Stadia - Test, Service, Stadia - 4Players.de

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Service
Entwickler: Google
Publisher: Google
Release:
19.11.2019
Spielinfo Bilder Videos
Spielekauf mit Umwegen

Die Spiele erhält man im Stadia-Store, auf den man bisher aber nur Zugriff über die mobile App, aber nicht über den TV-Betrieb mit Chromecast erhält. Diese Funktion soll erst später nachgereicht werden. Mit 22 Titeln zum Start ist die Auswahl derzeit noch sehr überschaubar und besteht größtenteils aus Spielen, die bereits seit mehr oder weniger langer Zeit auf anderen Plattformen veröffentlicht wurden. Wer das Pro-Abo abgeschlossen hat, kann sich aber immerhin über einige attraktive Angebote freuen, bei denen der reguläre Kaufpreis häufig halbiert wird. Genau wie bei PlayStation Plus und Xbox Live Gold gibt es mit Destiny 2 und Samurai Shodown zudem die ersten kostenlosen Titel für die Abonnenten.

Für Stadia muss man sich seine Spielebibliothek komplett neu aufbauen. Wer bereits Titel aus der gebotenen Auswahl besitzt, muss sie sich also nochmal kaufen. Und nicht nur das: Sollte Google irgendwann das Interesse an Stadia verlieren und den Stecker ziehen, würden Nutzer alle ihre gekauften Spiele bzw. die Lizenzen zur Nutzung verlieren. Ob sich die tragische Geschichte von OnLive bei Stadia wiederholen wird, steht jetzt zum Anfang zwar trotz erster Sorgen mancher Entwickler noch in den Sternen, stellt aber dennoch eine potenzielle Gefahr dar. Gleiches gilt aber auch für PC-Plattformen wie Steam oder den Epic Games Store.

Ohne App geht (fast) nichts

Der Weg zum Store führt derzeit zwingend über die App.
Der Weg zum Store führt derzeit zwingend über die App.
Ohne ein Mobilgerät an seiner Seite ist man bei der Nutzung von Stadia derzeit noch ziemlich aufgeschmissen: Neben dem Spielekauf sowie Einstellungen bezüglich Jugend- und Datenschutz ist auch die Display-Option zur HDR-Aktivierung aktuell nur über die App möglich. Gleiches gilt für die Anpassungen hinsichtlich der Datennutzung und Leistung, die man nur mit Hilfe der App vornehmen kann.

Will man Spiele in maximaler Qualität bei einer Auflösung von 4K mit HDR und 5.1-Surround-Sound genießen, geht der Datenverbrauch entsprechend durch die Decke. Nach Angaben von Google werden unter diesen Voraussetzungen etwa 20 Gigabyte pro Stunde durch die Leitungen gejagt. Allerdings steht diese Option ohnehin nur Pro-Abonnenten zur Auswahl. Wer etwas sparsamer zocken oder sich später für das kostenlose Basis-Abo entscheiden möchte, kann sich in den Optionen für eine ausgeglichene Darstellung entscheiden und es Stadia überlassen, die Auflösung automatisch an die Internetgeschwindigkeit anzupassen. Sparfüchse oder Spieler mit einem knappen Datenvolumen können dagegen eine eingeschränkte Datennutzung aktivieren. Hier wird die Auflösung permanent auf 720p und der Verbrauch auf maximal 4,5 Gigabyte pro Stunde reduziert.

Praxis-Test

Welcher Avatar darf es sein?
Welcher Avatar darf es sein?
In der Praxis sorgt Stadia für eine angenehme Überraschung: Das Bild am 4K-Fernseher ist knackig scharf, die Farben wirken sowohl mit als auch ohne HDR angenehm kräftig und der Sound spielt in hoher Qualität samt Raumklang auf. Nur wenn man genau hinschaut und den Bildschirm inspiziert, erkennt man vor allem in dunklen Bereichen eine leichte Artefaktbildung im Zuge der Datenkomprimerung, die mit zunehmendem Abstand zum Fernseher aber kaum noch auffällt. Darüber hinaus überzeugt nicht nur die Bildqualität, sondern auch die Performance. Titel wie Shadow of the Tomb Raider, Destiny 2 oder Mortal Kombat 11 laufen über Stadia mit ähnlich hohen Bildraten wie auf sündhaft teuren Highend-PCs. Einzig bei Red Dead Redemption 2 war die Performance von allen angetesteten Spielen nicht zufriedenstellend und die Bildrate kam schon bei einem frühen Ritt durch die Winterlandschaft ins Schwitzen. Oder lag es vielleicht doch an einer schlechten Verbindung bzw. der Auslastung von Googles Rechenzentren?

Gutes Spielerlebnis

Die Latenz bzw. Eingabeverzögerung zählt bekanntlich zu den größten Herausforderungen beim Streamen von interaktiven Inhalten. Wie hat Google sie gemeistert? Überraschend gut! Mit einer schnellen Kabelverbindung reagiert die Steuerung beim Spielen am Fernseher via Chromecast erstaunlich direkt auf die Eingaben – selbst flotte Fighting Games wie Mortal Kombat 11, bei denen eine möglichst geringe Eingabeverzögerung Pflicht ist, sind perfekt spielbar und fühlen sich klasse an. Eingefleischte Profis und eSportler, bei denen jede Millisekunde zählt, werden vermutlich Unterschiede bemerken, aber für den Otto-Normal-Spieler dürfte sich die Steuerung ähnlich gut und präzise anfühlen wie beim Zocken an der Konsole oder dem PC. Und das ist schon eine Leistung: Kein anderer Streamingdienst für Spiele bietet aktuell eine derart niedrige Latenz wie Stadia!

Kommentare

BoothTheGrey schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 23:26
Wo bitte kannst du denn bitte Amazon oder Netflix eigene Produktionen ansehen?
Noch ist deren Menge halt nicht so hoch im Vergleich zum Gesamtmarkt aller Produktionen. Ich meinte das auch eher umgekehrt. Wenn mehrere andere Content-Hersteller, auch klassische Networks, ihr eigenes Portfolio nicht mehr an Netflix, Amazon geben, sondern eigene Streaming-Plattformen anbieten wollen, wo alle Eigenproduktionen exklusiv nur dort laufen... dann wird sich zeigen, wie sehr die Kunden bereit sind, mehrere Plattformen zu bezahlen - bzw. wieviel Plattformen pro Kunde im Schnitt bezahlt werden würden. Aktuell klappt das ja bei Netflix und Amazon, weil die haufenweise Filme und auch Serien von anderen Herstellern einkaufen.
Daher ist dieses Szenario NOCH nicht so, wie Du es skizziert hast. Stell Dir umgekehrt die Frage: Würdest Du netflix und Amazon bezahlen, wenn dort im Streaming NUR die Eigenproduktionen zu sehen wären? Glaubst, daß dies ein erfolgversprechendes Modell ist, wenn dies andere Content-Hersteller auch tun und dann 5-10 verschiedene Streaming-Plattformen allein für Fim/Serien existieren?
Stell Dir das mal mit den Musikfirmen vor - zur Zeit kriegste fast alles bei Spotify oder Apple. Angenommen auch da zerfranst der Markt. Wieviel Leute sind bereit für einen Großteil aller Filme, Serien, Musik und Spiele mehr als 100 Euro Abo-Gebühren pro Monat zu zahlen? Jetzt klar, wieso ich skeptisch bin, daß sich dies durchsetzen wird?
Xris schrieb am
Wo bitte kannst du denn bitte Amazon oder Netflix eigene Produktionen ansehen? Dass die auch woanders gestreamt werden ist mir neu.
dOpesen hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:20
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Was sollte bspw Sony dann noch dazu veranlassen eigene Spiele zu entwickeln? Ihren Umsatz machen die Hauptsächlich an den 3rd Partys.
laut wikipedia sind die umsatzstärksten einzeltitel first party.
rund 3,5 mrd umsatz mit first party.
klar unterm strich wird man kumuliert mit third party am ende wohl mehr machen, aber first party nur aus konkurrenz gedanken heraus? glaube ich eher nicht
greetingz
Diese Diskussion hatten wir schon mehrmals. Sony hat sich dazu aber ziemlich zu Beginn (als die PS4, obwohl es praktisch kaum Exclusives gab, verkaufstechnisch durch die Decke ging) dieser Gen geäußert. Haben den First Party Support als Fan Support bezeichnet. Da eine sowieso erfolgreiche Konsole im Prinzip keine First Partys benötigt. Ihre Exclusives sind Imagepflege.
BoothTheGrey schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Funktioniert doch prächtig mit Amazon, Netflix und Co.Und weißt du weshalb das so ist?
Vermutlich weil bislang auf allen Plattform ein Großteil der Titel (mind. zeitweise) zu haben sind. Die strikte Exklusivität gibt es eben noch gar nicht, die Du hier proklamierst.
Diese könnte nun mit Disney verstärkt einziehen. Warten wir es mal ab, ob es so kommt. Und falls das passiert... mal schauen, was dann "die Masse" tun wird.
ChrisJumper schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 06:31
So richtig verstehen tue ich dich grade ehrlich gesagt nicht. Was ist denn in deinen Augen Stadia? Ja Streaming. Aber im Endeffekt ist Stadia eine weitere Konsole die in Konkurrenz zu MS, Sony und Nintendo stehen wird.
Spoiler
Show
Ich sehe Stadia nicht als Konsole, weil man auf diese Inhalte ohne "Hardware" zu greifen kann. Auch nicht als "Abodienst", sondern als Technik. Klar noch braucht einen Browser. Aber eigentlich nichts zusätzliches. Gut mittlerweile braucht man auch einen Account. Aber es gab eine Zeit da konnte man auf alle Texte im Internet zugreifen ohne das man sich einloggen musste oder eine Email besitzen.
So in etwa denke ich wird mittelfristig auch diese Streaming-Technologie werden. Ein bisschen ist es auch die neue ultimative Dienstleistung die theoretisch jeden Computer ersetzen kann, und langfristig auch wird. Das wird, auch wenn es vertraut anmutet. Ein Technologiesprung. Der sowohl Internet als auch unser Verständnis von Computern komplett umwirft. Sicher die Achillesferse ist dann das wir Internet-Empfang haben. Aber so ähnlich wie damals wo ersten Glühlampen und die Elektrifizierung voran ging. Wird diese Art des Streaming der Grund sein warum wir überall schnelles Internet haben müssen.
Aktuell und am Anfang, sehen wir das nicht weil wir mit alten Gewohnheiten ankommen. So wie man Anfangs das Internet nutzen wollte wie ein Buch oder Fernsehen.
Stell dir vor es gibt keinen Browser mehr, sondern nur noch eine App, vielleicht auch einen Sprachassistenten der dein Internet macht. Anschließend gibt es diese Devices oder Schaltflächen mit denen du Interagieren kannst, die immer "online" sind und ein personalisiertes Interface für dich bereit stellen. Von überall auf der Welt.
Da ist es egal ob du Surfen willst, Informationen abrufen, Podcasts oder Radio hören, Spiele spielen, Chatten, Fernsehen, Inhalte kaufen, andere Inhalte lesen etc. - Diese Art Streaming ersetzt in Zukunft alles und wir kaufen uns dann...
dOpesen schrieb am
Xris hat geschrieben: ?
29.11.2019 20:12
Was sollte bspw Sony dann noch dazu veranlassen eigene Spiele zu entwickeln? Ihren Umsatz machen die Hauptsächlich an den 3rd Partys.
laut wikipedia sind die umsatzstärksten einzeltitel first party.
rund 3,5 mrd umsatz mit first party.
klar unterm strich wird man kumuliert mit third party am ende wohl mehr machen, aber first party nur aus konkurrenz gedanken heraus? glaube ich eher nicht
greetingz
schrieb am