Saints Row: The Third - Test, Action, Nintendo Switch - 4Players.de

 

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Action-Adventure
Entwickler: Volition
Release:
15.11.2011
15.11.2011
15.02.2013
10.05.2019
Alias: Saints Row 3 , Saints Row: The Third - The Full Package , Saints Row 3 - The Full Package
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Spielinfo Bilder Videos
A wie Action

Mit seinen Zitaten, Kameraperspektiven und Anspielungen auf einschlägige Action aus Spiel und Film von Karate Kid über Terminator bis hin zu Walking Dead oder Modern Warfare wirkt SR3 wie eine gewaltige Hommage an alles, was auch nur annähernd mit Action zu tun hat – egal aus welcher Epoche und gleichgültig ob auf B-Film-, Blockbuster- oder Serien-Niveau. Eingeleitet werden die Missionen durch zumeist sauber untertitelte Telefon-Dialoge oder Cutscenes (häufig auch in Kombination), bei denen ich mich immer wieder dabei ertappte, lauter zu lachen als eigentlich beabsichtigt. Dabei ist es nicht nur die Qualität der englischen Sprachausgabe, die von Anfang bis Ende nahezu perfekt besetzt wurde (u.a. mit Hulk Hogan als gescheiterter Wrestler Angel), sondern vor allem die inhaltliche Klasse.

Mit Dialogen, die von der Absurdidität eines Tarantino-Skriptes bis hin zur ernsten Leichtigkeit eines Martin Scorsese reichen, ist das Drehbuch filmreif und geizt auch nicht mit Überraschungen. Von Zeit zu Zeit kann man sogar Entscheidungen treffen, so etwa, ob man den Transporter mit Zombiegas ins eigene Hauptquartier karrt und von nun an zombiefizierte Saints zu Hilfe rufen kann oder ob man ihn vernichtet und damit einen permanenten Respekt-Zuwachs bekommt. Doch bis auf die allerletzte Mission, die je nach Entscheidung zu gewaltig unterschiedlichen Enden führt, kann man sie nicht wiederholen, um die „andere“ Auswirkung kennenzulernen, sondern muss eine neue Kampagne starten.

Respekt, Geld und Spaß

Doch auch abseits der Geschichte gibt es wieder haufenweise Aktivitäten, die man erledigen kann. Dass viele davon wie Snatch (Prostituierte abwerben und in den eigenen Stall bringen), Mayhem (richte so viel Schaden an wie möglich) oder Versicherungsbetrug (man muss sich in Autounfälle verwickeln lassen und dabei maximalen Schaden nehmen), stört mich nicht. Denn bei denen, die es von Stilwater nach Steelport geschafft haben handelt es sich um die interessanten Varianten. Außerdem gibt es auch einige neue Gelegenheiten, Geld und Respekt zu verdienen, von denen vor allem die Eskorte  und Dr. Genkis S.E.R.C. (steht für Super Ethical Reality Climax) im Gedächtnis bleiben. Bei Ersterem sitzt man à la Hangover mit einem Tiger im Auto und muss versuchen, das Tier durch seine Fahrweise zu besänftigen –was nicht so einfach ist, da das Schmusekätzchen auch gerne mal mit der Tatze ausholt und man kurzzeitig die Kontrolle über das Fahrzeug verliert – was allerdings angesichts der eingangs erwähnten technischen Probleme Nährboden für weiteren Frust liefert.

Die Inszenierung steckt voller cooler Ideen. Die Kampagne gehört bei Spielen mit offenen Welten immer noch zu den besten.
Die Inszenierung steckt voller cooler Ideen. Die Kampagne gehört bei Spielen mit offenen Welten immer noch zu den besten.
Und Letzteres ist die Steelport-Variante einer extremen Gameshow, in der man als Teilnehmer unter Zeitdruck über einen mit Fallen versehenen Parcours hetzt und verschiedene als Maskottchen verkleidete Gegner in die ewigen Jagdgründe schickt. Im Gegensatz zu den bisherigen Saints Rows hat Volition aber die Verknüpfung von Aktivitäten zum Fortschritt der Hauptstory entzerrt. Bei Saints Row 1 und 2 wurden die Aufgaben der Kampagne abhängig vom erwirtschafteten Respekt freigeschaltet – und den gab es mitunter nur über die Aktivitäten. Hier hingegen kann man bei Bedarf (oder Zeitmangel) weitgehend auf die Nebenaufgaben verzichten; der Erzählstrang kann weitergeführt werden, sobald alle dafür erforderlichen Hauptmissionen bewältigt wurden. Das heißt jedoch nicht, dass sich die Aktivitäten nicht lohnen – ganz im Gegenteil: Für das dort (sowie durch den Erwerb von Immobilien) eingenommene Geld kann man sich haufenweise Verbesserungen kaufen. Für die Gang, für sich selbst oder für seine Waffen, von denen die meisten in vier Stufen aufrüstbar sind. So kann aus einer einfachen Schrotflinte ein Monster-Schießprügel werden, der Brandgeschosse durch die Gegend jagt. Der Clou: Viele Verbesserungen werden erst freigegeben, wenn ein bestimmter Respekt-Level erreicht wurde, so dass es sich letztlich doch wieder lohnt, zumindest ein paar der Zusatzaufgaben in Angriff zu nehmen – abgesehen davon, dass es bis auf ganz wenige Ausnahmen einfach nur Spaß macht, sich mit den nebensächlichen Aufgaben zu beschäftigen, die Langeweile nicht aufkommen lassen.


Kommentare

Spiritflare82 schrieb am
Ah, mal wieder gut abgehangenes von der Resterampe für die Switch...langsam wirds lächerlich mit dem ganzen alten Schund, das schlimme ist, nichtmal der läuft vernünftig auf der Kiste
Hühnermensch schrieb am
just_Edu hat geschrieben: ?
13.05.2019 12:52
Einerseits ja, aber auf der HABEN Seite ist es teilweise sogar super, das so viele alte Schätzchen noch mal ausgegraben werden.. durch die spontan Stand by Mobilität der Switch erleben viele dieser Titel noch mal einen zweiten Frühling. Ich glaube nicht, das sich die Sachen so gut verkaufen, weil es nichts anderes gibt.. ich ertappe mich auch ständig bei dem Gedanken: "Das würde ich aber gerne noch mal auf der Switch spielen." Ich hoffe inständig, dass das Update die Qualität von SR III noch mal hochzieht, ich denke, dann würde ich tatsächlich noch mal zuschlagen. Dann sogar digital, damit ich es mit meinem Hausgrisu im Coop zocken kann.
Damit hast du durchaus Recht, für so manchen Spieler kann das echt ein Segen sein, um damals verpasste Titel nachzuholen. Leider fällt das Ergebnis, wie man ja jetzt an Saint's Row sieht, auch gerne mal miserabel aus oder der Publisher verlangt für simple Ports einfach mal einen Vollpreis. Insofern spielt man da fast sowas wie Roulette, wenn man sich in den Remaster-Zug setzt.
Ein gutes Beispiel ist ja das Dark Souls Remaster, das im Grunde eher verschlimmbessert wurde. Rudimentär bisschen an der Technik geschraubt, die wirklichen Mängel am Spiel nicht behoben, dafür aber immerhin neue Bugs eingebaut. Da lohnt es sich tatsächlich, eher zur alten Version zu greifen - was über Steam ja nicht mehr möglich ist.
Dass, um mal wieder auf Saint's Row zu kommen, die Entwickler jetzt auch noch ein wichtiges Update immer weiter hinauszögern, lässt mich immer mehr zur Annahme kommen, dass hier einfach nur stumpf ein Port angeleiert wurde, weil momentan jeder ein Spiel auf der Switch veröffentlichen muss. Sowas würde ich echt nicht mit einem Kauf honorieren.
just_Edu schrieb am
Hühnermensch hat geschrieben: ?
13.05.2019 10:53
Der Switch widerfährt immer mehr das gleiche Schicksal wie damals der Wii. Nach einem starken Stark, der alle Publisher überrascht hat, folgen nach und nach Portierungen von älteren Titeln oder abgespeckte Versionen von Neuentwicklungen, die es auch auf die PS4/XB1 schaffen. Hoffe sehr, dass Nintendo dieses Schicksal noch abwenden kann. Immerhin können sie ja massiv auf Indie-Titel setzen, womit sie schon auf der Wii U langsam begonnen haben.
Einerseits ja, aber auf der HABEN Seite ist es teilweise sogar super, das so viele alte Schätzchen noch mal ausgegraben werden.. durch die spontan Stand by Mobilität der Switch erleben viele dieser Titel noch mal einen zweiten Frühling. Ich glaube nicht, das sich die Sachen so gut verkaufen, weil es nichts anderes gibt.. ich ertappe mich auch ständig bei dem Gedanken: "Das würde ich aber gerne noch mal auf der Switch spielen." Ich hoffe inständig, dass das Update die Qualität von SR III noch mal hochzieht, ich denke, dann würde ich tatsächlich noch mal zuschlagen. Dann sogar digital, damit ich es mit meinem Hausgrisu im Coop zocken kann.
Hühnermensch schrieb am
Der Switch widerfährt immer mehr das gleiche Schicksal wie damals der Wii. Nach einem starken Stark, der alle Publisher überrascht hat, folgen nach und nach Portierungen von älteren Titeln oder abgespeckte Versionen von Neuentwicklungen, die es auch auf die PS4/XB1 schaffen. Hoffe sehr, dass Nintendo dieses Schicksal noch abwenden kann. Immerhin können sie ja massiv auf Indie-Titel setzen, womit sie schon auf der Wii U langsam begonnen haben.
Der Chris schrieb am
Bei manchen Games aus der Last-Gen merk ich so im Rahmen von Remasters und Co. dass da durchaus einiges dabei war, das ästhetisch schon ein bisschen fragwürdig war. Ich bin teilweise überrascht wie schlecht manche Spiele aus der Ära altern. Das zuletzt für die Switch angekündigte Bulletstorm (hieß das so?) fand ich auch schon nicht gerade eine Schönheit.
schrieb am

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