Ori and the Will of the Wisps - Test, Plattformer, PC, Xbox One

 

Test: Ori and the Will of the Wisps (Plattformer)

von Jan Wöbbeking



Ori and the Will of the Wisps (Plattformer) von Microsoft
Moon Studios' Meisterwerk
Entwickler:
Publisher: Microsoft
Release:
11.03.2020
17.09.2020
11.03.2020
10.11.2020
Erhältlich: Digital (Xbox Store, Steam, Microsoft Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (Xbox Store, Steam, Microsoft Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (Xbox Store, Steam, Microsoft Games Store), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos
Endlich persönlich kämpfen, statt nur durch die idyllische offene Welt zu hüpfen. Ori and the Will of the Wisps soll die wenigen Schwächen des Vorgängers ausbügeln und von allem mehr bieten: Eine riesige Karte, mehr rührende Momente und vor allem Anpassungen an den Spielstil. Ob das gelingt, überprüfen wir im Test.

Beschaulicher Einstieg

Die Geschichte um Kuros Nachfahre Ku ist herzallerliebst in Szene gesetzt – sogar mit dramatischen räumlichen Story-Sequenzen: Auf einem Ausflug mit Ori versagt das geflickte Federkleid der Waisen-Eule im Gewitter, so dass beide an unterschiedlichen Orten im Wald landen und der sympathische Held sich erneut auf eine offene Erkundungs-Reise begibt. Die Geschichte tritt zwar die meiste Zeit über in den Hintergrund, trotzdem bilden die Gepräche mit allerlei mystischen Kreaturen wie den findigen Moki oder einer weisen Riesenkröte einen schönen Rahmen.

Im Zentrum stehen hier das Hüpfen, Action und die Erkundung. Die Entscheidung für eine direkte Kampfsteuerung ist tatsächlich ein Segen für den offenen Plattformer im Metroid-Stil: Noch über dem Gegner schlitzt man mit der Geisterklinge nach unten, kloppt ein stachliges Kriechtier schwungvoll mit dem Hammer aus dem Panzer oder schießt mit dem Bogen eine dreigeteilten Pfeil zu einer übermütig schnappenden Pflanze. Wisch-wusch-wisch – und weiter geht‘s – während man per Doppelsprung und Dash durch das Projektil-Chaos turnt. Sehr elegant!

Akrobatischer Flow

Erzähl keinen Quak!
Erzähl keinen Quak!
Nach und nach werden weitere akrobatische Tricks wie ein Greifhaken oder Feder-Gleitschirm freigeschaltet, bei denen das „Umkehren“ von Gegnern und Projektilen nach wie vor zu den coolsten Exemplaren gehört. Auf Knopfdruck zischt ein explosives Geschoss zurück zum Absender – oder man schleudert mit Hilfe der Fähigkeit gleich den kompletten Flammenkäfer in eine Reihe Stacheln. Guten Flug! Ein neues Highlight ist die Grabfähigkeit, dank der Ori durch versteckte Tunnels schlüpft, neue Orte entdeckt und sich beim Austritt aus der Erde mit Extraschub auf Anhöhen katapultiert. Eine schöne Hommage ans uralte Snake-Prinzip, da man auch quer durch angriffslustige Sandwürmer schießt, um sie fachgerecht zu zerlegen.

Ähnlich flüssig und knifflig wird es unter Wasser: Dort lockt das blau glühende Multitalent immer wieder aufdringliche Torpedo-Biester zu porösen Wänden. Schön auch, dass unterschiedliche Techniken nicht zum Gimmick verkommen, sondern in der riesigen Welt ausführlich miteinander verknüpft werden müssen. Der Abwechslungsreichtum der Mechaniken und Herausforderungen ist enorm! Es gibt Schleich-Einlagen, Online-Herausforderungen mit Bestenlisten und Freundes-Geistern, scheue lebendige Algen-Schalter, das Gleiten durch Aufwinde mit Eule Ku, spannende Bosskämpfe und vieles, vieles mehr. Gegen den ersten gepanzerten Obermotz-Käfer reicht noch rhythmisches Ausweichen und Zuschlagen. Um später nicht unter den Klauen einer glühenden Riesenspinne zu landen, ist schon mehr Akrobatik am Lasso gefragt.

Kommentare

c452h schrieb am
Puh, das Spiel ist nochmal in meiner Gunst gesunken, nachdem ich mir nebenbei ein Let's Play angeschaut habe.
Das platforming ist trivial und die Präsentation der Geschichte ist ekelhaft kitschig. Einzig die Grafik ist sehr hübsch. In meinem Metroidvania-Ranking nur noch irgendwo im Mittelfeld.
c452h schrieb am
Also das mit dem Bär, da gibt dir doch der Moki einen Tipp und das "Mit Feder an Nase kitzeln" ist doch klassisch, das kennt doch jeder?
Na ja, sonst wars halt zu einfach. Selbst ohne Kartenupgrade findet man so viel Lebensenergie, dass man einfach in Dornen springen kann, ohne nachzudenken und so auch diverse Bereiche trivialisiert.
red23 schrieb am
Bin ich der einzige der des 1. Teil VIEL besser fand? Ich hab mich durch diese durchgequält am Ende und war froh als es vorbei war.
Ich hab Stunden damit verbracht irgendwie an bestimmt Sachen zu kommen nur um dann später herauszufinden, das man viel einfacher an Sachen kommt mit Fähigkeiten, die man später bekommt. Klar an vielen kommt man nur mit bestimmten Fähigkeiten was mich dazu verleitet hat NOCHMALS UND NOCHMALS die gleichen Gebiete aufzusuchen. Suchen hat sich auch doof angefühlt, als ich dann rausgefunden habe, das man Karten kaufen kann um zu sehen, wo alles liegt. Das finde ich sehr gut, hätte nur gerne früher gewusst das es geht. Generall denke ich oft "Blind" spielen ist besser. In diesem Fall hat es nur mehr nerven gekostet.
Generell kann ich mich nicht so gut an den 1. Teil erinnern aber ich hab das Gefühl, hier wurde 90% des Spiels nur auf Exploration ausgelegt da fehlt mir die Balance. Viel zu wenig echte DESIGNTE Geschicklichkeits ebenen. Ich hatte da Gefühl es ist alles zu generisch.
Viel zu viel Krams, zu viel Fähigkeiten die man gar nicht braucht ... zu viel Upgrades die das ganze wieder zu leicht oder zu unbalanciert machen. Das ganze Konzept vom Kampf hätte ich so gar nicht gebraucht. Klarer Fall von "weniger ist mehr" für mich. Ich hab an den 1. viel angenehmerer Erinnerungen. Das ganze Dinger sammeln und sachen kaufen und Nebenquests die ich sogar vor Ende dann doch noch alle gemacht habe aber es hat sich angefühlt wie total Sinnlos, denn nichts von den rewards hab ich irgendwie gebraucht. Ob ich die jetzt gemacht hab oder nicht, und dieses samen sammeln ich weiß nicht mal, was das jetzt gebraucht hat. Belangloses Achievment wahrscheinlich.
Und die wenigen abschnitte wo man vor nem Boss wegrennt die wenigstens mal fordernd waren, waren dann teilweise aber zu frustrierend, weil keine Checkpoints da waren und man immer wieder vom Anfang musste oder auf jeden fall zu wenige Checkpoints.
Das ach so tolle "Meisterwerk" sehe ich hier nicht. Hatte...
c452h schrieb am
Auf Normal viel zu einfach:
Geld gibt es im Überfluss und das, ohne grinden zu müssen. Die Heilfähigkeit ist op. Man kann sie während der Bosskämpfe benutzen, während der Kampfschreine, eigentlich immer und an jeder Ecke der Welt liegen genug Energie und Lebenskraft herum. Selbst die Portschreine heilen einen und Gegner droppen auch HP. So werden Gegner und das Platforming völlig anspruchslos. Man bekommt auch viel zu früh den Dreifachsprung, der vieles an platforming trivialisiert. Dazu noch an jeder Ecke Autosaves, auch bei den Bossfights. Hard ist auch nicht viel besser, dann bleibe ich halt noch öfter stehen und heile mich. Völlig bedeutungslos. Problem auf hard ist die eine berüchtigte Chasesequenz, die, im Vergleich zum Rest des Spieles, unverhältnismäßig schwierig ist. Irgendwie stimmt das Balancing da nicht.
Ich erwarte ja kein git gud, aber so völlig anspruchslos muss es dann auch nicht sein. Auf Easy spielt sich das Spiel dann wahrscheinlich von selbst?
R3Play89 schrieb am
Bei mir hat das Spiel vor dem Download auf Steam 20 GB angezeigt. Jetzt wurden exakt 4,3 GB runtergeladen und ich kann das Spiel starten. Kommt da nicht noch ein Patch oder sowas? 8O
schrieb am