gefallen. Sonst ist mir Bugtechnisch nichts aufgefallen. Habs in Quali Modus von 4K/30 gezockt.
aGamingDude schrieb am
Bin ebenfalls im Performance RT unterwegs und bis jetzt lief alles glatt. Hoffe das bleibt so.
Zum Spiel selber. Macht richtig Laune und man kann sogar ohne großes Absuchen jeder Ritze eigentlich alles finden. So bleibt der Spielfluss ungestört und man der Sammeltrieb trotzdem befriedigt. So lob ich mir das.
schrieb am