Twilight Imperium - Brettspiel-Test, Brettspiel, Spielkultur - 4Players.de

 

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4X-Strategie
Entwickler: Dane Beltrami, Corey Konieczka, Christian T. Petersen
Release:
01.04.2019
Spielinfo Bilder  
Die Qual der Wahl

Zwar besitzen alle 17 Fraktionen ein identisches Layout für ihre Raumschiffe sowie die grundsätzlich gleichen Aktionen, aber es gibt einige interessante Unterschiede. Neben anderen Technologien sowie Flotten zum Start gibt es Spezialfähigkeiten, die auf den Fraktionsbögen erläutert werden: So bekommt der Clan von Zaar z.B. immer eine Handelsware, wenn er einen Planeten integriert und er darf selbst dann eine Aufgabe werten lassen, wenn er nicht alle Planeten in seinem Heimatsystem kontrolliert. Schließlich dürfen sie auch Bodentruppen von einem zum anderen Planeten zurückrufen.

Es lohnt sich also, sich mit den Fraktionen zu beschäftigen und nicht nur nach dem coolen Artdesign zu gehen. Die Emirate von Hacan in ihrer prächtigen Löwengestalt sparen Kommandomarker beim sekundären Handel und können z.B. auch mit Spielern handeln, die nicht an ihrer Grenze sind und dabei Aktionskarten tauschen. Die Geister von Creuss dürfen alle Teleporterfelder als benachbart betrachten, ihre Schiffe bewegen sich weiter und sie sind als einziges Volk nicht direkt mit ihrer Heimatwelt außen am Spielfeld verbunden, sondern über ein Dimensionstor. Sekundärer Handel, Kommandomarker, ihr versteht nur Bahnhof? Also rein ins Spiel!

Acht Strategiekarten mit doppelter Funktion

Welche Strategiekarte soll man nehmen? Alles hat Vor- und Nachteile.
Welche Strategiekarte soll man nehmen? Alles hat Vor- und Nachteile.
Zu den großen Stärken von Twilight Imperium gehört schon die erste Phase. Denn dann wird vom Sprecher aus im Uhrzeigersinn aus acht möglichen Strategien von Diplomatie über Handel bis Imperium gewählt, auf denen die Aktionen der nächsten Phase beschrieben sind. Man muss sich also entscheiden, was man tun will: Wer Infrastruktur wählt, darf z.B. eine Raumwerft und ein Geschütz bauen. Wer Kriegsführung wählt, darf Kommandomarker verteilen und angreifen. Wer Technologie wählt, darf forschen. Aber damit keine Sackgassen entstehen, gibt es auf derselben Karte neben der primären Aktion für einen Spieler auch immer eine sekundäre für die anderen Spieler.

Ist das Universum groß genug?
Ist das Universum groß genug? Auch drei Spieler können ihren Spaß haben.
Zwar kostet das Marker aus dem Strategiepool, aber so kann man meist etwas abgeschwächte Aktionen ausführen, obwohl man die Karte selbst nicht gezogen hat. Noch etwas ist cool an diesem System: Man kann sich über die Wahl vorbereiten und auch kontern. Wenn man das Gefühl hat, dass jemand im kommenden Zug angreifen will, weil er z.B. die Karte Kriegsführung gewählt hat, kann man sich mit der Karte Diplomatie absichern: Denn sie verlangt von allen anderen Spielern, dass sie einen Kommandomarker in einem ausgewählten System platzieren; außerdem werden dort alle eigenen Planeten aktiviert - da zeigt man natürlich auf eines, das potenziell bedroht wird. Nachdem jeder eine (oder zwei bei drei bzw. vier Spielern) Strategiekarte gewählt hat, beginnt die Aktionsphase und es kommt zu Bewegung, Kolonisierung, Bau, Forschung, Mission oder Kampf.

Kommentare

Hühnermensch schrieb am
M_Coaster hat geschrieben: ?
18.11.2019 16:55
Erstens kann man mit etwas Erfahrung TI4 an einem Abend recht zügig spielen. Man kann bei 3 Spielern (was nicht ganz optimal ist) durchaus in 3 Stunden durch sein.
3 Stunden? 8O Inklusive Aufbau? Da muss jeder Spieler aber echt immer genau wissen, was er tut und jede Agenda-Phase flugs vorbei sein.
M_Coaster schrieb am
Erstens kann man mit etwas Erfahrung TI4 an einem Abend recht zügig spielen. Man kann bei 3 Spielern (was nicht ganz optimal ist) durchaus in 3 Stunden durch sein. Wer Star Trek favorisiert, dem empfehle ich übrigens die Alternative Star Trek Ascendancy, welches eine geniale Erkundungsmechanik besitzt.
Zweitens, schaut doch einfach ob ihr in der Nähe ein Brettspiel Café habt. An solchen neutralen Orten kann man schneller Leute kennenlernen bzw. sich mit Menschen aus Foren und Facebookgruppen treffen, ohne das man gleich seine Wohnung irgendwelchen Leuten öffnet.
An Mitspielern mangelt es eigentlich nicht! Der beste Kumpel um die Ecke muss nicht euer Brettspielgefährte sein, gleichzeitig wird der Typ aus Foren/Facegruppen/Brettspielcafe nach ein paar Monaten vielleicht ein neuer Kumpel? Ich habe durch Brettspiele mittlerweile mehr Menschen kennengelernt als über Videospiele.
Hühnermensch schrieb am
Wunderbares Brettspiel, dessen einziger Nachteil nach rund einem Dutzend Partien lediglich der riesige Umfang ist. Ohne wochenlanges Vorausplanen kriegen wir da nie eine Partie zustande. Aber dafür kann das Spiel ja nichts bzw. es würde dem Spiel schaden, es künstlich zu verkürzen. Wobei wir schon mal mit einigen Custom Rules gespielt haben, etwa mit komplett verstecktem Aufbau des Geländes + 2 die ersten 2 Systeme vor dem Heimatsystem besitzt man bereits, inkl. doppelt so großer Startflotte.
ChrisJumper schrieb am
Komplett OT: Bei dem Bild zu dem Titel, dachte ich ja die Kilrathi sind wieder dabei und Star Citizens bekommt einen Wing Commander Nachfolger. ;)
metzga666 schrieb am
Ich hatte das Spiel früher auch immer auf dem Schirm und es reizt noch immer. Aber man hat leider nicht mehr die Zeit (und die Freunde) um sich am WE für mehr als 5 Stunden zusammen zu setzen. Selbst das gute alte Starcraft steht noch im Schrank und setzt Staub an, das wurde auch viel zu selten bespielt.
Momentan bin ich froh, noch einmal im Monat eine Misssion in IA in 4 Stunden runter zu reissen. Wenn man nur mehr Zeit hätte ... :Vaterschlumpf:
schrieb am