Travis Strikes Again: No More Heroes - Test, Action, Nintendo Switch - 4Players.de

 

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Travis Strikes Again: No More Heroes (Action) von Marvelous Europe
Die Rückkehr der Exzentrik
Action-Adventure
Entwickler: Grasshopper Manufacture, Suda51, Marvelous etc.
Publisher: Marvelous Europe
Release:
17.10.2019
17.10.2019
18.01.2019
Spielinfo Bilder Videos

Travis Touchdown hat seine Videospielkarriere mit No More Heroes auf Wii begonnen. Die Action war seinerzeit ebenso surreal wie brutal, schien damit ganz und gar nicht zum Image der Familienkonsole passen zu wollen und hat den Designer Suda 51 erstmals ins große Rampenlicht gerückt. Insofern ist es eine logische Folge, dass sowohl Travis als auch Suda ihre Rückkehr erneut auf einem Nintendo-System feiern. Ob die Action in Travis Strikes Again auf Switch mehr zu bieten hat als abgefahrene Ideen, klären wir im Test.



Suda ist nicht für alle

Spiele von Goichi Suda, besser bekannt unter seinem Alias Suda 51 sind “speziell” – und genau aus diesem Grund mag ich seine Projekte eigentlich. Prinzipiell im Mainstream angesiedelt, sind es neben dem markanten Artdesign mal kleinere, mal größere Ungewöhnlichkeiten, die aus Titeln wie Killer is Dead, No More Heroes und selbst dem Sidescroller Sine Mora etwas Besonderes gemacht haben. Doch in den letzten Jahren ist es ruhig um ihn und seine Firma Grasshopper Manufacture geworden – was evtl. auch mit der Übernahme 2013 durch GungHo Online Entertrainment (Ragnarok Online, Puzzles & Dragons) zu tun hat. Seitdem ist Grasshopper eigentlich eher durch Auftragsarbeiten wie Neuauflagen der Visual Novel The Silver Case für Nippon Ichi sowie die Free-to-play-Action Let it Die auf PlayStation 4 in Erscheinung getreten. Doch jetzt scheint er wieder bereit zu sein, sich und seine ausgeflippte Kreativität wieder stärker einbringen zu wollen.

Das Ergebnis ist Travis Strikes Again, dessen Untertitel No More Heroes keinen Zweifel daran lässt, welcher Serie es zugeordnet werden muss. Und schon beim ersten Blick auf das nach wie vor markante Design mit seinen knalligen Pastellfarben, die den klar strukturierten Figuren sowie Hintergründen einen kernigen Comicstil verpassen, fühlt man sich an damals erinnert. Zumindest in dieser Hinsicht hat Grasshopper es immer noch drauf – die Unreal-Engine scheint hier eine

Auf die monochromen Textwüsten hätte man ruhig verzichten können.
Auf die monochromen Textwüsten hätte man ruhig verzichten können.

gute Wahl gewesen zu sein. Erzählerisch zeigen sich Suda 51 und Travis allerdings ebenso konfus und absurd wie vor zig Jahren. Der ehemalige Ranglistenerste der Auftragskiller hat sich aus dem Berufsleben zurückgezogen und widmet sich Videospielen, seinem Hobby Nummer 1. Doch die Idylle seines von virtuellen Abenteuern auf der fiktiven Prototypen-Konsole Death Drive Mk2 gefüllten Lebens wird jäh unterbrochen. Der maskierte „Bad Man“ taucht in seinem Trailer auf und möchte ihn töten, da er seine Tochter auf dem Gewissen hat – ein Erlebnis, das man in No More Heroes 2 nachspielen kann. Es kommt zu einem Kampf, in dessen Verlauf beide in die Konsole gesogen werden. Und damit beginnt ein höchst skurriles Abenteuer.

Die Spielkonsole des Todes

Und das nicht nur erzählerisch. Immerhin ergibt die Geschichte um das Death Drive Mk2 und die dafür entwickelten Prototyp-Spiele noch einigermaßen Sinn, wenn man sich darauf einlässt. Bewältigt man alle Titel, bekommt man einen Wunsch erfüllt. Und das würden sowohl Bad Man als auch Travis nur zu gerne umsetzen. Scheitert man, stirbt man auch in der Realität - ein Szenario, das leicht an die Traumsequenzen in Catherine von Atlus erinnert. Und das bleibt nicht der einzige Fingerzeig auf

Gespeichert wird in alter Serientradition auf der Toilette.
Gespeichert wird in alter Serientradition auf der Toilette.

Pop-Kultur. Mit haufenweise Anspielungen auf Filme, Serien und andere Videospiele, die sich teils im Artdesign, teils in der Levelgestaltung und nicht selten in kleinen Easter Eggs zeigen, erreicht Suda 51 fast die gleiche überbordende Kreativität wie zum Höhepunkt seines Schaffens, das für mich bei Shadows of the Damned sowie Lollipop Chainsaw liegt. So finden  nicht nur haufenweise Spiele von unabhängigen Entwicklern eine kleine Erwähnung über die Fan-Shirts, mit denen man Travis ausrüsten kann. In den mit stilisiertem Gebrabbel umgesetzten Dialogen gibt es Anspielungen auf Filme und Software-Publisher, wie man den Untertiteln entnehmen kann.


Kommentare

DongDong schrieb am
B-i-t-t-e-r hat geschrieben: ?
07.03.2019 00:54
ThreeM hat geschrieben: ?
21.01.2019 23:31
Vorab: Ich lese 4Players bevorzugt, da ich die...?.
Danke für eure Aufmerksamkeit ^^
Nein ich Danke Dir! :) Wollte eigentlich nur nochmal den 4Players Test Revue passieren lassen...weil mich das Spiel auch so fasziniert! wie schon Shadow of the Damned, Lollipop, KIller7 usw.
Die technischen gewollten Unzugänglichkeiten hab ich nicht mal so war genommen...aber Du liegst da denke ich richtig damit. Toller Kniff. Ich bin halt hauptsächlich wieder vom Artdesign und dem 'philosophischen' Aspekt erlegen.
Wunderbar wie Du es beschreibst und für mich persönlich der 'bessere' Test :)
Da wünsche ich uns Beiden mal noch viel Spaß mit Travis. ;)
Sein "Test" beruht aber völlig auf seiner (IMHO) überzogenen Interpretation (die außer Ihm so auch scheinbar gehabt hat, selbst die Tests die 90++ geben, geben diese nicht aufgrund so einer Interpretation)......auf die Art und weise kann ich mir auch Fallout 76 oder Anthem schönreden.
Damit will ich ihm gar nicht das Spiel schlechtreden...er sieht das Spiel so und das ist OK. Das ganze aber so als Grund nehmen um deshalb das Spiel gleich zu kaufen finde ich etwas überzogen.
B-i-t-t-e-r schrieb am
ThreeM hat geschrieben: ?
21.01.2019 23:31
Vorab: Ich lese 4Players bevorzugt, da ich die...?.
Danke für eure Aufmerksamkeit ^^
Nein ich Danke Dir! :) Wollte eigentlich nur nochmal den 4Players Test Revue passieren lassen...weil mich das Spiel auch so fasziniert! wie schon Shadow of the Damned, Lollipop, KIller7 usw.
Die technischen gewollten Unzugänglichkeiten hab ich nicht mal so war genommen...aber Du liegst da denke ich richtig damit. Toller Kniff. Ich bin halt hauptsächlich wieder vom Artdesign und dem 'philosophischen' Aspekt erlegen.
Wunderbar wie Du es beschreibst und für mich persönlich der 'bessere' Test :)
Da wünsche ich uns Beiden mal noch viel Spaß mit Travis. ;)
ThreeM schrieb am
Ja, das war auch eher indirekt Kritik an den Tester. Ich wollte nur darlegen das es durchaus Gründe gibt das Spiel zu mögen.
ronny_83 schrieb am
Du findest es toll und viele andere finden es durchmischt oder kacke. Dafür sind Tests ja da. Kann man sich gut ein Bild machen. Was vorab sofort auffällt ist die Eigenheit des Spiels, die man mögen muss. Solche nischigen Persiflage-Spiele gibt es ja auch nicht erst seit heute. Gefühlt jedes fünfte Spiel veralbert die moderne und vergangene Gesellschaft und Spielekultur.
Ich denke, diese Aspekte sind auch so im Test von 4players als positiv hervorgehoben. Wenn dem entgegen aber nur durchschnittliches Handwerk und durchschnittliche Ausführung steht, die den Testern aufstoßen, dann sind auch durchschnittliche oder nur gute Bewertungen gerechtfertigt. Positiver kann ja für sich jeder immer noch entscheiden.
TSA ist eins der Spiele, dass du garantiert nicht jedem empfehlen kannst, weil mindestens die Hälfte bei der Eigenart des Spiels abkotzen wird. Reiht sich also ein in die Liga von Lollipop Chainsaw, No More Heroes, Killer 7 und Co.
ThreeM schrieb am
Vorab: Ich lese 4Players bevorzugt, da ich die Tests immer als sehr kritisch empfinde und ich mich sehr oft (eigentlich fast immer) in meiner Meinung zu Spielen bestätigt werde. Die Tests sind hilfreich und erleichtern mit eine Entscheidung zu treffen ob ich ein spiel kaufe oder nicht. zumindest gibt mir 4Players oft den letzten Hinweiß ob sich ein Spiel für meinen Geschmack lohnt. Dies vermag 4Players mit einer, bei mir, enorm hohen Trefferquote. Dafür danke ich allen Redakteuren und dem gesamten Team.
Aber hier wird meiner persönlichen Einschätzung nach ein grandioses Spiel verkannt. Dieses Kunstwerk wäre an mir vorbei gegangen, wüsste ich nicht um die polarisierende Kraft die in Titeln von Grasshopper bzw Suda51 steckt. Ja Kunstwerk, denn Travis Strikes again ist in meinen Augen genau das! Was mich zu meiner Meinung bringt führe ich gerne aus, denn meiner Meinung nach gehört das Spiel in jede Sammlung eines Spielers der sich über das reine Gaming hinaus auch für die Spielkultur interessiert.
Travis Strikes Back ist eine Zeitreise durch die Gaminggeschichte, voller Zitate auf vergangene Entwicklungen, Spiele und Techniken. Die Anleihen der Grafik welche an Programmertricks auf der Playstation erinnern oder an andere Gamingsysteme wie den Vectrix oder C64.
Z.b. gibt es Levels die den Look von Vectorgrafik "emulieren" (Grand Prix Level) oder die Skydomes als Backgrounds verwenden. Das sind nur 2 Beispiele, das Game selbst ist vollgepackt damit.
Zeitgleich übt es immer wieder Kritik an schlechten Gameplayelementen und Designentscheidungen heutiger Games und auch an sozialer Interaktion indem es diese Elemente persifliert und das gekonnt mit eigenem Gameplay verbindet.
Beispiel das "RPG Level". Hier musst du ständig weite Wege zurücklegen, ständig müssen die selben Flure abgegangen werden. Ein Kritikpunkt die in RPGs, im speziellen JRPGs, öfter vorkommen um die Spielzeit zu strecken. Dabei verzichtet Travis Strikes Back aber selbst darauf die tatsächliche Spielzeit...
schrieb am