Borderlands 3 - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One, PlayStation 4 Pro, Xbox One X

 



Borderlands 3 (Shooter) von 2K
Der neue alte Loot-Shooter
Shooter
Entwickler: Gearbox Software
Publisher: 2K
Release:
13.09.2019
13.09.2019
13.09.2019
17.12.2019
13.09.2019
13.09.2019
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Gelingt dem Klassiker der Generationswechsel? Immerhin ist es fast auf den Tag genau zehn Jahre her, dass Borderlands erstmals das gelang, was heute gang und gäbe ist: sich in einem reinrassigen Ego-Shooter mit Freund und Freundin auf eine Beutejagd der Marke Diablo zu begeben. Und es ist immerhin satte fünf Jahre her, dass die Reihe nach dem Pre-Sequel eine längere Pause einlegte. Warum? Das wissen nur 2K und Entwickler Gearbox. Seitdem hat sich in Sachen gemeinsame Beutejagd jedenfalls viel getan. Was bedeutet das im Test für ein Borderlands 3, das heute genauso ist, wie es vor fünf Jahren hätte erscheinen können?

Doppelt böse

Schade: Ein bisschen hatte ich mich an Handsome Jack gewöhnt. Immerhin stand der zynische Schurke gleich zweimal im Mittelpunkt der Erzählung, wobei ihn das Pre-Sequel gar gekonnt zur tragischen Figur machte. Doch das ist Vergangenheit; ein frisches Gauner-Pärchen in Form der Calypso-Zwillinge treibt heuer sein Unwesen, will die Macht verschiedener Kammern für sich gewinnen und hat zu diesem Zweck eine Art Armee aus der Taufe gehoben – als würde es auf Pandora und den anderen Planeten, denen man in Borderlands 3 erstmals einen Besuch abstattet, nicht so schon vor Ungeziefer wimmeln!

Gut daher, dass auch vier neue Kammerjäger, sprich spielbare Charaktere, auf der Suche nach Reichtum sind und die zweifelhafte Ehre haben ihre Galaxie zu retten. Sie reisen also von Planet zu Planet, den Zwillingen immer einen Schritt hinterher, aber mit genug Zeit zum Erledigen etlicher Nebenmissionen. Ein begehbares Raumschiff, sinnigerweise Sanctuary getauft, dient ihnen dabei als zentrale Anlaufstelle.

„Macht mal wie damals!“

Viele bekannte und ein paar neue Figuren laufen ihnen dort und anderswo über den Weg, tun und reden lustigen Quatsch. Das kennt man und tatsächlich fühlt es sich sehr vertraut an - zu vertraut, wenn ihr mich fragt. So richtig zünden will der Unsinn diesmal nämlich nicht. Ein paar witzige Absacker kommen den Bösewichten beim Sterben zwar über die
Eine Pistole als Flammenwerfer ist längst nicht alles, was es hier gibt.
Eine Pistole als Flammenwerfer ist längst nicht alles, was es hier gibt.
Lippen und auch Claptrap kann hier und da mal punkten, aber von Tiny Tina & Co. ist all das meilenweit entfernt. Von dem für meinen Geschmack sogar noch drolligeren Humor des Pre-Sequels ganz zu schweigen.

Und auch die vielen bekannten Gesichter… ich hätte sie nicht noch einmal sehen müssen. Zumal ihre Geschichte in den wenigsten Fällen sinnvoll fortgeführt wird. Das alles ist nicht mal schlecht, es wirkt nur seltsam bemüht. Von der Spritzigkeit der beiden Vorgänger fehlt jede Spur und vom angestrengten Einbringen zeitgemäßer Videospiel-Themen wie Streamern oder Battle Royale fang‘ ich gar nicht erst an. „Leute, wir müssen wieder so richtig lustig sein. Macht mal genau wie damals!“ So scheint es leider.

Was Kugeln alles können

Auch am eigentlichen Spiel hat sich erstaunlich wenig verändert. Und so zieht man wie gehabt maximal zu viert (lokal bis zu zweit) über außerirdische Planeten, um massenweise Gegner zu plätten und ähnlich viele Waffen einzusacken – die sind für Viele schließlich die Stars dieser Show. Immerhin werden die Projektilverteiler nicht nur stärker, sondern im Laufe des Abenteuers auch abwechslungsreicher. Da findet man Flinten, deren Kugeln in Gegnern steckenbleiben, um erst Sekunden später zu explodieren.
Man kann übrigens in zwei Varianten spielen: Entweder erhalten alle Teilnehmer einer Gruppe individuelle Beute oder die Funde werden für alle sicht- und sammelbar erzeugt. Dann müsste man sich einigen oder zusehen, dass man am schnellsten die Kisten erreicht.
Es gibt Sturmgewehre, die wie Flammenwerfer Feuer spucken, sowie solche, die man nicht nachladen muss oder welche, die man zum Nachladen wegwirft, woraufhin sie als automatische Geschütze weiter schießen, bevor sie sich explodierend auf einen Gegner stürzen.

Und dieses Ausprobieren und Experimentieren hat nichts von seinem Reiz verloren! Ich habe meine helle Freude an den zielsuchenden Raketen, knatternden Elektroblitzen, radioaktiven Geschossen und was es darüber hinaus nicht noch alles gibt. Zumal eine Neuerung den Spaß erfolgreich vergrößert: Bei vielen Waffen schaltet man jederzeit zwischen Explosions- und Säureschaden um oder zwischen Elektro- und Strahlungsmunition. Andere kann man entweder als Schrot- oder als Sturmgewehr verwenden, bei weiteren zwischen Dauer- und Einzelfeuer wählen usw. Hinzu kommen etliche Modifikatoren, sprich: Trotz erkennbarer Muster hält man – typisch Borderlands – stets Unikate in den Händen.

Kommentare

MaxDetroit schrieb am
Swar hat geschrieben: ?
11.12.2019 19:56
So nach exakt 65 Spielstunden habe ich Teil 3 mit meiner Kammerjägerin Moze auf Level 43 beendet und es hat mir sehr viel Spaß bereitet, mir war nicht bewusst wie umfangreich das Teil am Ende war und würde ich eine Wertung geben passen 85 %.
Eines meiner Spiele des Jahres :)
Ich spiele es auch gerade und kann mich dem anschließen. Es ist ein bekloppter Ballerspass und macht Bock.
Swar schrieb am
So nach exakt 65 Spielstunden habe ich Teil 3 mit meiner Kammerjägerin Moze auf Level 43 beendet und es hat mir sehr viel Spaß bereitet, mir war nicht bewusst wie umfangreich das Teil am Ende war und würde ich eine Wertung geben passen 85 %.
Eines meiner Spiele des Jahres :)
Civarello schrieb am
AchillesSehne hat geschrieben: ?
01.10.2019 16:21
@ Civarello
das stimmt so nicht. Ein Waffenrad und dann wählen dauert doch viel länger.
Es gibt 4 Waffenslots. Sagen wir mal 1 sniper, 2 rifle, 3 Pistole, 4 Rocketluncher.
bin ich auf der 1 beim sniper und will direkt zum Rocketluncher tippe ich ganz schnell 3 x dreieck an und springe sofort dahin ohne erst durch die anderen zu switchen.
bin ich auf dem luncher und will zur rifle tippe ich 2 x schnell auf dreieck und springe sofort dahin ohne über die sniper zu gehen.
Viel einfacher geht es bei der Anzahl an Tasten ja nun wirtklich nicht.
Warum kommst du wieder mit der Geschwindigkeit ? Ich habe doch ebenso geschrieben dass es schnell geht. Genauso wie der Redakteur. Es ist doch Geschmackssache ob man nicht eher eine direkte Wahlmöglichkeit bevorzugt; und die war eben im ersten Teil noch gegeben. Habe gerade extra nochmal getestet wie groß der Unterschied in Borderlands 1 zwischen mehrmaligem drücken der Taste (3x) und dem Nutzen des Waffenkreuzes ist. Ja, der Wechsel per mehrmaligem Tastendruck ist ETWAS schneller; von "viel länger" kann aber absolut keine Rede sein. So viel geben sich beide nicht. Das Waffenkreuz aufzurufen dauert nur einen Bruchteil einer Sekunde.
Außerdem bleibe ich dabei dass die Wahl durch mehrfaches drücken in hektischen Situationen fehleranfälliger ist. Es geht ja nicht nur um die Waffengattung, sondern auch um das richtige Element. Und das ändert sich halt auch öfter.
Den größten Vorteil den ich durch die alleinige Nutzung der Dreieck/Y-Taste sehe ist dass man seinen Daumen nicht vom Linken Stick nehmen muss, man also immer in Bewegung bleiben kann. Außer natürlich man bedient das Steuerkreuz mit einem anderen Finger.
Aber wie gesagt betrifft dieses Problem mich selber nicht so wirklich; da ich solche Spiele auf dem PC hauptsächlich mit Maus/Tastatur spiele. Und dort stellt sich diese Problematik einfach nicht.
Und sorry, es heißt LAUNCHER, nicht luncher.
AchillesSehne schrieb am
@ Civarello
das stimmt so nicht. Ein Waffenrad und dann wählen dauert doch viel länger.
Es gibt 4 Waffenslots. Sagen wir mal 1 sniper, 2 rifle, 3 Pistole, 4 Rocketluncher.
bin ich auf der 1 beim sniper und will direkt zum Rocketluncher tippe ich ganz schnell 3 x dreieck an und springe sofort dahin ohne erst durch die anderen zu switchen.
bin ich auf dem luncher und will zur rifle tippe ich 2 x schnell auf dreieck und springe sofort dahin ohne über die sniper zu gehen.
Viel einfacher geht es bei der Anzahl an Tasten ja nun wirtklich nicht.
shuffleharddietrying schrieb am
DEMDEM hat geschrieben: ?
21.09.2019 17:17
Das Gunplay in Borderlands 3 ist halt mehr RPG als Shooter, während das Gunplay in Destiny (2) mehr Shooter als RPG ist.
Auf einer Skala von Mass Effect 1 bis 3 ist da Gunplay von Destiny 2 ganz klar weit rechts von Mass Effect 3 einzuordnen und das Gunplay von Borderlands 3 so zwischen Mass Effect 1 und 2.
Was für viele den Reiz aber in Borderlands ausmachen ist das Waffendesign, das ist einfach fantastischer und weniger langweilig. Auch wenn Destiny 2 nicht ganz so langweilig ist im Design wie Anthem, so unterscheiden sich doch noch etwas zu viele Waffen nur in der Farbe.
Hmm naja fand beide ziemlich ähnlich zumindest vom endresultat was den Schaden angeht.
schrieb am

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