Mortal Kombat 11 - Test, Action, PlayStation 4 Pro, Nintendo Switch, PC, Xbox One X - 4Players.de

 

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Mortal Kombat 11 (Action) von WB Games
Meisterklasse mit Schönheitsfehlern
Beat-em up
Publisher: WB Games
Release:
23.04.2019
23.04.2019
23.04.2019
23.04.2019
23.04.2019
23.04.2019
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Spielinfo Bilder Videos
„Finish Him“: Wenn diese Worte aus dem Lautsprecher schallen, war dies bis vor wenigen Jahren ein Grund für den deutschen Jugendschutz, den Stecker zu ziehen. Doch nachdem bereits Mortal Kombat X nachträglich mit dem USK-Siegel der Weg für eine offizielle Veröffentlichung hierzulande geebnet wurde, dürfen Raiden, Liu Kang & Co auch mit der Fortsetzung in den Verkaufsregalen auftauchen. Und das, obwohl Warners Netherrealm Studio keinerlei Kompromisse macht. Was Mortal Kombat 11 abseits der überzeichneten Gewaltdarstellung zu bieten hat, verraten wir im Test.

Die Zeichen der Zeit

Das letzte Mortal Kombat liegt bereits vier Jahre zurück. Doch jetzt heißt es wieder „Finish Him“. Mortal Kombat 11 möchte auf den Tugenden des Vorgängers aufbauen und die Spieler nicht nur mit einer vollkommen überzogenen Gewaltdarstellung, sondern auch einer weiterentwickelten Mechanik sowie einer hochklassig inszenierten Story begeistern. Und Letzteres ist zweifellos gelungen. Direkt an die Ereignisse des Vorgängers anschließend, rufen die Netherrealm Studios rund um Serien-Veteran Ed Boon alle Register auf. Kameraeinstellungen, Drehbuch, Action, Soundtrack: Alles ist von allererster Güte und erinnert sehr häufig an die Superhelden-Verfilmungen aus den Häusern DC und Marvel, dann wiederum an Peter Jacksons Herr-der-Ringe-Trilogie mit ebensoviel Pathos. Über die etwa sechs Stunden, in denen man gut 50 Kämpfe bestreitet, die von teils dramatischen, teils witzigen, aber jederzeit sehr unterhaltsamen Zwischensequenzen umrahmt werden, springt man nicht nur von Protagonist zu Protagonist.

Die etwa sechs Stunden lange Geschichte mit ihren rund 50 Kämpfen ist nicht nur kinoreif inszeniert, sondern bietet an einigen Stellen auch eine Kämpferwahl an.
Die etwa sechs Stunden lange Geschichte mit ihren rund 50 Kämpfen ist nicht nur kinoreif inszeniert, sondern bietet an einigen Stellen auch eine Kämpferwahl an.
Mitunter kann man zwischen zwei zur Verfügung stehenden Figuren wählen, wobei sich der Wiederspielwert dennoch in Grenzen hält, da sich die Wege bis zum Ende des jeweiligen Kapitels nur kurzzeitig entfernen. Dennoch: Von der Intensität, mit der Netherrealm mit seinen letzten drei Spielen den Storymodus in Prüglern weiterentwickelt hat, kann sämtliche fernöstliche Konkurrenz nur träumen. Nicht nur, dass man die Geschichte um die gleichermaßen charismatische wie machthungrige Zeithüterin Kronika erweitert hat, die in ihren besten Momenten an die von Cate Blanchett eindrucksvoll verkörperte Hela aus Thor Ragnarok erinnert. Man nimmt Bezüge auf viele ältere Episoden der Geschichte und führt diese nicht nur glaubwürdig zusammen, sondern nutzt die Story um mehrere Zeitebenen auch, um klassische mit neuen Figuren auf einen Bildschirm zu bringen. Dass die Atmosphäre dabei von der im Vergleich zu Injustice 2 nochmals verbesserten Mimik sowie den nahtlosen Übergängen zwischen Cutscene und Kampfintro profitiert, versteht sich von selbst. Die deutsche Lokalisierung kann zwar nicht mit Stars wie Ronda Rousey (UFC, WWE, Expandables 3) in der Rolle von Sonya Blade aufwarten. Da diese aber ohnehin nicht mit der allgemeinen Qualität und Erfahrung ihrer Kollegen wie Jennifer Hale (Weibliche Sheperd aus Mass Effect) oder Troy Baker mithalten kann und in entscheidenden Situationen die Emotionen nicht vollends vermitteln kann, vermisst man sie angesichts der durchweg guten deutschen Lokalisierung nicht wirklich.

Reduzierter Fortschritt


Die neuen "Fatal Blows" stehen den Finishern kaum nach, die allerdings an Intensität und überbordender Fantasie nochmals zugelegt haben.
Die neuen "Fatal Blows" stehen den Finishern kaum nach, die allerdings an Intensität und überbordender Fantasie nochmals zugelegt haben.
Doch die Story wäre nur halb so unterhaltsam, wenn das Kampfsystem nicht mithalten würde. Und auch hier übertrifft sich Netherrealm. Nicht nur, dass man ein ausuferndes Tutorial anbietet, das auf jede Facette der an der Oberfläche simplen, aber mit seinem Timing-basierten Kombo-System durchaus komplexen Mechanik eingeht. Basis-Angriffe, Verteidigung, Kombos, die Modifikation von Angriffen über den auf der rechten Schultertaste liegenden Verstärker, der allerdings ein Segment der neuen Angriffs-/Verteidigungsanzeige frisst, die Wichtigkeit der Framezahlen bei Vorlauf und Ausführung von Attacken: Nichts bleibt unerwähnt. Zudem gibt es für jede der über 20 Figuren ein eigenes Kapitel, das sich mit einigen der verfügbaren Spezialangriffe beschäftigt, so dass man für die Duelle auf einem hervorragenden Fundament steht. Mortal-Kombat-Veteranen dürfte dabei auffallen, dass das Spieltempo im Vergleich zum Vorgänger reduziert wurde. Es gibt keine Sprinttaste mehr und die Duelle sind im Allgemeinen etwas träger, wodurch auch die taktische Seite der hektoliterweise Bildschirmblut bietenden Gefechte betont wird. Auf dem Weg zu den Finishern (die übrigens in der Story keine Rolle spielen und nur in den übrigen Modi möglich sind) kommt es weiterhin auf gutes Timing, Erahnen der gegnerischen Attacken oder das Erkennen der Kombos an, um den Block setzen zu können. Und mit zwei weiteren Elementen können verloren geglaubte Kämpfe evtl. noch umgebogen werden. Die mit Röntgen-Einstellungen versehenen wuchtigen „Krushing Blows“ werden zwar automatisch ausgelöst, benötigen aber bestimmte Voraussetzungen zur Aktivierung wie Konter-Situationen etc.


Kommentare

casanoffi schrieb am
-svega- hat geschrieben: ?
03.05.2019 07:57
...was macht eine tatsächlich gewaltverherrlichende Darstellung heute weniger jugendgefährdend als vor einem Jahrzehnt?
Meinst Du, weil früher Spiele viel schneller geschnitten werden mussten, um eine Altersfreigabe ab 16 zu bekommen?
Crysiscore schrieb am
-svega- hat geschrieben: ?
03.05.2019 07:57
Btw. (also nicht ganz topic)
Unabhängig vom Spiel und dessen hier thematisierten Umsetzung frage ich mich mit Blick auf den Eröffnungstext des Artikels, ob es nicht Zeit für einen tatsächlich reflektierenden Artikel zum Thema Jugendschutz ist. Mir persönlich stellt sich bei einigen Titeln und deren nachträglichen Prüfsiegelvergabe mittlerweile die Frage was macht eine tatsächlich gewaltverherrlichende Darstellung heute weniger jugendgefährdend als vor einem Jahrzehnt?
FSK18 das Blut sieht nicht richtig realistisch aus und der Wandel der Zeit halt. Und schon mit den FSK18 Sigel ist die Sache geklärt. Eltern sollten sich in der heutigen zeit/Jugend mehr mit Sachen beschäftigen die ihre Kinder halt tun darunter auch welche Video spiele sie ihnen kaufen. :D is aber imma einfacher Verantwortung abzugeben wen man es kann... hallo 21jahundert xD
-svega- schrieb am
Btw. (also nicht ganz topic)
Unabhängig vom Spiel und dessen hier thematisierten Umsetzung frage ich mich mit Blick auf den Eröffnungstext des Artikels, ob es nicht Zeit für einen tatsächlich reflektierenden Artikel zum Thema Jugendschutz ist. Mir persönlich stellt sich bei einigen Titeln und deren nachträglichen Prüfsiegelvergabe mittlerweile die Frage was macht eine tatsächlich gewaltverherrlichende Darstellung heute weniger jugendgefährdend als vor einem Jahrzehnt?
Skippofiler22 schrieb am
Nun ja. Und es ist auch mehr als nur sein Gore bei den Finishern.
Crysiscore schrieb am
TheoFleury hat geschrieben: ?
01.05.2019 04:39
Mortal 2K Kombat 11 ... Auf Metacritic zurecht von Spielern abgewatscht.
Jupp und da merkt man wv keine Ahnung haben vom game und es wirklich gespielt haben. ;D
schrieb am

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