Astral Chain - Test, Action, Nintendo Switch - 4Players.de

 

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Astral Chain (Action) von Nintendo
Platinum wie immer?
Action-Adventure
Entwickler: Platinum Games
Publisher: Nintendo
Release:
30.08.2019
Jetzt kaufen
ab 53,99€
Spielinfo Bilder Videos

Während viele Fans von Platinum Games entweder verzweifelt oder geduldig auf Bayonetta 3 warten, wurde dieses Frühjahr überraschend die futuristische Action Astral Chain für Switch angekündigt. Und wie sich im Test herausstellen sollte, ist dieses Projekt nicht nur ein kleines technisches Wunder für Nintendos Hybrid-System, sondern eines der ambitioniertesten Spiele der japanischen Kultschmiede.



Düstere Zukunftsaussichten

Platinum Games zeichnet wieder einmal eine düstere Zukunft: Die Erde wird von so genannten Chimären überrannt, deren Ursprung in einer digitalen Astral-Ebene zu liegen scheint. Die Menschheit ist von der Auslöschung bedroht. Nur die speziell für diesen Zweck ins Leben gerufene Neuron-Sondereinheit der Polizei scheint mit ihren gefügig gemachten Chimären gewappnet, den Kampf gegen diese außerdimensionalen Feinde aufnehmen und das Rätsel um den Ausgangspunkt der Gefahr lösen zu können. In der Rolle eines Teils eines Zwillingspaares, was aber letztlich nur der Aufhänger ist, um sich für eine weibliche oder männliche Figur entscheiden zu können, wird man für die Neuron-Einheit rekrutiert. Und noch bevor die Tinte auf dem Vertrag trocken ist, ins tiefe Wasser geworfen. Bereits der erste Einsatz hat es in sich – und das nicht nur hinsichtlich der Action oder der zumeist geskripteten Zwischensequenzen, die mit rasanten Schnitten und schnellen Kamerafahrten für Dramatik sorgen.

Denn was einem zuerst auffällt, ist die enorm hohe Qualität der Kulisse. Im Detail hilft sich Platinum zwar gelegentlich mit Dither-Effekten, um manche Texturen in der Entfernung darstellen zu können. Doch dieses „Aufpixeln“ fällt nur auf UHD-Bildschirmen auf - wie auch die Kantenbildung, die allerdings niemals kritische Werte überschreitet. Im normalen HD-Betrieb sowie mobil sorgt die 720p-Auflösung für ein durchweg sehr ansehnliches, jederzeit flüssiges sowie technisch einwandfreies Erlebnis. Natürlich hilft dabei auch die Entscheidung, mit dem Anime-Stil

Die Kulisse gehört zum technisch Besten, was man derzeit auf Switch zu sehen bekommt.
Die Kulisse gehört zum technisch Besten, was man derzeit auf Switch zu sehen bekommt.

und dem Neon-Anstrich der Abschnitte auf der Erde die Farbpalette auf ein interessantes Minimum zu reduzieren, während die Abschnitte in der bedrohlich roten digitalen Astralwelt von kubischen Elementen geprägt sind. Doch in Verbindung mit dem grandiosen Artdesign, das in manchen Bereichen wie z.B. der Vorstellung der variantenreich auftauchenden Feinde oder der generellen Gegner-Gestaltung Erinnerungen an Bayonetta, einen der markantesten Titel von Platinum Games weckt, kommt es immer wieder zu Momenten, in denen man nicht mehr das Gefühl hat, dass hier eine technisch vergleichsweise schwache Konsole am Werken ist. Man vergisst schlichtweg, dass man hier auf der Switch spielt – insbesondere wenn man das bunte Geschehen mit dem Pro Controller kontrolliert. Dass Platinum hier einen der derzeit visuell beeindruckensten bzw. forderndsten Titel auf Nintendos Hybrid auf die Beine gestellt hat, merkt man allerdings spätestens, wenn man die Switch aus dem Dock zieht, um mobil weiterzumachen: Die Konsole ist sehr warm und der eingebaute Ventilator dreht auf Hochtouren.    

Platinum wie immer?

Doch wie sieht es inhaltlich aus? Kann Platinum Games an seine Kernkompetenz der anspruchsvollen Charakter-getriebenen Action mit ausgefeilten Kampfsystemen anknüpfen, die man nicht nur mit Eigenproduktionen wie The Wonderful 101 oder Bayonetta, sondern auch mit Lizenzproduktion wie Transformers: Devastation oder Nier: Automata seit Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat? Oh ja!

Die Kette, mit der die Legion und der Held verbunden sind, kann im Kampf in verschiedenen Situationen genutzt werden, so z.B. um die Feinde kurzzeitig zu fesseln.
Die Kette, mit der die Legion und der Held verbunden sind, kann im Kampf in verschiedenen Situationen genutzt werden, so z.B. um die Feinde kurzzeitig zu fesseln.

Insgesamt sind die Kämpfe zwar etwas nachgiebiger ausgefallen, selbst wenn man als Schwierigkeitsgrad „Platinum Standard“ ausgewählt hat und auf den ersten Blick bietet die einzige (!) Schlagtaste nicht viel Spielraum. Doch was Dynamik und Optionen betrifft, den ihrerseits recht gnadenlos attackierenden Feinden zu begegnen, merkt man schnell Platinums gesammelte Erfahrung. Der Clou liegt in der Verwendung so genannter „Legion“-Kämpfer. Dahinter stecken fünf Chimären mit unterschiedlichen Eigenschaften, die man im Kampf beschwört bzw. durchschaltet und die durch eine Astralkette mit einem verbunden sind. Diese kann man per Knopfdruck nach „vorne“ bzw. auf einen per Zielmarkierung anvisierten Feind jagen – natürlich nur, so weit die Länge der Kette reicht. In Gegnernähe greift die Legion automatisch an. Zusätzlich kann man natürlich auch die Gegner mit der Hauptfigur attackieren, die mit dem in drei Formen (kurz mit schnellen Angriffen, groß mit schweren schildbrechenden Attacken, Fernwaffe) zur Verfügung stehenden X-Baton genug Varianten hat, um den Chimären zuzusetzen. Mitunter hat man auch gar keine andere Wahl, denn die Energie, die einem zur Verfügung steht, um die Legion zu beschwören bzw. zu kontrollieren, ist begrenzt und wird auch durch erlittenen Schaden verkürzt.


Kommentare

ThreeM schrieb am
So, nach mehreren Stunden Spielzeit mein Fazit. Und es wird kein schönes. Wer das Spiel also mag, möge den Rest meiner Meinung vielleicht nicht lesen, ich will niemanden das Spiel schlecht reden, aber ich bin ziemlich enttäuscht.
Ich begreife nicht wieso Astral Chain bei Metacritic und auch bei 4 Players so gut wegkommt. Gameplay und Gamedesign ist hier das Letzte. Es bleibt bei hübscher Grafik, guten Soundtrack, einer Story die zwar flach aber der man schon recht gern folgen mag und einer netten Inszenierung. Aber was mich bei Astral Chain in den Wahnsinn treibt sind die vergebenen Chancen welches Gameplay und Gamedesign betrifft. Das ist nämlich meiner Meinung nach nur Maske und mehr Schein als Sein.
Kampfsystem: Das Kampfsystem, welches sich im laufe der ersten, ich sage mal 4-5 Kapitel öffnet. Man hat das Gefühl das durch die Legionen Vielfalt ins Spiel kommt. Dies ist aber nur Schein, weil es schlicht egal ist mit welcher Legion man auf welchen Gegner losgeht. Schwert Legion voll aufleveln und den Rest einfach so lassen. Das reicht. Hier wird eine Scheinvielfalt geboten. Im Kampf selbst bekommt man ej nur gelegentlich was von den autarken Aktionen der Legionen mit. Die SYNC Attackten sind die einzigen Momente bei denen man was direkt von den Legionen hat. Und auch das ist mehr als Flach vom Gameplay und beschränkt sich auf Quicktime mäßiges Button drücken. Timing? Egal, Blitzt ja schön auf, man hat genug zeit für den Press. Anders geht es auch nicht, weil man nie genau sehen kann was der Gegner oder man selbst grade für eine Aktion ausführt. Zwar klappt das noch bei 2-3 Gegnern, sind aber mehr zugegen verkommt der Kampf zu einem Haufen von 3D Modellen geschmückt mit Licht und Explosionseffekten. Hier zu erkennen wann der Gegner zuschlagen will oder wann man selbst eine Aktion einstreuen sollte... Fehlanzeige. Man drückt einfach auf RZ herum, weicht gelegentlich mit B aus und streut gelegentlich ein LZ ein damit die Legion ihren Dienst tut, oder wirft ein...
SethSteiner schrieb am
Astral Chain ist so ziemlich das was ich vorher erhofft und erwartet habe. Es sieht gut aus, klingt gut und fühlt sich auch gut an.
Ich kann bislang nicht bestätigen, dass die Kamera ein Problem wäre. Sie zickt nicht herum, in dem sie dauernd irgendwohin springen würde, wo man sie nicht haben will. Man kontrolliert sie selbst und das verläuft zumindest bei mir ziemlich reibungslos. Das einzige was vielleicht etwas schwieriger sein könnte ist das anvisieren über den rechten Stick. Ich verzichte bislang zumeist darauf, weil ich ohnehin schon genug zutun habe und die automatische Anvisierung äußerst gut funktioniert.
Beim Schwierigkeitsgrad habe ich direkt als es wählbar wahl Platinum gewählt und so fühlt sich das Spiel auch bislang angenehm fordernd an. Ich denke ich bin immer noch eher am Anfang, kann sich also ändern aber bisher gefällt mir der Kampf. Er ist schwierig aber nicht unschaffbar, sondern ziemlich fair gestaltet und erfordert umfangreichen Einsatz des Repertoires. Ganz allgemein gefällt mir die Vielfalt des Spiels, ich fühle mich wie ein Cop und ein Detective. Ist dieser Teil besonders schwierig? Nicht wirklich aber es macht Spaß und hilft in die Welt einzutauchen als wenn man dauernd nur Monster verprügeln würde. Ich hätte mir aber gewünscht mehr mit dem Motorrad rumzufahren bisher.
Der größte Kritikpunkt ist für mich tatsächlich dass der Hauptcharakter nicht spricht. Es macht einfach keinen Sinn. Die Charaktere haben ja Synchronsprecher, sie sind da aber sie haben keine Lines, wenn man sie als Hauptcharakter auswählt. Es ist paradox und das Spiel würde meiner Meinung nach DEUTLICH gewinnen, wenn der Charakter selbst Dialoge führen und Situationen kommentieren würde. Bei Nier Automata hat es ja auch geklappt, seltsam dass es hier nicht geht. Schade ist allgemein, dass es keine Vollsynchro gibt aber das ist noch verständlicher als die Sache mit dem Hauptcharakter.
Positiv fällt mir dafür der Rest auf. Ja es ist recht typisch Anime aber es solide und...
ThreeM schrieb am
Ich weiß nicht so recht, vielleicht bin ich zu alt, aber bei mir zündet Astral Chain nicht. Die Kamera ist oft nervig, die Kämpfe sind mir zu sehr overaction, oft sieht und erkennt man nicht was man eigentlich tut und drückt nur Quicktimeevent mässig die richtigen Buttons zur richtigen Zeit, was allerdings wenig geplant wirkt. Hier wurde meiner Meinung nach einfach zuviel reingepackt. Mag sein das sich mir das noch erschließt, aber ein flüssiger Kampf wie bei Bayonetta oder so will sich bei mir einfach nicht einstellen. Oft auch wegen der nervigen Kamera.
Die Detektiv-Aufgaben sind einfach nur alles abgehen und A smashen damit man die 3 Sätze Dialoge schnell wegklickt, die Clues werden ja aufgenommen. Die richtigen Antworten am Ende bekommt man auch so raus, da sich diese durch den Kontext der Frage erschließen.
Die Musik find ich zwar Klasse, allerdings geht mir diese im HQ zumindest doch schnell auf die Nüsse. Ansonsten find ich den Soundtrack aber gut.
Das der Charakter stumm bleibt erzeugt bei mir eher das Gefühl das alle anderen um mich herum agieren aber nicht mit mir. Das distanziert mich irgendwie von der Atmosphere.
Das Spiel ist schon kein schlechtes, aber ich sehe es für mich eher im 70-75% Bereich. Für mich kein Fehlkauf, aber auch kein Renner. Eher was für Anime Liebhaber die mit der doch recht 0815 Story was anfangen können.
Ach ja, der Chainjump kann auch oft ziemlich nervig sein.
Nanoklam schrieb am
Hab grad nochmal meinen 3ds entstaubt um mal wieder Shin megami tensei 4 und Apocalypse (Evt auch Devil Survivor 1+2 wenn ich dann noch lust hab) zu geniesen danach werde ich mir Astral Chain besorgen. Also wird so Anfang 2020 vielleicht gibt es bis dahin auch ein Angebot.
Marcee0815 schrieb am
Raskir hat geschrieben: ?
03.09.2019 17:39
Der gute Sieg Wahrheit
Bester Name für einen Spielercharakter den es jemals gab xD
schrieb am

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