Denn selbst ein wiederholtes Durchspielen macht einen Heidenspaß, da die Gegner in den Abschnitten zu Beginn einer Mission per Zufall verteilt werden und ihr nie sicher sein könnt, was hinter der nächsten Ecke wartet.
Splinter Cell lässt grüßen
Dass der letztjährige Xbox-Hit Splinter Cell die Grafikengine für das Taktik-Abenteuer spendiert hat, merkt man an vielen Punkten: Die sich physikalisch korrekt bewegenden Vorhänge beispielsweise kommen einem merkwürdig vertraut vor. Doch auch der Rest der Grafik kann sich sehen lassen. Realistische Bewegungsabläufe aller Figuren erfreuen das Auge ebenso wie die abwechslungsreich gestalteten Abschnitte.
Lichteffekte, Explosionen usw. können ebenfalls überzeugen und runden ein in sich stimmiges und optimal aufeinander abgestimmtes Grafikgerüst ab, das sich dezent im Hintergrund hält und nicht von der spielerischen Qualität ablenkt.
 | Heiße Feuergefechte über 14 Missionen. |
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Insgesamt wäre in punkto Texturauswahl zwar sicherlich mehr drin gewesen. Doch da das ganze Optikpaket inkl. aufwändiger Rendersequenzen auch für die weitestgehend ruckelfreien Online-Duelle herhalten muss, nimmt man die hin und wieder einfachen Texturen gerne in Kauf. Und zieht man das spielerisch vergleichbare Socom auf der PS2 zum Vergleich, wird einem deutlich, um wie viel intensiver die Action aus der Ego-Ansicht als aus der Schulterkamera heraus ist.
 | Jetzt nur nicht nervös werden. |
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Klasse Lokalisierung und Stimmung pur
Abgesehen von der bereits erwähnten fehlenden deutschen Sparcherkennung kann die Lokalisierung nur Pluspunkte verbuchen. Die Sprecher, allen voran Theater-Ikone Otto Sander, wurden perfekt ausgewählt und sorgen mit ihrer professionellen Sprachleihgabe für eine fantastische Atmosphäre.
Der Rest der Soundkulisse steht dem in nichts nach. Vor allem wenn man mit Headset spielt, kommt eine Stimmung auf, wie man sie bisher nur aus Socom auf der PS2 kannte. Denn hier wie da kommen die Antworten eures Teams und Anweisungen über das Headset, während die guten und ebenfalls jederzeit passenden Umgebungsgeräusche aus den Fernsehlautsprechern schallen.
Musikalisch eher auf Sparflamme gesetzt, wird durch die rundum gelungene Akustik wieder einmal der These Nachdruck verliehen, dass man kein ständiges Geplärre braucht, um einen Hörgenuss zu erzielen, sondern auch mit sparsamen, aber zielsicher eingesetzten Effekten eine Mordsspannung erzeugen kann.