Orcs Must Die! 3 - Test, Taktik & Strategie, Stadia

 

Test: Orcs Must Die! 3 (Taktik & Strategie)

von Marcel Kleffmann



Release:
2021
14.07.2020
Spielinfo Bilder Videos
Kampagne und endlose Gefechte

Zusätzlich zur 18 Missionen langen Kampagne, in der es normale Einsätze und etwaige Kriegsvarianten gibt, die von einer Schmalspurstory zusammengehalten werden, kann man noch die Endlos-Variante auf sieben Karten spielen. Hier stürmen die Orks so lange, bis die Anzahl der Risspunkte aufgebraucht ist.

Alle Maps und Modi dürfen einzeln oder mit maximal zwei Personen im kooperativen Multiplayer (kein Splitscreen) gespielt werden. Da sich die Helden im Koop-Modus gegenseitig ergänzen, macht die Orkmetzelorgie in der Mehrspieler-Variante wie gewohnt etwas mehr Spaß, zumal sich die Charaktere bei ihren Fallenvorlieben spezialisieren können.

Aufwerten und verbessern

Zwischen den Missionen kann man seine Highscores mit anderen Spielern vergleichen und die eigenen Fallen, Waffen und Schmuckstücke aufwerten, was aber nicht sonderlich in die Tiefe geht. In der Regel kann die Basisfunktion dreimal verbessert werden, bevor man sich für eine von zwei Optionen zur Spezialisierung entscheidet, z.B. ob zusätzlicher Blutungsschaden versursacht oder der Schadenstyp verändert werden soll (was durchaus sinnvoll sein kann, da manche Gegner gegen Elektro-Schaden anfällig sind). Selten gibt es auch eine legendäre Anpassung. Für diesen Fortschritt gibt man Schädel als Währung aus, die man erhält, wenn bei den Missionen möglichst wenig schiefgeht.

Die Mauerklingen als ziemlich fiese Wandfalle können auf simple Art und Weise verbessert werden.
Die Mauerklingen als fiese Wandfalle können auf simple Art und Weise verbessert werden.
Die unterschiedlichen Kriegsmagier lassen sich kaum verbessern, da es keinen Skilltree und keine Talentauswahl gibt. Immerhin mäßig interessante Waffen und Schmuckstücke können angelegt werden, die aber kostbare Fallenplätze verdrängen. Etwas mehr Tiefgang wäre hier schön gewesen, zumal das Spiel davor zurückschreckt, seine Zahlenwerte offenzulegen. Man weiß nie, wie viel Schaden die Pfeilfalle wirklich anrichtet und wie groß das Upgrade auf die nächste Stufe ist; alles ist nur ungenau beschrieben.

Derzeit nur auf Stadia

Orcs Must Die! 3 ist derzeit nur auf Googles Streamingdienst Stadia spielbar. Wann die Zeitexklusivität enden wird und welche Plattformen danach versorgt werden sollen, dazu haben sich die Entwickler bisher nicht konkret geäußert. Es steht lediglich fest, dass es irgendwann für PC auf Steam veröffentlicht wird. Ohne die Unterstützung von Google und die dortigen Fans von Orcs Must Die! hätte es den dritten Teil nicht gegeben, erklärte Patrick Hudson, der Chef von Robot Entertainment vor einiger Zeit.

...mit Input-Verzögerung

Hier kommt kein Ork durch!
Hier kommt kein Ork durch!
Auch bei Orcs Must Die! 3 merkt man leider das Input-Lag auf Stadia, vor allem wenn man es mit Maus und Tastatur in Chrome spielt. Sobald die Verbindung zu den Servern aufgebaut ist und man die Maus bewegt, wird eine leichte Verzögerung spürbar, die sich in schwammigen und ungenauen Cursor-Bewegungen äußert - daran kann man sich gewöhnen. Sie stört bei der Platzierung von Fallen kaum, doch ist man auf gezielte Kopfschüsse aus oder will die schnellen Kobolde, die an vielen Fallen vorbeiflitzen, im Sprint erledigen - dann fällt die Verzögerung doch störend auf.

Kommentare

cM0 schrieb am
Schon witzig, dass es hier 4 Neuanmeldungen gibt, die nur aussagen, dass das Spiel ohne Lag läuft und auch danach nichts mehr gepostet haben. Ich denke mir mal meinen Teil dazu :D
Streaming ist von so vielen Faktoren abhängig. Da kann es einfach gut sein, dass es bei einigen einen Lag gibt und bei anderen Usern nicht. Da spielt nicht nur die Internetleitung mit rein, sondern auch wie weit die Server weg sind, oder wie gut die Strecke zwischen den Servern und der eigenen Leitung ausgebaut ist. Vom eigenen Netzwerk fange ich da noch nicht mal an.
Zum Spiel selbst: Ich hab Teil 1 und 2 im Coop etwas gespielt, aber so wirklich gepackt haben mich beide nicht, daher habe ich sie auch nie beendet. Hier verzichte ich.
sphinx2k schrieb am
Kann ja alles sein, zwischen merkbar und messbar besteht definitiv ein unterschied. Den einzigen sinnvollen Test konnte ich von ende letzten Jahres finden

Da war das fazit das es einen großen unterschied macht woran gespielt wird. Im Browser mit einem Kabelgebundenen Controller war es im schnitt 90ms delay. Mit einem Wireless controller an einem Chromecast schon bummelige 145ms delay.
Je nach Spiel war das ergebniss dann unterschiedlich, ein schnelles Spiel was lokal für die Eingabe 20ms gebraucht hat, war bei Stadia bei 80ms. 300% langsamer.
Ein Metro Exodus mit max Settings auf dem pc bei 71ms und bei stadia bei 123ms. aka nur 70% langsamer.
Also ganz grob scheint es da 60ms unterschied ausgemacht zu haben von lokal zu Stadia. Ich kann mir schon vorstellen das dies in einem Rahmen ist der nicht für jeden störend wirkt.
marvas1988 schrieb am
Ich kann ebenfalls von keinem merkbaren Input Lag berichten, aber man kann ja nicht immer von sich auf andere schließen. Wenn das eigene Netzwerk Probleme macht, kann auch Google nichts machen :D
Wer Lust auf das Game hat, sollte es einfach mal selbst ausprobieren. Aktuell ist es in Stadia Pro enthalten, das man für nen Monat kostenlos testen kann.
ralloralk schrieb am
ich habe es heute zum ersten mal im Coop Modus mit einem Freund gezockt.
Wir beide hatten keine Ahnung von dem Game und waren 5min später schon zusammen am zocken. Kein Lag und hat deutlich Spaß gemacht für eine casual runde
Regoras schrieb am
Zugegeben ich hab nur mit dem Controller gespielt, da ist das Aimen natürlich anspruchsvoller, aber das Platzieren der Fallen ist präzise. Inputlag habe ich nicht bemerkt, nicht mehr als an einer stationären Konsole.
schrieb am