Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung - Test, Action-Adventure, Nintendo Switch

 

Test: Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung (Action-Adventure)

von Jens Bischoff



Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung: Massenschlachten für Zelda-Fans
Massenschlachten für Zelda-Fans
Entwickler:
Publisher: Nintendo
Release:
20.11.2020
Erhältlich: Digital (Nintendo eShop), Einzelhandel
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ab 53,60€
Spielinfo Bilder Videos
Mit Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung laden Koei Tecmo und Nintendo erneut zu unkomplizierter Musou-Action im Zelda-Universum ein. Wie gut uns die Massenschlachten mit Link, Impa und Co. auf Switch gefallen haben, verrät der Test.

Düstere Prophezeiung

Hyrule Warriors: Zeit der Verheerung spielt hundert Jahre vor The Legend of Zelda: Breath of the Wild. Auch hier rückt die prophezeite Verheerung Ganon unaufhaltsam näher, Monsterhorden durchstreifen das Land und verwickeln die Armee von König Rhoam in Kämpfe, welche die ohnehin hinterherhinkende Vorbereitung auf die Verheerung zusätzlich bremsen. Dann erscheint ein kleiner Robo-Wächter aus der Zukunft, der einen düsteren Blick auf das gewährt, was passiert, wenn jetzt nicht entschieden gehandelt wird. Und so stürzen sich Link und Co. in eine Schlacht nach der anderen, wo sie in koei-typischer Warriors-Manier Unmengen an Gegnern niedermähen und immer stärker werden.

Neben Schwertkämpfer Link und Hofberaterin Impa stellen auch Prinzessin Zelda, Goronen-Krieger Daruk, Orni-Schütze Revali, Zora-Prinzessin Mipha, Gerudo-Königin Urbosa und über ein halbes Dutzend weiterer Charaktere mit sehr individuellen Fertigkeiten ihr Kampfgeschick aktiv unter Beweis. Steuerung und Spielverlauf sind handlich und unkompliziert. Man verkettet normale und schwere Angriffe zu simplen Kombos, sammelt Energie für fulminante Musou-Attacken und führt individuelle Spezialmanöver aus, wie z. B. Bogenschüsse von Link, Flugeinlagen von Revali oder Teleportationen von Mipha. Stärkere Gegner können jederzeit fixiert werden, um sie nicht aus den Augen zu verlieren, während eine zoombare Minimap für Übersicht auf den Schlachtfeldern sorgt.

Haudrauf-Action mit Dynamik

Auch Zeit der Verheerung bietet gewohnt unkomplizierte Haudrauf-Action im Warriors-Stil.
Auch Zeit der Verheerung bietet gewohnt unkomplizierte Haudrauf-Action im Warriors-Stil.
In der Defensive kann geblockt und ausgewichen werden. Tut man dies nach einem starken Angriff oder direkt vor einem drohenden Gegentreffer, kann man die Attacke kontern und den Angreifer Schlag für Schlag ins Wanken bringen und am Ende mit einem verheerenden Finisher niederschmettern. Auch Sprints, Wandsprünge, Gleitflüge und Attacken aus der Luft sind möglich. Heilen kann man sich mit gefundenen Äpfeln. Für zusätzliche Dynamik sorgen begrenzt verfügbare Feuer-, Blitz- und Eiszauber, die auf entzündlichen Flächen auch Brände entfachen oder nasse Umgebungen unter Strom setzen können, sowie unbegrenzt einsetzbare, aber mit Reaktivierungspausen behaftete Shiekah-Module.

Mit Letzteren kann man Gegner und Hindernisse mit Bomben bewerfen und so selbst stärkste Verteidigungen knacken, Angreifer vorübergehend paralysieren und am Herumwirbeln hindern, angriffshemmende Eisblöcke erzeugen und besteigen sowie metallische Gegenstände wie Waffen oder Kisten magnetisch anziehen und abstoßen. Während der Ausführung wird das Spielgeschehen stark verlangsamt, so dass keine unnötige Hektik aufkommt. Weniger stabile Objekte können auch zerstört werden - von Kisten und teils explosiven Fässern bis hin zu morschen Bäumen und porösen Felsen. Außerdem können aufmerksame Entdecker versteckte Schatzkisten und andere Kuriositäten wie getarnte Waldgeister ausfindig machen und damit verbundene Belohnungen einstreichen.

Kampf der Titanen

Die Titanenkämpfe sind leider kein spielerisches Highlight.
Die behäbigen Titanenkämpfe stellen leider kein spielerisches Highlight dar.
Sind mehrere Helden unterwegs, kann man ihnen auf der Karte Marschbefehle erteilen und per Knopfdruck zwischen ihnen wechseln, um Angriffe abzustimmen, Gegner aufzuhalten, Zielorte schneller zu erreichen oder Vorposten zu erobern. Hin und wieder müssen auch Apparaturen aktiviert, Verbündete eskortiert, Wege verbarrikadiert oder Aufwinde für Gleitflüge an sonst unerreichbare Orte genutzt werden. Bosskämpfe stehen ebenfalls auf dem Plan - sowohl direkt auf dem Schlachtfeld als auch in speziellen Missionen, wo man an Bord mächtiger Titanen ganze Heerscharen von Angreifern vernichtet, was sich spielerisch jedoch trotz optionaler Neigungssteuerung sehr statisch und träge präsentiert. Auch sonst kann man ein gewisses Maß an Eintönigkeit aufgrund der immer gleichen Kampfabläufe nicht leugnen.

Kommentare

PanzerGrenadiere schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?
Heute 15:09
PanzerGrenadiere hat geschrieben: ?
Heute 12:23
oh bitte nicht. das spiel ist doch nur durch die vorgeschichte zu botw so erfolgreich. als musou ist das spiel ziemlich dürftig und die 80er werung von 4players hart überzogen.
Die Aussage überrascht mich, denn ich finde, dass das nach Jahren mal wieder ein verdammt gutes Musou-Spiel ist, denn leider haben diese Spiele in den letzten Jahren nicht sonderlich überzeugt, DW 9 und Warriors Orochi 4 waren alles in allem ziemliche Enttäuschungen, auch wenn ich Spaß mit ihnen hatte.
Age of Calamity hingegen überzeugt mich (und offenbar auch viele andere) so ziemlich auf ganzer Linie, das Gameplay ist klasse, es besitzt sehr viel Content, genug Tiefe und zudem eine für ein Musou-Spiel recht brauchbare Story.
Ich für meinen Teil bin sowohl als großer Musou-Fan, als auch als Zelda-Fan vollends zufrieden mit dem Spiel.
also dw9 war ein experiment und hat mit seiner offenen welt meiner meinung nach immernoch potenzial. für das story-telling ist das pures gold, man müsste nur einen besseren übergang in die missionen schaffen und dort wieder auf die klassischen aufgaben mit dem einnehmen von basen setzen. außerdem braucht es wieder das richtige mosou-gameplay mit seinen kombos.
wo4 war alles in allem solide. gameplay hat funktioniert. etwas mehr content im end abseits der hauptstory wäre nett gewesen. der infinity tower war jetzt unbedingt das non plus ultra.
bei aoc bin ich jetzt in kapitel 5 und hab nebenbei schon die ganzen nebenmissionen gemacht. das gameplay funktioniert wie gewohnt. positiv fällt hier der einsatz von items oder fahigkeiten auf. einfach mit l oder r das menü öffnen, statt lange mit dem steuerkreuz durchzuschalten. das macht das ganze sehr flüssig. auch die charaktere spielen sich soweit sehr unerschiedliche. maronus und die große fee fallen hier aber hart negativ auf. sie sind deutlich zu groß und selbst mit dem halben transparenz-effekt sieht man einfach nicht was...
atticus_finch schrieb am
Wie sieht es denn mit der Story aus. Ist das nur lieblos zusammengewürfelt oder hat es schon nen guten Umfang. Denn eigentlich würde ich es mir nur diesbezüglich kaufen.
Performance ist da total nebensache.
PanzerGrenadiere schrieb am
die demo hatte schon eine sehr schlechte performance (im dock noch schlechter) und hier wird erklärt wieso: https://www.youtube.com/watch?v=FkSNKxaZJI0 leider waren in der demo auch die timings für die kombos völlig daneben. zum beispiel bei links klassischer y,y,y,x kombo. wenn man nach dem 3. y auch nur eine halbe sekunde gewartet hat, wurde die kombo nicht ausgelöst. das fühlt sich komplett unharmonisch an, wenn ich zu beginn der dritten animation schon die vierte auslösen muss statt am ende.
im kerngameplay konnte die demo am ehesten noch mit den neuen runen-fähigkeiten überzeugen, die sich im vergleich zu den items aus dem vorgänger deutlich besser einsetzen lassen und für einen weitaus besseren flow sorgen.
inhaltlich hoffe ich, dass nintendo sich nicht zu sehr reingehangen hat. der grafikstil von botw holt mich echt nicht ab, aber auch sonst lief der erste teil technisch rund, hatte viel content und war halt ein richtiges warriors mit zelda-thema.
Wolfen hat geschrieben: ?
18.11.2020 16:08
Hyrule Warriors hat es jetzt schon auf den 3.ten Teil gebracht
nein, ist der zweite teil.
just_Edu schrieb am
Klusi hat geschrieben: ?
18.11.2020 23:57
just_Edu hat geschrieben: ?
18.11.2020 18:16
Bei Game Pro haben sie das Ding sogar krass abgewertet wegen den FPS Drops und hier ist alles rosig.. [...]
Eben wurde gesagt, dass der Test hauptsächlich im TV-Modus gemacht wurde. Vielleicht ist die Performance nur im Handheldmodus schlecht(er). Ich selbst kenne nur die Demo im Handheldmodus.
Die haben die FPS Drops für beide Modi und vor allem im Coop gewertet.
schrieb am