F1 2021 - Vorschau, Rennspiel, PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X

 

Vorschau: F1 2021 (Rennspiel)

von Michael Krosta



F1 2021 (Rennspiel) von Electronic Arts
Der nächste Evolutionsschritt
Entwickler:
Publisher: Electronic Arts
Release:
16.07.2021
16.07.2021
16.07.2021
16.07.2021
16.07.2021
Spielinfo Bilder Videos
Bei F1 2021 gibt es gleich zwei Premieren: Zum einen ist die Marke seit der überraschenden Codemasters-Übernahme erstmals ein Teil von EA Sports. Zum anderen feiert die Königsklasse ihren Einstand auf PS5 und Xbox Series X|S, wo mehr PS zur Verfügung stehen. In einem Vorschau-Event haben die Entwickler erste Einblicke in die diesjährige Edition gewährt und dabei die neuen Features vorgestellt, mit denen man die Reihe vorwärts bringen will.

Vertraute Umgebung

Wie so oft bei jährlichen Spieleserien hält Codemasters an vielen bewährten Dingen fest – sei es hinsichtlich der gebotenen Spielmodi, bei den Setup-Optionen, der Karrierestruktur mit ihrem Fokus auf die Weiterentwicklung von Fahrzeug-Komponenten oder Features wie den voll anpassbaren Rennwochenenden und Presse-Interviews. Der 2020 eingeführte Modus „My Team“ kam generell gut an und bleibt daher genauso fester Bestandteil wie die Casual-Einstellungen für Gelegenheitsfahrer – das Gleiche gilt für den Podium Pass zum Freischalten von Kosmetikkram. Dazu gehören neuerdings auch Sticker, mit denen man den Halo verzieren darf sowie eine Auswahl an Jubel-Funksprüchen beim Überfahren der Ziellinie. Bei der Premium-Variante wird man freilich mit Pitcoins bzw. Echtgeld zusätzlich zur Kasse gebeten. Muss man das wirklich haben? Entsprechend wirkt vieles vertraut, was man in F1 2021 zu Gesicht bekommt. Oder auf die Ohren: Denn bei den Kommentatoren werden viele Sprüche weiter fröhlich recycelt, die man bereits seit ein paar Jahren auswendig mitsprechen kann. Auf der anderen Seite wird man jetzt viel mehr Möglichkeiten bekommen, das Klangerlebnis an die eigenen Wünsche anzupassen und auch 3D-Audio ist insbesondere auf PS5 und Xbox Series X|S ein Thema. Dort wird man außerdem die Wahl zwischen zwei Grafikmodi haben, wobei die Leistungsvariante Bildrate von bis zu 120fps erlauben soll. Auf der PS5 wird man außerdem das haptische Feedback des DualSense spüren, wenn man sich mit dem Controller hinters Steuer klemmt.

Die Einstellungsvielfalt bei KI und Rahmenbedingungen kann dafür sorgen, dass es sehr eng im Fahrerfeld zugeht.
Schumacher hin oder her: Einen Haas wird man vermutlich nur im Spiel weiter vorne sehen.
Obwohl viele Dinge aus den Vorjahren beibehalten werden, versucht Codemasters dennoch, die Serie weiter nach vorne zu bringen, orientiert sich dabei aber ironischerweise an der Vergangenheit – und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Man versammelt z.B. eine Riege an Veteranen, darunter neben Rekord-Weltmeister Michael Schumacher auch Ayrton Senna, Alain Prost, Jenson Button, Nico Rosberg und David Couldhard, die man in My Team als Teamkollegen anheuern kann – und das mit Fahrerwerten, die ihre Hochphase widerspiegeln sollen. Kleiner Haken an der Geschichte: Nur in der Deluxe Edition sind diese Stars des Motorsports enthalten und müssen ansonsten separat gekauft werden. Schon bei F1 2011 präsentierte man erstmals eine rudimentäre Koop-Karriere für zwei Spieler, strich das beliebte Feature aber in späteren Teilen wieder. In F1 2021 feiert es endlich ein Comeback: Man wird den kompletten Karrieremodus inklusive Auto-Entwicklung & Co gemeinsam bestreiten können – und das entweder als Teamkollegen für das gemeinsame Ziel der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft oder in separaten Rennställen als Rivalen.

Rennspiel mit Story

Auch beim neuen Story-Modus „Breaking Point“ richtet sich der Blick auf die Vergangenheit: Bereits in F1 2019 gab es zaghafte Gehversuche, eine Geschichte innerhalb des Rennzirkus zu erzählen, wie Codemasters es bereits vor langer Zeit bei DTM Race Driver getan hat. Inspiriert von der populären Netflix-Reihe Drive to Survive will man jetzt daran anknüpfen und begleitet die fikive Figur Aiden Jackson über drei Jahre auf ihrem holprigen Weg von der Formel 2 2019 bis zur aktuellen Formel-Eins-Saison. Ebenfalls wieder mit dabei: Fiesling Devon Butler.

Nachtrennen gehören schon seit einigen Jahren zum F1-Kalender.
"Nachtrennen" gehören schon seit einigen Jahren zum F1-Kalender.
Innerhalb der Karriere wird man die eine oder andere Veränderung bemerken: Visuell verabschiedet man sich bei der Fahrzeug-Entwicklung von dem alten Skill-Tree und präsentiert die Kategorien etwas übersichtlicher, gleichzeitig aber auch etwas langweiliger. Überarbeitet werden außerdem die Trainingsprogramme, in denen man sich die wichtigen Ressourcenpunkte verdient. Zwar braust man zur Streckenakklimatisierung weiter durch platzierte Tore und muss in anderen Testläufen seinen Reifenverschleiß im Auge behalten, aber gleichzeitig fallen manche Kategorien weg oder werden zusammengefasst, womit die Trainingsprogramme jetzt etwas kompakter ausfallen. Gleichzeitig kann man sich mit dem Erfüllen von Sekundärzielen ein paar Vorteile bei der Fahrzeug-Entwicklung verschaffen und z.B. die Kosten reduzieren. Allerdings ist nicht immer klar ersichtlich, was genau zu tun ist, um diese optionalen Zusatz-Ziele zu erfüllen. Alternativ kann man das Quick Practice nutzen, wenn man nicht viel Zeit in die Trainingsprogramme investieren möchte. Dort muss man auch in Relation zu den Erfolgsaussichten abwägen, welche Programme man innerhalb der begrenzten Zeit absolvieren lassen möchte. Tendenziell ist dabei die Ausbeute an Ressourcenpunkten und Vorteilen aber deutlich geringer als wenn man selbst ins Cockpit steigt.

Kommentare

masolinguist86 schrieb am
Ich verstehe immer noch nicht, warum man den ganzen F&E Kram und alles was an der Karriere dran hängt "nur" mit einem eigens erstellten Fahrer erleben darf.
Ich fänd es mal echt top, genau das mit einem Fahrer aus der F2 mit Aufstieg in die F1 oder einem aus der F1 zu erleben. Einfach die Karriere von Vettel fortsetzten und mit entscheiden, wie Aston Martin sich entwickeln kann.
Sehr sehr schade.
Da bleibt einem nur der Workaround der letzten Jahre und man erstellt sich nen Fahrer, der eben genau so heißt wie der, den man aus der F2 oder F1 spielen möchte.
Gaspedal schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben: ?03.06.2021 16:18
Gaspedal hat geschrieben: ?03.06.2021 14:31 In F1 2020/21 spielt es keine Rolle, da es keine Fahrphysik, kein LiveTrack, keine Reifenphsik usw usw.. existiert. ;)
Das stimmt doch gar nicht, was du sagst. Vor allem das es keine Reifenpysik geben würde. Man kann sogar wählen, ob sie komplett, nur Oberflächentemperatur oder aus ist. Live Tracking via Telemetrie-Tools sind natürlich auch möglich. Gibt da zB "SIM Dashboard", welches alle gängigen Rennspiele unterstützt, auch F1 von Codemasters.
Das ist trotzdem noch keine Reifenphysik, das beeinflusst evtl. nur das Grip die schon vorher statisch festgelegt wird.
Mit LiveTrack meine ich die miteinbeziehung von dynamische Asphalttemperaturen, keine Live Tracking.
Und hier mal ein Beispiel wie ein Reifenphysik ausschaut. In RFactor2 und auch in Assetto Corsa verformt sich der Reifen und fließ mit in die Physikberechnung ein.

In rFactor2 schaffst Du nicht mal die 1. Kurve mit ein F1 Auto wenn Du so wie in F1 2020 fährst. ;)
Palace-of-Wisdom schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben: ?02.06.2021 23:58
greenelve hat geschrieben: ?02.06.2021 21:20 Fährt die KI jetzt stabiler? In den letzten Jahren war der Unterschied je Strecke enorm, habe selber in Extremfällen bis zu 20 Punkte bei KI-Stärke rumdrehen müssen. Und stehe mit spürbaren Schwankungen auch nicht alleine da.
Vor allem, wenn man in seiner My Team Karriere in der 1. oder 2. (10 Rennen) Saison schon in Kanada und Österreich gewinnen kann, wären man in Spa gerade mal auf den letzten Plätzen ins Ziel kommt.
Hoffentlich wurde daran geschraubt.

Okay ich dachte das liegt an mir. Dachte in Kanada und Spielberg bin ich voll die Maschine und für Spa einfach zu doof.
DARK-THREAT schrieb am
Gaspedal hat geschrieben: ?03.06.2021 14:31 In F1 2020/21 spielt es keine Rolle, da es keine Fahrphysik, kein LiveTrack, keine Reifenphsik usw usw.. existiert. ;)
Das stimmt doch gar nicht, was du sagst. Vor allem das es keine Reifenpysik geben würde. Man kann sogar wählen, ob sie komplett, nur Oberflächentemperatur oder aus ist. Live Tracking via Telemetrie-Tools sind natürlich auch möglich. Gibt da zB "SIM Dashboard", welches alle gängigen Rennspiele unterstützt, auch F1 von Codemasters.
Gaspedal schrieb am
sychobob hat geschrieben: ?03.06.2021 10:23 Ich frage mich wieviele Iterationen es noch benötigt bis mal eine Telemetrie im Spiel Einzug erhält. Über Netzwerk und externe Tools geht das wohl irgendwie, aber so eine Funktion gehört doch in game. Das würde das Lernpotential doch enorm erhöhen, wenn man sieht wo man wieviel Wheelspin beim Beschleunigen hat und wo man etwas aggressiver am Gas sein kann.
Das geht nur mit Simulationen, da kannst Du hundertstel mit entsprechende Optimierung noch rausholen (iRacing, Assetto Corsa, rFactor2 ). In F1 2020/21 spielt es keine Rolle, da es keine Fahrphysik, kein LiveTrack, keine Reifenphsik usw usw.. existiert. ;) Es ist eben keine Sim und die Zielgruppe sind Arcade Racer die mit ein Controller auf der Couch fahren wollen. Einzig die F1 Präsentation kann punkten und der Karriere Modus. Wer aber Wert auf das Fahrverhalten, VR Modus & realistische FFB Effekte legt und ein echter Simracer ist und ein hochwertiges Equipment besitzt (keine Spielzeug Lenkräder) wird mit F1 Serie nicht glücklich.
schrieb am