Monster Hunter Rise - Test, Action-Adventure, Nintendo Switch

 

Test: Monster Hunter Rise (Action-Adventure)

von Jens Bischoff



Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
12.01.2022
26.03.2021
Erhältlich: Digital (Nintendo eShop), Einzelhandel
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ab 47,99€
Spielinfo Bilder Videos
Große Vielfalt

Mit den Heiligen Ruinen, den eisigen Frostinseln, der kargen Sandebene, dem tropischen Flutwald oder den sengenden Lavahöhlen fallen die Schauplätze zudem sehr abwechslungsreich aus. Die Fauna bietet allerdings eine noch größere Vielfalt. So warten mehrere Dutzend neue und vertraute Monsterarten darauf gejagt, erlegt und zu neuer Ausrüstung verarbeitet zu werden. Titelmonster ist der Reißzahn-Wyvern Magnamalo, der einen mit Höllenfeuerpest anstecken kann. Aber auch der Früchte schleudernde Bishaten, der Blasen absondernde Mizutsune oder der mit einer Eisklinge bewaffnete Goss Harag sorgen für neuartige Kampfherausforderungen.

Es ist einmal mehr unglaublich motivierend, die mitunter auch untereinander kämpfenden Bestien herauszufordern, zu beobachten, ihren Angriffen auszuweichen, Möglichkeiten für fulminante Gegenangriffe zu nutzen, Körperteile zu brechen oder abzutrennen, sie immer wieder zu verfolgen und so weit zu schwächen, dass man ihnen den Garaus machen oder sie lebendig fangen kann. Verliert man selbst zu oft das Bewusstsein, scheitert die meist auch zeitlich begrenzte Jagd und man muss nochmal von vorn beginnen. Speichern ist während der Einsätze wie üblich tabu. Wer will, kann die Jagdgebiete aber auch ohne feste Ziel- und Zeitvorgaben erkunden, vollständig kartografieren oder Rohstoffe wie Pflanzen, Erze oder Käfer sammeln, um daraus Tränke, Waffen und Fallen zu produzieren. Häufig verwendete Gegenstände kann man auch wieder automatisch herstellen lassen, sobald man die benötigten Zutaten gesammelt hat.

Ausrüstung nach Maß

Am motivierendsten ist aber nach wie vor die Hatz nach neuen Rüstungen und Waffen, die man vom Schmied aus Teilen erlegter Monster anfertigen lässt und die dem Träger nicht nur ein monstertypisches Erscheinungsbild, sondern auch entsprechende Talente und Resistenzen verleihen. Wer mehrere Teile eines Sets trägt, erhält oft zusätzlich Boni. Wer artfremde Rüstungsteile kombiniert, kann hingegen ganz spezifische Vorlieben und Abneigungen bedienen. Zudem können auch wieder mit etlichen Effekten behaftete Dekorationen angebracht werden. Die Möglichkeiten sind jedenfalls gewohnt vielfältig. Hinzu kommt, dass man Waffen mit zusätzlichen Upgrades und alternativen Angriffsmanövern, sogenannten Wechselkünsten, versehen kann, die man im Spielverlauf freischaltet.

Das Anfertigen und Modifizieren von Waffen und Rüstungen ist ein Highlight.
Das Anfertigen und Modifizieren von Waffen und Rüstungen motiviert ungemein.
Im Einsatz muss man zudem ein Auge auf Ausdauer und Waffenschärfe oder Munitionsreserven haben. Im Kampf sollte man allerdings einen guten Augenblick abpassen, bevor man seine Waffe schleift oder neue Munition produziert bzw. nachlädt, da ein Gegenangriff die Aktion jederzeit schmerzhaft unterbrechen kann. Erklärungen und Tipps findet man in sich automatisch aktualisierenden Jäger-Infos und -Notizen. Doch auch über Stärken und Schwächen sowie Beutemöglichkeiten getroffener Monster kann man sich hier informieren - angeheftete Schnappschüsse inklusive.

Motivierender Zeitvertreib

An manchen Gewässern kann man auch wieder die Angel auswerfen und Fische fangen. Ansonsten kann man vor jedem Einsatz bis zu fünf optionale Nebenquests annehmen, die das Erfüllen quest-übergreifender Kampf- und Sammelvorgaben belohnen. Beim Händler kann man hingegen über Nacht aus eingeschmolzenen Materialien schützende Talismane herstellen lassen, an Lotterien teilnehmen oder amiibo einscannen. Eine Arena mit speziellen Kampfherausforderungen ist auch wieder am Start, Monster unterschiedlicher Ränge inklusive besonders gefährlicher Abarten sowieso.

Bei den taktischen Dorf-Verteidigungen werden auch Tower-Defense-Elemente aufgefahren.
Bei den taktischen Dorf-Verteidigungen werden auch Tower-Defense-Elemente aufgefahren.
Das Highlight sind aber die neuen taktischen Verteidigungsschlachten gegen anstürmende Monsterrudel, die sogenannten Randalen. Die finden auf einer speziellen Karte statt, wo man nicht nur aktiv gegen wellenweise eintreffende Bestien kämpfen, sondern auch in Tower-Defense-Manier Abwehranlagen errichtet und persönlich bedienen kann. Alternativ kann man aber auch KI-bemannte Geschütze bauen oder andere Dorfbewohner als vorübergehende Kampfunterstützung heraufbeschwören. Am meisten Spaß macht's aber natürlich zusammen mit anderen Spielern - vor allem, wenn man sich untereinander absprechen kann. Und mit der Beute kann man seinen Waffen anschließend besondere Modifikationen hinzufügen.
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Kommentare

Marosh schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?31.03.2021 11:04
Das kann ich mir sehr gut vorstellen und jetzt stelle Dir vor, wie umständlich es früher war, wo Du nur eine begrenzte Anzahl an Spitzhacken, Angeln oder Wetzsteinen mitnehmen konntest, Du Deine Sachen im Lager nicht auffüllen konntest (das heißt, wenn Du als Nahkämpfer keine Wetzsteine mehr hattest, war die Quest im Eimer) und Monster am Anfang einer Quest erst suchen und sie dann mit einem Farbball markieren musstest, damit sie auf der Map sichtbar waren und diese Farbbälle konnte man auch nur begrenzt mitnehmen und die Markierung hielt nicht sonderlich lange.
Sicherlich hatte ich früher meinen Spaß mit den Spielen und habe sie gerne gespielt aber vieles war auch einfach nicht gut und/oder ist heutzutage veraltet, deswegen bin ich froh, dass man so viele QoL-Sachen einbaut.

Stimme ich zu. Die alten Sachen brauche ich auch nicht unbedingt wieder. Bei Spitzhacken, Angeln und Wetzsteine hätte ich mir nur ein Kompromiss gewünscht. Man hat seine endlosen Werkzeuge, kann sich aber trotzdem spezielle und verbrauchbare Werkzeuge kaufen. Die erhöhen dann die Chance auf seltenere Materialien. Beim Wetzstein gibt es ja sowas ähnliches schon lange. Der Sushi-Wetzstein-Fisch, mit dem man schneller Schärfen kann.
Heiß- und Kaltgetränke sind schon länger ziemlich sinnlos. Entweder man bricht die Mission ab, weil man das Zeug vergessen hat (ganz früher) oder man findet die Materialien eh an jeder Ecke in der Mission. Es war halt nur ein Knopfdruck mehr und hat nicht wirklich was zum Spiel beigetragen.
Farbbälle waren ein Graus. Da bin ich wirklich froh, dass die entfernt wurden. Den Ansatz in World - mit den Spuren - fand ich aber besser. Hoffentlich kehrt das zurück, aber ohne Spuren mit langer Animation.
Vor MH:World wusste man nie wirklich, wo das Monster ist, außer die Mission sagt es einem. Man rannte also Kopflos umher. Im Kampf hat man dann einen Farbball geschmissen und gehofft, dass es noch aktiv ist wenn das Monster flieht....
mekk schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?31.03.2021 11:08 Oh Gott. :lol:
Aber ich kann auch da die Faszination verstehen, die intensive Vorarbeit und die zähe Aufgabe, die dann in großer
Genugtuung endet wenn man es geschafft hat.
Nur, das würde ich dann nicht hundert Mal machen wollen. :Blauesauge:
Ja, aber in meinen Augen funktioniert das auf Basis von mobilen Plattformen nicht so gut. Das sind Gameplayelemente, die nur unnötig viel Zeit fressen. Mich haben die Punkte, die Bachstail anspricht, eigentlich schon immer an der Serie ein wenig gestört. Aus dem Grund bin ich auch richtig froh, dass solche Elemente gestrichen wurden. Das Spiel hat dadurch einen unglaublich guten Flow, den keinen der Vorgänger bisher hatte.
Ryan2k6(Danke für 20 Jahre 4p) schrieb am
Oh Gott. :lol:
Aber ich kann auch da die Faszination verstehen, die intensive Vorarbeit und die zähe Aufgabe, die dann in großer
Genugtuung endet wenn man es geschafft hat.
Nur, das würde ich dann nicht hundert Mal machen wollen. :Blauesauge:
Bachstail schrieb am
Ryan2k6 hat geschrieben: ?31.03.2021 10:52Ich find es auch spannend zu lesen, wie Fans schreiben, es wäre zu schnell und nicht mehr so schön klassisch. Und mir als Neuling kommt das alles noch mega träge und umständlich vor. :lol:
Das kann ich mir sehr gut vorstellen und jetzt stelle Dir vor, wie umständlich es früher war, wo Du nur eine begrenzte Anzahl an Spitzhacken, Angeln oder Wetzsteinen mitnehmen konntest, Du Deine Sachen im Lager nicht auffüllen konntest (das heißt, wenn Du als Nahkämpfer keine Wetzsteine mehr hattest, war die Quest im Eimer) und Monster am Anfang einer Quest erst suchen und sie dann mit einem Farbball markieren musstest, damit sie auf der Map sichtbar waren und diese Farbbälle konnte man auch nur begrenzt mitnehmen und die Markierung hielt nicht sonderlich lange.
Sicherlich hatte ich früher meinen Spaß mit den Spielen und habe sie gerne gespielt aber vieles war auch einfach nicht gut und/oder ist heutzutage veraltet, deswegen bin ich froh, dass man so viele QoL-Sachen einbaut.
Ryan2k6(Danke für 20 Jahre 4p) schrieb am
Bachstail hat geschrieben: ?31.03.2021 10:24 Ich bin ganz froh, dass man nach und nach Dinge entfernt, die zwar den Wurzeln entspringen aber eigentlich nur veraltetes und schlechtes Game Design darstellen.
Ich find es auch spannend zu lesen, wie Fans schreiben, es wäre zu schnell und nicht mehr so schön klassisch. Und mir als Neuling kommt das alles noch mega träge und umständlich vor. :lol:
So müssen sich also Pokémon Neulinge fühlen, wenn ich mein klassisches Gold und Silber möchte. :Blauesauge:
Inzwischen hab ich mich einigermaßen arrangiert und spiele jetzt auch mit Zielkamera, aber es ist ja schon immer dasselbe nur mit anderen Monstern. Ob mich das bis ?zum Ende? hält muss ich mal sehen. Wechsle aktuell immer zwischen Doppelklingen und Langschwert. :Häschen:
schrieb am

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