GRID - Test, Rennspiel, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

 

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GRID (Rennspiel) von Codemasters
Rudimentärer Raser
Simulation
Entwickler: Codemasters
Publisher: Codemasters
Release:
11.10.2019
11.10.2019
11.2019
11.10.2019
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Spielinfo Bilder Videos

GRID ist wieder da! Mit einer Mischung aus Remix und Reboot will Codemasters alte Fans der Reihe zurückholen, gleichzeitig aber auch Neueinsteigern die Chance bieten, in sportlichen Flitzern  über Pisten rund um den Globus zu brettern. Wir haben für den Test ordentlich Gas gegeben und sagen euch, ob das Comeback gelungen ist.



Ab auf die Piste

Die Kiste ordentlich mit Tuning-Upgrades aufmotzen? Stundenlang mit Feineinstellungen am idealen Setup feilen? Strategische Boxenstopps mit Reifenverschleiß und Benzinverbrauch? In einem Foto-Modus schicke Bildkompositionen basteln? Sponsoren-Management? Das alles gibt es beim neuen Grid nicht oder nicht mehr! Stattdessen konzentriert sich Codemasters auf das Wesentliche: Rennen fahren, Rennen fahren und noch mehr Rennen fahren. Tatsächlich klappert man in der Karriere einfach nur eine Veranstaltung nach der nächsten ab, um erst weitere Events freizuschalten, sich am Ende einer Serie dem Showdown zu stellen und schließlich für die World Series zu qualifizieren, wo mit dem Team Ravenwest ein alter Bekannter wartet und die Rennen etwas länger ausfallen. Dabei führt die Reise rund um den Globus: Neben klassischen Rennpisten wie Silverstone, Sepang International Circuit oder Indianapolis finden sich auch wieder einige Stadtkurse, darunter alte Bekannte wie San Francisco und Barcelona, aber auch attraktive Neuzugänge wie Havana. Zwar ist die Anzahl der Schauplätze überschaubar, doch dank zahlreicher Layouts in Kombination mit wechselnden Fahrtrichtungen, Witterungsbedingungen und Tageszeiten wird dennoch ein ordentlicher Umfang geboten.

Vor allem die Stadtkurse überzeugen grafisch mit einer ansprechenden Kulisse.
Vor allem die Stadtkurse überzeugen grafisch mit einer ansprechenden Kulisse.

Zudem sehen insbesondere die Stadtkurse klasse aus. Wenn man z.B. bei Nacht durch die verschlungenen Straßen von Shanghai heizt und einen Blick auf die spektakuläre Skyline mit ihren Neonlichtern wirft, möchte man am liebsten anhalten, um den Moment noch weiter zu genießen.  Ebenso sehenswert sind die Regengüsse, auch wenn man leider auf ein dynamisches Wettersystem verzichtet hat. Nettes Detail am Rande: Die zahlreichen Passanten am Streckenrand reagieren sogar auf Unfälle und schrecken zurück, wenn man in die Bande knallt. Nur bei den überzogenen Lichteffekten hat man es teilweise etwas übertrieben, wenn man von der Sonne geblendet wird. Technisch überzeugt Grid mit einer sauberen Darstellung und einem guten Geschwindigkeitsgefühl. Nur darf man nicht den Fehler begehen, einen Blick in die Spiegel zu werfen, denn im Gegensatz zur flüssigen Bildrate auf der Strecke erwartet einen dort nur eine schlimme Ruckelorgie. Man sollte daher besser davon absehen, den optionalen Innenspiegel in den Anzeige-Optionen zu aktivieren, da er die Performance auf den Standard-Konsolen beeinträchtigen kann, wo die Bildrate ohnehin schon zu "nur" 30fps tendiert.   

Breit gefächerter Fuhrpark

Es gibt viel zu tun in der Karriere.
Es gibt viel zu tun in der Karriere.

Als geistiger Nachfolger von DTM Race Driver bleibt Grid der alten Tradition treu und liefert in der Karriere ein Motorsportpaket, das verschiedene Klassen mit entsprechenden Fahrzeugmodellen umfasst. Neben Touring, Stock Cars, Tuning-Karossen und der GT-Serie warten außerdem eine Reihe von Veranstaltungen, die sich um das eSport-Team des zweifachen Formel-Eins-Weltmeisters Fernando Alonso drehen, der Codemasters auch als Berater zur Seite stand. Darüber hinaus gibt es Einladungs-Events, in denen man meist in vorgegebenen Boliden sein Können unter Beweis stellen muss. Entsprechend breit gefächert präsentiert sich der Fuhrpark: Angefangen bei kleinen Sportwagen wie dem VW Golf GTI oder Ford Focus TC-2 reicht die Auswahl von modifizierten Muscle Cars wie dem Dodge Challenger SRT über asiatische Tuner-Lieblinge wie den Honda S2000 bis hin zu noblen Renn-Karossen wie dem Ferrari 488 GTE oder Porsche 911 RSR. Selbst Alonsos Weltmeister-Wagen aus der Formel Eins, der Renault R26, hat den Weg ins Spiel gefunden und man darf sich in einem Showdown sogar höchstpersönlich mit dem Asturier duellieren. Mit Modellen wie dem alten Mini oder dem kultigen Ford GT40 finden sich zudem einige Klassiker der Motorsport-Historie in der überschaubaren, aber gut zusammengestellten Fahrzeugauswahl, die etwa 70 Wagen umfasst. Leider sind vor dem Kauf keine Probefahrten möglich, doch kann man sich für Rennen außerhalb der Karriere immerhin ein paar Modelle mieten, muss dafür aber auf einen Teil der Einnahmen verzichten.

Ein Ohrenschmaus

Die Fahrzeuge sind zwar nicht gerade Hochglanz-Polygonmodelle, aber dafür hören sie sich klasse an.
Die Fahrzeuge sind zwar nicht gerade Hochglanz-Polygonmodelle, aber dafür hören sie sich klasse an.

Leider sehen die Polygon-Modelle nur durchschnittlich aus und es mangelt den Boliden an Details. Vor allem die Innenräume sind grob gestaltet und die Instrumente in der Cockpitansicht teilweise erschreckend unscharf. Dafür klingen sie umso besser: Die Motoren röhren herrlich aggressiv und die Abmischung ist erste Sahne. Je nach Position der Aggregate dröhnen die Geräusche in einem 5.1.-Setup entweder aus den Front- oder Rear-Lautsprechern und selbst die gewählte Kameraperspektive wirkt sich auf den Klang aus. Ebenso wuchtig präsentieren sich Zusammenstöße und Unfälle. Schön auch, dass im Gegensatz zur Vorschau-Version jetzt auch die krachenden Fehlzündungen in Bild und Ton eingefangen werden. Nur auf einen Soundtrack wird im Rennen komplett verzichtet, so dass man die Motorenklänge voll und ganz genießen kann.


Kommentare

UAZ-469 schrieb am
ronny_83 hat geschrieben: ?
Gestern 15:39
*B-Money* hat geschrieben: ?
Gestern 12:25
und bei einem alten BMW M1 mit Allradantrieb ist die Momenten verteilung wirklich so wie damals, sehr Hecklastig...
Welcher M1 hatte denn jemals 4WD? Die waren doch immer Heckantrieb.
Das ist ein Schreibfehler im Spiel, der hat wie die anderen Fahrzeuge seiner Klasse auch Heckantrieb. :)
ronny_83 schrieb am
*B-Money* hat geschrieben: ?
Gestern 12:25
und bei einem alten BMW M1 mit Allradantrieb ist die Momenten verteilung wirklich so wie damals, sehr Hecklastig...
Welcher M1 hatte denn jemals 4WD? Die waren doch immer Heckantrieb.
*B-Money* schrieb am
...auch ich schließe mich mit einem Persönlichen Resümee an!
Habe am vergangenen Dienstag extra nochmal GRID 2 (glaube von 2013), gespielt, (ist ja bei Xbox im Gamepass enthalten), hatte es damals überaus intensiv Gespielt, und nach neuestem Stand ist es zwar immernoch cool, aber längst nicht mehr in allen Punkten Bombastisch gut, und dass sage ich als "Old But Gold" verfechter, und jemand der Rennspiele, auf allen Plattformen; (Xbox, Playstation & Früher PC) der letzten 25 Jahre fast ausnahmslos förmlich aufgesaugt hat. Thema GRID 2 = Ein Remake vollwertig angepasst auf die aktuelle Gen wäre trotzdem Bombe...
Vorgestern dann GRID 2019, zugelegt, und ich bin absolut positiv angetan, habe in jede Rennklasse mehr als reingeschnuppert. Nach insgesamt knapp 8 Stunden Spielzeit, ist mein eindruck soweit gefestigt das ich auch meinen Finalen Eindruck gesammelt habe...
Ob [/i]Muscle Car; Touring Car; GT; Japan Heckschleuder (JDM); Nascar; Formel Rennwagen; oder nen pups Minicooper aus den 80er Jahren;[/i] es ist durchweg... Puristisches Rennen Fahren!!! Was sich hier insgesamt auf der RENNSTRECKE abspielt ist Wichtig, und klasse. Auch AudioVisuell ist es sehr Imposant, fehlzündungen beim Schalten, Motorensound, Reifen, Umgebung, grafik toll, Grafik performance toll, stimmiges Geschwindigkeits gefühl... Sehr Schön!
Die abwechslung kommt hier mit den gefühlt 100 Verschiednen Rennklassen auf, und zwar aus meiner sicht derart gut, das Tuningteile verbauen & Co. am Ende schnurz; piep; egal ist.
Die Fahrzeugsteuerung ist meiner meinung nach auf dem Punkt vom Balancing aus "Simulation & Arcade" her, ersteres überwiegt hier, allgemein sehr zugänglich, nicht zu überspitzt... Beispiel: DIRT Rally, Forza Motorsport & Co. sind die SIM Schwergewichte, absolut anspruchsvoll, und z.B. DIRT Rally ist im absolut nicht negativen sinne, oft zu Realistisch, insbesondere mit Lenkrad (Fanatec) ist es echte & harte Körperliche Arbeit, so nen Rally Event bei Dirt.
Wieder zurück zu "GRID" das...
UAZ-469 schrieb am
Nachdem ich auch mehrere Stunden gespielt habe, würde ich meine persönliche Wertung im niedrigen 80er-Bereich ansetzen. Für 'nen Award ist mir der Schwierigkeitsgrad noch zu unausgewogen (Manche Rennen sind so kurz dass man selbst auf Mittel kaum Chancen auf den ersten Platz hat), der Funk zu reduziert und der Wegfall des ein oder anderen "Nice-to-have"-Features wie Sponsorenherausforderungen und Le Mans stößt unglücklich auf. Auch ist mir das Fahrverhalten etwas zu Simlastig, doch geht das in Ordnung.
Nichtsdestotrotz ist es, finde ich, endlich wieder ein vernünftiges GRID, nachdem die Serie mit jedem Teil abgebaut hat.
Darwin Jones schrieb am
Ich muss mal meine Meinung schreiben, weil ich´s einfach lächerlich finde: Hier wird einem ein Spiel vorgegaukelt, dass so wenig Inhalt hat und sich nicht mal auf´s Wesentliche konzentriert. Alles wirkt oberflächlich. Weder Fahrphysik noch sonst was sind hier hervorzuheben und als "gut" zu bezeichnen. Der Content ist ein Witz. Wieder ein halb veröffentlichtes Spiel, dass mit Season Passes aufgewertet werden soll. Es ist nichts Ganzes und nichts Halbes. Die Grafik ist gut. Das war´s dann aber auch, was hier positiv hervorzuheben ist.
Und jetzt kommt der Grund, warum ich meine Meinung schreiben möchte: Grid wird mit "gut" bewertet und Assetto Corsa Competizione mit "ausreichend"? Das ist echt zum Lachen und zum Weinen gleichzeitig. Das, was man ACC vorwerfen kann (bzw. den Publishern) sind die Bugs zum Start. Ja. Das war echt nicht berauschend. Wird aber Schritt für Schritt behoben und hat natürlich eine Abwertung verdient.
ACC lebt von der Liebe zum Detail. Die Physik ist ein Traum. Hier wird versucht etwas nachzubilden. Man kann sich komplett in den Settings austoben. Alles wird simuliert. Die Strecke, die Bodenwellen, jede kleine Unebenheit; Alles ist gescanned. Jede Stellschraube am Auto kann gedreht werden. Und vor allem: Das Spiel wird weiter optimiert und verbessert. Ja: Auch hier gibt es DLCs. Aber es wird auch nichts in geplanten Season-Passes oder verkauft. Es ist schlicht und einfach noch in der Entwicklung.
Und dann wird ein Spiel im Test so abgestraft? Und bei einem Grid wird "nochmal ein Auge zugedrückt"? So wirkt es zumindest. Das ist doch einfach nicht ernst gemeint, oder?
Für mich ist das ein Zeichen, dass hier Leute testen, die nur auf das Oberflächliche Bling-Bling achten. Oder tiefer greifendes nicht wahrnehmen. Und nicht das schätzen, was ein Spieleentwickler für das tut, was er veröffentlicht und wohinter er steht. Bitte überdenkt eure Art zu testen nochmal.
schrieb am

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