Paper Mario: The Origami King - Test, Rollenspiel, Nintendo Switch

 

Test: Paper Mario: The Origami King (Rollenspiel)

von Matthias Schmid



Publisher: Nintendo
Release:
17.07.2020
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ab 45,29€
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So viel zu tun



Beispiele für die Aufgabenvielfalt gefällig? Immer wieder stößt man im Spiel auf so genannte Faltkreise - das sind leuchtende Punkte auf dem Boden, wo eure Begleiterin Olivia dem Klempner mit mächtigen Papp-Armen helfen kann. Damit werden Schalter gedreht, Wände zerhauen oder Türen verschließende Aufkleber abgepellt - optional mit Steuerung per Bewegungssensor, ich habe die Motion-Funktion aber bald deaktiviert. Ebenfalls schön: Manch größeres Gebäude inszeniert das Spiel als charmante Light-Variante typischer Zelda-Kerker - einmal wähnt man sich dabei auf einem Spaziergang durch eine Tropfsteinhöhle, samt kostenpflichtiger Illumination via Münzeinwurf. Andernorts muss die Heldentruppe Schalterrätsel lösen, um den Wasserfluss in einem Dungeon zu lenken. An Bord des Luxusliners MS Peach wird Mario unfreiwillig zum Action-Star auf der Theaterbühne - Intelligent Systems verquickt dabei Mechaniken typischer Nintendo-Hüpfspiele mit dem Charme von Moulin Rouge, inklusive tanzender Shy-Guy-Truppe. Wenig macht man sich im Wüstensand mit einem studierten Toad an die Entschlüsselung alter Schriten oder sitzt plötzlich in einem urigen Café, wo nebenan auf dem Barhocker ein Gumba seinen doppelten Espresso schlürft. Dazu kommen temporäre Begleiter in manchen Welten, Action- und Fahreinlagen (Blooper-Zwischenboss, Floßtaxi durch Stromschnellen) oder Minispiele wie ein Ninja-Wurfstern-Training. Und natürlich vieles mehr…

Zeit zu kämpfen

Vor dem Zuschlagen kommt das Anordnen: Man kann die Position der Feinde zu seinen Gunsten verändern.
Vor dem Zuschlagen kommt das Anordnen: Man kann die Position der Feinde zu seinen Gunsten verändern.
Manche schwache Papierschergen kann Mario im Vorübergehen weghämmern, so dass es nicht zum Rundenkampf kommt, andere kann er umgehen, denn besonders ausdauernd beim Verfolgen sind die Feinde nicht. Trotzdem kommt es sehr regelmäßig zu Scharmützeln, im Spiel „Scharenschlacht“ genannt. Dann stellt man sich in einer kreisrunden Arena einer Gruppe von Gegnern, manchmal kommen noch ein, zwei Trupps nach, wenn die erste Schar besiegt ist, vielfach aber auch nicht. Die Kämpfe teilen sich in zwei Abschnitte ein: Zunächst springen die Feinde auf ihre Plätze in der in Ringen und Segmente eingeteilten Arena. Dann hat man ein paar Züge, um die Untergrund-Ringe zu drehen bzw. -Segmente zu verschieben: Das Ziel ist, die Gegner zu einer nahestehenden, quadratischen Vierergruppe (perfekt für den Hammer) oder zu einer hintereinander aufgereihten Viererkette (optimal für den Sprungangriff) anzuordnen.

Und Draufgehauen! Die Wucht von Schlägen und Hopsen verstärkt man durch gut getimtes Knopfdrücken.
Und Draufgehauen! Die Wucht von Schlägen und Hopsen verstärkt man durch gut getimtes Knopfdrücken.
Während dieser Phase tickt die Uhr - wer nicht rechtzeitig auf die mal supersimple, mal knifflige Schiebe- und Drehlösung kommt, muss eben mit einer suboptimalen Feindformation kämpfen. Zudem bietet das Spiel zwei Zusatz-Mechaniken: Auf Knopfdruck kann man sich mit Münzen ein bisschen mehr Zeit kaufen oder aber die Kohle ins Toad-Publikum werfen - dann spendet der Mobs Items und hilft beim Anordnen der Feinde. Nach dieser Sortierphase (die auch nach jeder Runde, nicht nur einmal pro Kampf ansteht), folgt der eigentliche Schlagabtausch: Je nach Anzahl der Feinde hat Mario einen, zwei, drei, etc. Züge, um zuzuschlagen. Dazu wählt man die Art der Attacke und wo der Klempner angreifen soll. Und natürlich werden die Manöver selbst durch gut getimtes Knopfdrücken erheblich verstärkt - das kennt man von der Serie (und von den beiden South-Park-RPGs) und schätzt es. Es sorgt für Kurzweil und fühlt sich dank knackiger Soundeffekte super an.

Kommentare

Krulemuk schrieb am
Ich bin mittlerweile in der vierten oder fünften Welt und so kreativ das Spiel auch ist und so sehr ich es auch zwischenzeitlich gefeiert habe, so sehr nerven mich jetzt auch seine Defizite. Neben der bereits genannten aufgesetzen Bewegungssteuerung (die man abschalten kann, deren Substitution aber weiterhin aufgesetzt und belanglos wirkt) nerven/frustrieren mich vor allem die Standardkämpfe extrem. Im Gegensatz zum Anfang dauert alles gefühlt ewig und man verliert nur Zeit und Ressourcen. Gibt mMn echt viel Licht und Schatten in dem Spiel.
PlayerDeluxe schrieb am
Sorry for Doppelpost!
Das Spiel ist ja so toll. Kam heute aus dem Grinsen echt nicht mehr raus. Stichwort: Das Theater.
Spoiler
Show
Was da aufgefahren wird - Hammer! Wildwest Duelle, Ballet-Einlagen unterlegt von Tchaikowski's Schwanensee... Der Knüller. Alles so cool verpackt und Mario als Hauptdarsteller in dem Ganzen. :D Am Ende die Gummiwalküre als Boss - so nenne ich sie mal :lol:
Muss mich echt jedes Mal vom Spiel lösen. :Vaterschlumpf:
PlayerDeluxe schrieb am
Steppenwaelder hat geschrieben: ?
03.08.2020 07:44
Ich finde das Spiel seit dem Herbstwald auf durchgehend sehr unterhaltsamen Niveau.
Ja, dort ist es wirklich wunderschön. :heart_eyes:
Habe gerade das
Spoiler
Show
Kachelrätsel
im Tempel des Wasserpergamentons erledigt und musste mich nach der darauffolgenden Speichermöglichkeit erstmal vom Spiel lösen. :D
Die Bosskämpfe sind echte Highlights später dann.
Die
Spoiler
Show
Buntstifte
fand ich klasse. An kreativen Ideen ist das Spiel kaum zu toppen. Humor sitzt auch.
mafuba schrieb am
Ich muss meine Aussage von heute Morgen etwas revidieren. Habe etwas weitergespielt (sitze Grad in Hotel Quarantäne in Asien fest und hab eh nichts besseres zu tun :D ) und jetzt hats auf jeden Fall klick gemacht.
Das Geheimnis ist wirklich den einfachen Gegnern so gut es geht aus dem Weg zu gehen. Der 1. Bossfight war auch herrlich - finde Boss fight System sehr gelungen. Und siehe da: Nintendo kann auch Humor :lol:
Bin froh, dass ich dem Titel eine Chance gegeben habe und gespannt was noch kommt. Nintendo Typisch strotz das Spiel nur so vor Kreativität
Levi  schrieb am
Anspruch in Sachen "Anordnungskniffel", aber da Geld und damit items kein wirkliches Problem sind, wird es nicht ernsthaft schwer.
Was aber in meinen Augen auch okay ist. Wenn man einen Pilz haucht, hat man es halt nicht gut gemacht :D
schrieb am

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