Resident Evil Village: Der große Grafikvergleich - Special

 

Special: Resident Evil Village (Action-Adventure)

von Marcel Kleffmann



Resident Evil Village: Grafikqualität auf PC, Konsolen & Stadia
Der große Grafikvergleich
Entwickler:
Publisher: Capcom
Release:
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
07.05.2021
Jetzt kaufen
ab 49,79€

ab 49,99€
Spielinfo Bilder Videos

Keine Frage. Resident Evil Village mag zwar ein wildes Abenteuer mit zu wenig Horror und zu viel Action sein, aber wenn man allein die Kulisse betrachtet, dann sind sowohl das Audio-Design als auch die Grafik herausragend. Deswegen schauen wir uns die gebotene Grafikpracht auf möglichst vielen Systemen genauer an und arbeiten wichtige Unterschiede heraus - wobei wir vornehmlich Szenen aus den ersten zwei Stunden des Spiels zeigen, um Überraschungen und Spoiler zu vermeiden. Verglichen wird das Spiel auf Xbox One, PlayStation 4 Pro, PlayStation 5, Xbox Series X, Stadia und PC. Auch auf Grafik-Verbesserungen durch Raytracing gehen wir am Ende ein.



Eine starke Engine

Resident Evil Village basiert auf der hauseigenen RE Engine von Capcom, die zum ersten Mal bei Resident Evil 7 biohazard eingesetzt wurde. Aber auch bei den Remakes von Resident Evil 2 und 3, Devil May Cry 5 und sogar Monster Hunter Rise auf der Switch kam der Nachfolger des MT Frameworks zum Einsatz - natürlich mit neuen Features und Funktionen. Eine große Stärke der Engine ist ihre Skalierbarkeit, also ihre Anpassbarkeit in Bezug auf unterschiedlich leistungsstarke Plattformen.

Xbox One

Los geht es mit der Xbox One. Die Microsoft-Konsole aus dem Jahr 2013 schlägt sich bei Resident Evil Village überaus wacker, zeigt jedoch wenig überraschend die schwächste Grafikqualität auf allen Konsolen. Das Resultat liegt aber deutlich über der niedrigsten PC-Grafikstufe "Leistung priorisieren", bei der zusätzlich noch "Interlacing" aktiviert ist, was die Unschärfe durch das Zeilensprungverfahren erhöht.

Der Unterschied der Konsolen-Generation auf einem Bild anhand von Texturen und Auflösung. Links: Xbox One. Rechts: Xbox Series X.
Der Unterschied der alten und der neuen Konsolen-Generation auf einem Bild anhand von Texturen, Schärfe und Auflösung. Links: Xbox One. Rechts: Xbox Series X.
Sogar die Gestaltung und die Komplexität des Hintergrunds wie das Schloss oder die Bergkette (zu Beginn) wirken auf der Xbox One noch gut, größere Abstriche muss man hauptsächlich beim Vordergrund machen und gerade bei der Qualität der Texturen.

Auf Xbox One läuft das Spiel nativ in 900p mit maximal 30 fps, wobei die Konsole bei der Bildwiederholrate oft an ihr Limit kommt. Insgesamt läuft es aber noch akzeptabel, wenn man von den langen Ladezeiten absieht. Auf der PlayStation 4 ist die Auflösung gleich, nur die maximale Bildrate liegt laut Capcom etwas höher, und zwar bei 45 fps.

Stadia

Eine wirklich böse Überraschung ist die Stadia-Version, denn eigentlich sollte der Cloud-Dienst von Google mehr als genug Rechenpower haben. Aber das Endergebnis - mit einer mehr als ausreichenden 100-Mbit-Leitung - ist vielfach gruseliger als das Spiel selbst. Oftmals sieht die Stadia-Variante schlechter als die PS4-Pro-Version aus und stellenweise hat sogar die Xbox One die Nase vorn.

Es sind nicht nur die Texturen, die unscharf sind, sondern es gibt klar sichtbare Probleme mit der dynamischen Level-of-Detail-Anpassung. Viele Details werden zu spät geladen oder erst viel zu kurz vor dem Charakter sichtbar. Des Weiteren fallen Artefakte bei hellen oder den vielen dunklen Stellen sowie Konturen um Objekte auf.

Solch ein Rauschmuster auf Lady Dimitrescu gibt es nur auf Stadia.
Solch ein Rauschmuster auf Lady Dimitrescu (Arm, Gesicht, Kleid) gibt es nur auf Stadia.
An einigen, aber längst nicht allen Charakteren und Objekten sind seltsame Rauschmuster zu entdecken, die an Dithering erinnern, wie z.B. auf dem Kleid und im Gesicht der Vampirlady oder zu Beginn des Spiels bei Mia Winters und dem Kochtopf. Ansonsten gibt es noch flackernde Haare und flackernde Lichter, von grob aufgelösten Schatten ganz zu schweigen. Immerhin ist die Objektkomplexität auf der Stadia-Version ganz gut, auch wenn sich die eigentlich auf 60 Bilder pro Sekunde ausgelegte Bildrate bei Kameraschwenks nicht immer richtig flüssig anfühlt. Es soll in 1080p bzw. dynamischer 4K-Auflösung laufen.

PlayStation 4 Pro

Im Gegensatz zur verkorksten Stadia-Fassung ist das Spiel auf der PlayStation 4 Pro gut umgesetzt worden, zumal man die Wahl zwischen "Bildschirmauflösung priorisieren" und "Bildrate priorisieren" hat. Setzt man auf die höhere Bildholrate, läuft es in 1080p mit 60 fps. Alternativ kann man es in 4K-Auflösung mit 30 fps und HDR spielen, wobei sehr wahrscheinlich eine Upscaling-Technik wie Checkerboard-Rendering zum Einsatz kommt. Capcom setzt auf der Xbox One X auf die gleichen Spezifikationen.

Im Vergleich mit dem PC liegen die beiden Konsolen aus der "Zwischengeneration" leicht über der Voreinstellung "Ausgeglichen". Die größten Unterschiede zwischen PS4 Pro und PS5, abgesehen von längeren Ladezeiten, erkennt man an der Texturqualität, der Komplexität von Objekten und den Charakter-Details. Gleiches gilt für die Schatten-Komplexität. Spielerisch fühlt sich natürlich die Variante "Bildrate priorisieren" besser und flüssiger an, aber insgesamt lässt sich Resident Evil Village überraschend gut auf der "Zwischengeneration" spielen. Im Modus "Bildrate priorisieren" sind keine starken fps-Schwankungen aufgefallen.
Resident Evil Village ab 49,79€ bei kaufen

Kommentare

SaperioN schrieb am
Onkel Picard hat geschrieben: ?13.05.2021 05:15 Der größte Dünnpfiff seit RE6. Plattformübergreifend!
Ich wette das ist Michael Krostas Zweitaccount :Pirat:
Skynet1982 schrieb am
Acne hat geschrieben: ?12.05.2021 17:28 Dafür das ihr das Spiel so übel bewertet habt bringt ihr ganz schön viele Artikel darüber.
Wie die Flagge im Wind, gelle? :-)
Algorithmen gepaart mit Barem für Klicks, guck dir an, wieviele Youtuber plötzlich Videos hochladen, in deren Titel "Resident Evil" vorkommt. Selbst bei völlig themenfremde Videos teilweise. ;)
Nerdkiller92 schrieb am
@Eintopfleiter
Nur kurz: die Erfahrungen deiner Frau sind löblich. Das kann an einer anderen Schule aber schon wieder ganz anders aussehen. Ich glaube auch, dass das Problem weniger in der Oberstufe zu finden ist, als in der schematischen Einteilung vin Haupt-, Mittel- und Gymnasialbildung nach der 4. Klasse. Um es kurz zu machen: es gibt viele Studien der Bildungswissenschaft, die auf soziales und berufliches Prestige und der Einschätzung des Bildungsgrades der Kinder durch Lehrpersonen verweisen. Kinder aus sozial schwächeren Familien wird der erweiterte Bildungsweg ganz einfach gesprochen weniger zugetraut, als Kindern aus besser gestellten Familien - auch wenn auf dem Papier die reinen Leistungsdaten gleich sind. Ebenso ist es erwiesen, dass wenn man ständig runtergemacht/gelobt wird, man sich diesem Schema anpasst. Das ist dann so ein bisschen selbsterfüllende Prophezeihung. Freilich gibt es harte Fakten in Hinsicht des Wissensvermögens und des Bildungshorizontes sowie ambitionierte Lehrkräfte und Schulen. Das möchte ich keinesfalls in Abred stellen. Das Schulsystem neigt trotzdem eher dazu Ungleichheit zu reproduzieren. Das stellt sogar die OECD nicht in Abrede sondern stützt diese Vermutung. Schwieriges Thema und zurecht von dir als offtopic beschrieben.
Edit: Worum es mir geht: Objektivitätsdenken von Handlungen, Werken und Noten mag oft zweckdienlich sein, allerdings verstellt es oft auch den Blick auf individuelle Qualitäten und Eigenheiten. Man sollte nicht beliebig in der Herangehensweise sein, aber dem übermäßige Macht zuzugestehen als dem des Zweckverhältnisses erscheint mir falsch. Es ist ein Instrumentarium. Dieses verhält sich eben nur so, wie es geeicht wurde. Im Zweifelsfall führt es dazu, dass man sich keine Gedanken mehr um den eigentlichen Sachverhalt macht. Deshalb ist dein Tipp, die Bewertung im Zweifel auszustellen auch sinnvoll.
Zum Thema:
Also ich habe mit der Bewertungsgrundlage und der Endwertung weniger bis kein Problem. Ich kann die...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Nerdkiller92 hat geschrieben: ?13.05.2021 11:11
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
Noten verschleiern ihre Subjektivität oftmals nur besser. Bei Mathematik mag das noch hinkommen. Bei Aufsätzen, künstlerischen Arbeiten, Sport etc. schwingt immer ein erhebliches Maß an Subjektivität mit. Man denke an Lehrer:innen mit schlechter Laune, die wegen einer vergessenen Hausaufgabe mal eben eine 6 eintragen und jegliche konstruktive Diskussion verweigern. Derartige Tendenzen treten besonders dann zutage, wenn es sich bei der Person um ein "Problemkind" handelt. Ich kenne das folgende Phänomen aus dem Kunstunterricht: ein und dieselbe...
EintopfLeiter schrieb am
Spoiler
Show
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06
EintopfLeiter hat geschrieben: ?13.05.2021 10:51
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 09:57
wenn alle anderen Lehrer oder die große Mehrheit einem eine "sehr gut" oder "gut" für die gleiche erbrachte Leistung geben würden, dann könnte man eventuell unter Umständen vielleicht davon ausgehen. :D ;)

...mit dem Unterschied, dass Noten nach Klassenarbeiten oder in Zeugnissen aber nicht subjektiv sind, das Empfinden über ein Videospiel schon. Ein besseres Beispiel wäre:
10 Leute holen sich die neue Ritter-Sport-Knusper-Tortilla-Chips, neun davon sind begeistert und bewerten ekstatisch mit Bestnoten, einer wiederum sagt: Schmeckt mir, hab ich aber schon Besseres gegessen und vergibt ein Befriedigend.
Bedeutet das jetzt, das er die Schokolade hasst? Hat er denn unrecht?
4Players bewertet subjektiv. Das ist deren klar dargelegte Wertungsphilosophie. Wenn jetzt der Weg zur Note gut, schlüssig und nachvollziehbar niedergeschrieben wurde, kann jeder für sich entscheiden, ob angesprochene Punkte ebenso störend empfunden werden könnten, oder eben auch nicht und der Test an sich ist gut und hilfreich, wie ich finde.
Für die (unnötige) Endnote geht es schließlich um persönliche Gewichtung der Einzelteile - die aufgeführten Negativpunkte haben andere Magazine ja ebenso kritisiert, wirkten aber weniger stark beeinflussend auf die Tester. Eigentlich ist es doch so einfach.
VG
ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;) Dass Schulnoten nicht auch subjektiv sein können, das würde ich nicht unterschreiben. In einer Mathearbeit mag Objektivität gegeben sein, bzw. sollte sie sein, wenn es schon um sowas wie Mitarbeit geht wird es schon schwieriger, wird auch Subjektivität, Sympathie, Antipathie und Co. mit einfließen.
Ploksitural hat geschrieben: ?13.05.2021 11:06 ich bezog mich lediglich auf das Geschriebene von dx1. ;)
Na ich doch auch?
Zum Rest:
Sicherlich gibt es Lehrer, die einen Nasenfaktor in Ihre Benotungen...
schrieb am

Resident Evil Village
Ab 49.79€
Jetzt kaufen