Assassin's Creed Valhalla - Test, Action-Adventure, PC, PlayStation 4, Xbox One, Xbox Series X

 

Test: Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure)

von Matthias Schmid



Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure) von Ubisoft
Großes Wikinger-Abenteuer
Entwickler:
Publisher: Ubisoft
Release:
10.11.2020
10.11.2020
12.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store, UPlay), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
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Jerusalem, Venedig, Rom, Konstantinopel. Nordamerika, Karibik, Paris, London, Ägypten und Griechenland. Ubisofts Assassin’s-Creed-Reihe ist das, was man gemeinhin weitgereist nennt. Diesmal geht es ins mittelalterliche England, wo Angelsachsen und eingefallene Dänen um die Vorherrschaft kämpfen - mittendrin der Wikingerkrieger Eivor. Wir haben ihn auf seiner Reise begleitet und verraten im Test, wie gut Assassin’s Creed Valhalla geworden ist.

Kaltstart

Nicht im grünen England, sondern im eisigen Nordeuropa beginnt die Saga des norwegischen Kriegers Eivor. Nach einem schön inszenierten Intro nimmt sich der - Rogue und Liberation mitgezählt - dreizehnte Hauptteil der Serie überraschend viel Zeit für eine recht lineare Abfolge kurzer und unspektakulärer Missionen in Südwest-Norwegen. Hier erfährt der Spieler Details zu Eivors persönlicher Geschichte, lernt seinen Clan und dessen Anführer kennen und darf am Ende der ersten größeren Schlacht schon einen Boss aufs Kreuz legen. Danach wird schnell klar: Der norwegische Fjord ist zu klein für die Ambitionen von Eivor und seinem Bruder Sigurd. Gemeinsam segeln sie also nach England, jenem Inselreich, in das die Wikinger einfielen.

Eivor (hier in weiblicher Form) im Ausrüstungsmenü - auf Wunsch können fast alle Kleidungsteile ausgeblendet werden.
Eivor (hier in weiblicher Form) im Ausrüstungsmenü - auf Wunsch können fast alle Kleidungsteile ausgeblendet werden.
Dazu ein paar Anmerkungen: Eivor und „sein“ Bruder? Das bleibt in diesem Serienteil euch überlassen - zockt ihr mit einer weiblichen Eivor, ist das Spielerlebnis prinzipiell identisch und ihr tauscht beim Lesen dieses Textes beim ein oder anderen Possessivpronomen einfach das Genus aus. Als Ubisoft das Thema seines nächsten Assassin’s-Creed-Titels enthüllte und man endlich sicher sein konnte, dass es um Wikinger geht, war aber noch nicht klar, dass die Serie fünf Jahre nach Syndicate nach England zurückkehrt. Tatsächlich haben sich die Entwickler die Zeit des „Großen Heidnischen Heers“ ausgesucht - im späten 9. Jahrhundert landete nämlich eine große Zahl vor allem dänischer Wikinger in England, um große Teile des Landers zu plündern und zu erobern. Weithin bekannte Namen, wie sie andere Serienteile aufboten - von da Vinci bis Washington, von Napoleon über Kleopatra bis Sokrates - werdet ihr in Valhalla demnach nicht treffen. Dennoch bewies Ubisoft nicht nur bei der Benennung der historischen Orte und Landschaften große Sorgfalt, sondern baute auch den ein oder anderen historisch verbrieften Charakter ein, darunter Ubba Ragnarsson, Ivar den Knochenlosen oder Ceolwulf II. von Mercien.

Wie groß?



Sehr groß! Die Weite der erkundbaren Landmasse von Valhalla (verteilt auf Norwegen, England und ein, zwei geheime Gebiete) übertrifft sogar die schier unendlichen Berge, Küsten und Wälder von Assassin's Creed Odyssey. Und mit all seinen Quests, Geheimnissen, Beschäftigungen und Landschaftsmarken ist Valhalla auch inhaltlich ein buchstäblich riesiges Spiel - dabei fühlt es sich aber nicht so überfrachtet an wie Griechenland. Ja, es gibt viele Abteien, Dörfer, verfallene Türme, römische Ruinen oder Höhlen, aber nicht mehr diese Unzahl an feindlichen Forts und Lagern, deren Eroberung sich irgendwann nur noch nach Arbeit anfühlte. Tatsächlich ist es Ubisoft diesmal gelungen, den Spieler beim Umherreiten neugierig zu machen - ein Gefühl, dass ich zuletzt nur in Zelda: Breath of the Wild in ähnlicher Form hatte.

Sieht sagenhaft aus: Assassin
Sagenhaft: Assassin's Creed Valhalla überzeugt nicht nur technisch, auch das Artdesign ist klasse.
In Odyssey wollte ich zwar alle historischen Stätten sehen und nachprüfen, ob die virtuellen Inselchen meiner eigenen Erinnerung standhalten - Griechenland ist schließlich mein Lieblings-Urlaubsziel. In England ist aber das Gesamtbild organischer: Man reitet so durchs Land, sieht einen interessant aussehenden Ort, nähert sich und steigt ab. Dann schaut man meist per Odin-Sicht (eine Art blaue Welle, die nicht nur Feinde, sondern auch interessante Punkte hervorhebt), ob die Stelle nicht nur hübsch aussieht, sondern auch Schätze bereithält. Ist dies der Fall (oft ein leuchtend goldener Punkt unter der Erde bzw. hinter dicken Mauern), geht ein simples, aber befriedigendes Suchspiel los: Wo ist der geheime Zugang? Wo der Typ, der den Schlüssel zur Tür hat? Wie sprenge ich mich zum unterirdischen Schatzraum vor? Wo kann ich raufklettern, um einen besseren Überblick zu haben? Andernorts ist es einfach nur schön, über grüne Hügel zu reiten, schroffe Klippen zu erklimmen oder offenen Auges durch die belebten Straßen der Siedlungen zu schlendern. Alle Story-Quests und reichlich optionalen Kram mit eingerechnet, werdet ihr vermutlich keine 150 Stunden mit diesem Titel verbringen (was mit Odyssey problemlos möglich ist), ihr werdet aber auch nicht nach 30 bis 40 Stunden alles gesehen haben.

Kommentare

huibuh schrieb am
Ui, Ubisoft, wie habt ihr es hinbekommen, dass meine Launch PS4 mal nicht durch die Decke geht? Kenne ich gar nicht mehr :)
Ansonsten wohl schon in den ersten 30min 2 Mini Bugs erwischt, denn da gabs schon 2 Trophäen, die laut Anzeige erst 2% der Spieler haben. Klingt unwahrscheinlich.
huibuh schrieb am
Bei unter 47 Euro heute Konsolenversion dann doch mal mitgenommen. Bin gespannt :)
Ares101 schrieb am
@ Swar er springt nicht für immer so. Bau mal das Assassinenbüro in der Siedlung und mach die kurze Mission, die dir danach angeboten wird (;
Swar schrieb am
Spielzeit 16 Stunden und 7 Minuten - Level 27
Heute standen Raubzüge mit meiner Crew auf dem Tagesplan, also ganz entspannt mit dem Boot an Ufer entlang gefahren. Das Ergebnis 2 geplünderte Klöster und drei kleine Festungen, die KI ist übrigens unfassbar dämlich.
4 feindliche Krieger haben sich schön um ein explosiven Tonkrug postiert, also mit einen Pfeil in die Luft gejagt und die Umgebung in Brand gesteckt inklusive Häuser. Was machen meinen schlauen KI Kollegen ? Rennen ins Feuer und manche auf die brennende Dächer, immerhin scheinen die Kameraden unsterblich zu sein, weil sie das Feuerinferno unbeschadet überlebt haben.
Danach bin ich alleine in einer feindlichen Stadt eingedrungen, also schön die Assassinenkapuze aufgezogen und sämtliche Wachen niedergemetzelt. Warum muss ich jedes Mal meine Kapuze aufziehen, wenn ich wie ein Raubein randaliere ?
In der Rubrik dämliche Nebenquestes habe ich zwei Fundstücke.
Spoiler
Show
Eine Frau ist im einen Brunnen gefangen und drei Männer darüber spotten über sie bzw. pissen direkt rein, also bin ich auf Umwege zu der Frau gelangt. Anstatt befreit zu werden, wollte sie lieber Eier haben und zwar Schlangeneier, welch Zufall war ein Schlangennest in der Nähe. Also habe ich das gemacht, was die komische Schachtel verlangte und nachdem Verzehr, furzt sie einmal den Brunnen voll und die Männer darüber flüchten sofort
Spoiler
Show
vier christliche Schwestern sind auf der Flucht und eine Ordensschwester hat ihren Stab an mercische Krieger verloren, selbstverständlich war es an mir den holden Damen zu helfen, also direkt ins Lager marschiert und was machen die frommen Christen ? Schlagen mit bloßen Fäuste auf die schwerbewaffenten Krieger ein und auch die scheinen ebenfalls unsterblich zu sein. Richtig bescheuert wird es auf der eigentlichen Flucht, dort begegnet man ein Rudel Wölfe und ihr könnt euch denken was passiert ? Richtig Fäuste vs. Wölfe
Übrigens ist euch schon aufgefallen, das Eivor den Todessprung in Heuhaufen mit den...
Ares101 schrieb am
Ja das Örlog ist ganz nice. Nen Minigame was ich überhaupt nicht mag ist das Wetttrinken. So eine Mechanik fand ich schon bei den Klimmzügen im FF7 Remake richtig bescheiden. Entweder man kann das oder nicht. Meine Koordination reicht dafür leider nicht. Zum Glück brauch man das auch nicht zum platinieren, wenn man auf sowas steht. Haben sie sicher selber eingesehen.
Von Flyting bin ich auch kein Fan, zum Glück kommt das nicht so oft vor. Angeln ist mir auch zu anstrengend, ich schieße die Fische alle mit dem Bogen.
schrieb am