Layers of Fear - Test, Action-Adventure, Virtual Reality, PlayStation VR

 

Test: Layers of Fear (Action-Adventure)

von Michael Krosta



Layers of Fear (Action-Adventure) von Bloober Team
Wahnsinn in VR
Entwickler:
Publisher: Bloober Team
Release:
10.12.2019
09.07.2020
10.12.2019
16.02.2016
16.02.2016
2021
29.04.2021
21.02.2018
10.12.2019
16.02.2016
Erhältlich: Digital (Steam, GOG)
Erhältlich: Digital (Steam, GOG)
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ab 15,99€
Spielinfo Bilder Videos
Auf dem PC konnte man den Psycho-Horror Layers of Fear von 2016 bereits seit Ende 2019 in VR erleben. Jetzt hat das Bloober Team eine PSVR-Version der verstörenden Erfahrung nachgeliefert. Einmal mehr sind wir in der Rolle eines Malers in den Wahnsinn abgedriftet und klären im Test, ob der Trip in VR noch weiter an Intensität gewinnt.

Düsteres Vermächtnis

Bei Layers of Fear VR handelt es sich inhaltlich um exakt das gleiche Spiel, mit dem das Bloober Team im Jahr 2016 erstmals von sich reden machte. Damals überzeugte die ungewöhnliche Horror-Erfahrung mit zahlreichen Psycho-Spielchen voller surrealer Momente und einem relativ frischen Ansatz innerhalb der „Erzähl-Abenteuer“, der heutzutage nicht mehr ganz die Begeisterung von damals bei mir hervorrufen kann.

Der große Vorteil der VR-Version ist ohne Zweifel die Immersion: Gerade Horrorspiele profitieren ungemein von einem intensiveren Erlebnis unter dem Headset, idealerweise in Kombination mit Kopfhörern. Und Layers of Fear bildet da keine Ausnahme, wenn man durch die düsteren Korridore des Hauses schreitet, zwischendurch mit Schockeffekten konfrontiert wird und immer mehr über das düstere Vermächtnis des Künstlers erfährt.

Fluch und Segen der Move-Controller

Um den Überblick bei der Steuerung zu behalten, kann man jederzeit die Tastenbelegung einblenden.
Um den Überblick bei der Steuerung zu behalten, kann man jederzeit die Tastenbelegung einblenden.
Im Gegensatz zum Original lässt sich die VR-Version nicht mit dem DualShock-Controller spielen – stattdessen sind zwei Move-Controller Pflicht. Das ist Fluch und Segen zugleich: Da man jetzt aktiv Türen, Schubladen & Co öffnet oder mit den eigenen Händen nach Dokumenten sowie anderen Objekten greift, ist das Mittendrin-Gefühl bei diesen Interaktionen ohne Zweifel höher als zuvor. Allerdings hat Move im Vergleich zu anderen VR-Controllern bekanntlich seine Tücken: Die fehlenden Analogsticks wirken sich einmal mehr negativ auf Steuerung und Haptik aus, obwohl Bloober noch das Beste aus den begrenzten Möglichkeiten macht. Mit gedrückter Move-Taste geht man los und kann die Laufrichtung einerseits durch Kopfbewegungen und andererseits durch Drehungen auf Knopfdruck beeinflussen, die entweder schrittweise oder flüssig erfolgen. Auch Aktionen wie Hocken / Aufstehen und das seitliche Ausweichen („Strafing“) werden entsprechende Controller-Tasten zugewiesen. Gerade zu Beginn verheddert man sich schnell, kann sich auf Wunsch aber jederzeit die Tastenbelegung einblenden lassen. Trotzdem fühlt sich die Steuerung im Vergleich zum DualShock in VR deutlich fummeliger an. Bug oder nervige Design-Entscheidung: Aufgenommene Gegenstände wie Schlüssel bleiben bis zu ihrer Verwendung immer im Sichtfeld, da es in der VR-Version kein klassisches Inventar gibt.

Technische Abstriche

Die Move-Controller fungieren als Hände, was die Immersion auch bei Interaktionen mit der Umgebung erhöht.
Die Move-Controller fungieren als Hände, was die Immersion auch bei Interaktionen mit der Umgebung erhöht.
Die Unity-Engine geriet vor allem auf Konsolen schon häufiger ins Straucheln und auch bei Layers of Fear war die Bildrate damals grenzwertig auf PS4 und Xbox One. Umso erstaunter war ich, als ich von der PSVR-Umsetzung erfahren habe, bei der eine hohe Bildrate für den Komfort unabdingbar ist. Die gute Nachricht: Bloober hat es halbwegs hinbekommen, musste dafür aber technische Kompromisse eingehen. Die Sichtweite wurde z.B. spürbar reduziert und in etwas größeren Arealen wird der hintere Bereich erst langsam eingeblendet, wenn man sich ihm nähert. Im Vergleich zur PC-Version mussten zudem die Texturen und Beleuchtung einige Federn lassen. Nicht empfehlen kann ich die Verwendung für das freie Umsehen, das in den Optionen lustigerweise als „kostenlos“ (basierend auf „free“) übersetzt wurde: Hier ist mir die Bildrate eindeutig zu niedrig und fördert die Motion Sickness, die sich zusammen mit der schrittweisen Drehung durch weitere Komfortfunktionen wie der Vignette bei Bewegungen aber in den Griff bekommen lässt. Auch die verschwommene Darstellung der Visionen lässt sich in den Optionen entschärfen, um möglicher Übelkeit entgegenzuwirken. Wer generell etwas empfindlich reagiert, sollte besser dennoch einen Bogen um diese VR-Umsetzung machen.
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Kommentare

Tas Mania schrieb am
Tolle Preisgestaltung. Hört sich solide an passt.
schrieb am

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