Assassin's Creed Valhalla - Test, Action-Adventure, PlayStation 5

 

Test: Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure)

von Matthias Schmid



Assassin's Creed Valhalla (Action-Adventure) von Ubisoft
Wikingerleben auf der PS5
Entwickler:
Publisher: Ubisoft
Release:
10.11.2020
10.11.2020
12.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
10.11.2020
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store, UPlay), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Epic Games Store), Einzelhandel
Spielinfo Bilder Videos

Wie verträgt sich die neue Sony-Konsole mit Assassin’s Creed Valhalla? Wir haben nun auch noch die PS5-Fassung des nordischen Abenteuers unter die Lupe genommen und verraten, ob es Unterschiede zu Xbox & Co. gibt.



Kaltstart

Nicht im grünen England (wo Assassin’s Creed Valhalla hauptsächlich spielen wird), sondern im eisigen Nordeuropa beginnt die Saga des norwegischen Kriegers Eivor. Nach einem schön inszenierten Intro nimmt sich der dreizehnte Hauptteil der Serie überraschend viel Zeit für eine recht lineare Abfolge kurzer, aber unspektakulärer Missionen in Südwest-Norwegen. Hier erfährt der Spieler Details zu Eivors persönlicher Geschichte, lernt Clan und Anführer kennen und darf am Ende der ersten größeren Schlacht sogar schon den ersten Boss aufs Kreuz legen. Danach wird schnell klar: Der norwegische Fjord ist zu klein für die Ambitionen von Eivor und Bruder Sigurd. Gemeinsam segeln sie also nach England, jenem Inselreich, in das die Wikinger im ausgehenden 9. Jahrhundert einfielen.

Kämpfen mit den Kollegen: In vielen Raufereien stehen euch eure Clanmitglieder treu zur Seite.
Kämpfen mit den Kollegen: In vielen Raufereien stehen euch eure Clanmitglieder treu zur Seite.
Wollt ihr erfahren, gegen wen und vor allem wie in Assassin’s Creed Valhalla gefochten wird, welche Aufträge, Geheimnisse und Kuriositäten in der riesigen, offenen Spielwelt auf euch warten und welche Vorteile der Aufbau der eigenen Wikinger-Siedlung mit sich bringt, dann könnt ihr euch im ausführlichen Haupttest zu den bisherigen Versionen informieren. Oder euch natürlich in unserem Video-Einsteiger-Guide ein paar Ratschläge holen. Doch nun möchte ich auf die Eigenheiten der PS5-Version zu sprechen kommen: Leider macht Valhalla keinen klugen oder kreativen Gebrauch von den adaptiven Triggern des neuen PlayStation-Controllers - im Menü gibt es dazu keine besonderen Einstellungen und im Spiel fühlen sich die Rumble-Effekte nicht spannender an als auf den anderen Plattformen; vor allem beim Spannen des Bogens hätte ich hier mehr erwartet. Ähnliches gilt für 3D-Audio: Auch dazu findet sich in den Optionen des Spiels nichts, ich konnte beim Zocken mit Kopfhörer keinen Mehrwert im Vergleich zur z.B. Xbox-Fassung „erhören“.



Bildrate & Auflösung

Schönheitsfehler: Bei sehr starken Hell-Dunkel-Kontrasten gibt es auf der PS5 bei Kameraschwenks Tearing.
Schönheitsfehler: Bei sehr starken Hell-Dunkel-Kontrasten gibt es auf der PS5 bei Kameraschwenks Tearing.
Wie schon von den Erbsen…äh…Framezählern von Digital Foundry ausführlich analysiert, schafft die PS5-Version (wie auch die Xbox-Series-X-Fassung) kein natives 4K bei konstanten 60 Bildern. Trotzdem sind beide Next-Gen-Fassungen, und damit auch die PS5-Version, um die es hier geht, denen der alten Konsolen sichtbar einen Schritt voraus: Das beginnt eben bei der meist flüssigen Bildrate von 60 Frames, geht bei den etwas besseren Texturen und dem schärferen Gesamteindruck weiter und hört bei den früher ins Bild kommenden Pflanzendetails noch nicht auf. Einen großen Mehrwert der 60 Bilder pro Sekunde bei den Kämpfen konnte ich persönlich nicht ausmachen, lässt man beim Reiten, Klettern oder Herumstehen aber die Kamera flott um Eivor kreisen, ist der Unterschied zur letzten Generation deutlich spürbar. Leider hat aber auch die PS5-Fassung immer mal wieder mit Tearing zu kämpfen - vor allem beim Übergang von dunklen Innenräumen ins helle Sonnenlicht kommt es gerade bei den Türrahmen zum deutlichem Bildzerreißen (siehe Screenshot). Die Ladezeiten sind auf der PlayStation 5 so rasant wie auf Xbox Series S/X: Egal ob man vom Hauptmenü des Spiels aus sein Abenteuer fortsetzt oder sich auf der virtuellen Landkarte von einem Schnellreisepunkt zum nächsten beamt - in nicht mal zehn Sekunden ist Eivor schon wieder einsatzbereit; ein klarer Vorteil im Vergleich zu PS4 Pro und Xbox One X.

Kommentare

Chilisidian schrieb am
Ich habe mich nun doch auch mal dran gewagt. Meine Erfahrung mit der Serie bisher: AC3, Origins und Odyssey. Wertungsmäßig bin ich irgendwo zwischen Mathias und der Gamestar. Meine Änderungen sind gut, manche gehen nach hinten los. Story finde ich gut, aber schwächer als in den beiden Vorgängern. Quests passen soweit, Weltereignisse statt Nebenquests definitiv ein Rückschritt. Kampfsystem dank Schild und Ausdauer taktischer als bei Odyssey, das finde ich gut. Loot war für mich in Odyssey definitiv zu viel, hier aber zu wenig. Welt, Design und Grafik gefallen wir total gut.
Hauptquest mir schon fast zu lang. Der Umfang insgesamt war in Odyssey zwar höher aber die Hauptquest. Absurd finde ich, dass einen Spiel zwingt wirklich alles mitzunehmen. Ansonsten ist die Stufe 340 einfach nicht zu erreichen. Das heißt nur die Hauptquests machen und alles anderen liegen lassen wir einem im Prinzip versperrt. Dann landet man nämlich am Ende irgendwo bei Stufe 200 und es geht nicht weiter.
johndoe839940 schrieb am
Eigentlich wollte ich einen großen Bogen um Valhalla machen, auch wenn mich das Setzung total anspricht. Nach den beiden Vorgängern war ich übersättigt, vor allem viele Mechaniken in Odyssey fand ich grauenhaft. Auf den ersten Blick sieht es auch nur nach einem Copy&Paste aus, aber bin nun absolut positiv überrascht. Das Erkunden, das Looten, die Story, das Missionsdesign, die Animationen (beim Parcour, Reiten etc.), der Protagonist, die Landschaften und das Kampfsystem mit der Ausdaueranzeige finde ich in Valhalla so viel besser. Für mich sind es da wirklich Details, die das Spiel im Vergleich zum Vorgänger bislang wesentlich besser machen. Sogar das Würfelspiel finde ich klasse.
Was mich bisher stört: Tonaussetzer und die Dialoge sind teilweise nicht synchron zu den Lippenbewegungen. Da kann man von einem AAA-Spiel schon mal mehr erwarten.
Und wenn das Spiel wirklich 100 Stunden lang ist, könnte es zum Ende hin schon mal repetitiv werden.
CHEF3000 schrieb am
Also wenn doppelte FPS und himmlische Ladezeiten nicht ausreichen um dem Spiel "mehr Spielspaß zu attestieren" dann weiss ich einfach nicht was ich dazu sagen soll.
Ich habe es 3 Tage auf der One X gespielt, bis dann die Series X eintraff und verdammt nochmal JA, es macht DEUTLICH mehr Spaß, ein Unterschied wie Tag und Nacht, wenn das Game sich butterweich anfühlt und ich für die Schnellreise 6 Sek. brauche.
traceon schrieb am
"ohne allerdings die Möglichkeiten des DualSense-Controllers klug zu nutzen"
Das ist die Krux an spezieller Hardware. Und gerade Ubisoft hat sich das in der Vergangenheit angetan, als Dritthersteller spezielle Hardware zu unterstützen (z.B. das Tablet der WiiU in ZombiU). Das Feedback der Controller-Trigger der Xbox-One hat eigentlich auch nur Microsoft wirklich unterstützt. Nur allgemein verfügbare Harware-Features haben die echte Chance, auch von Drittherstellern richtig unterstützt zu werden.
paulpaulsen schrieb am
Bin erst mit Odyssey in die Serie eingestiegen. Weil es da im Gameplay-Material wegen Item Sammelei und Gameplay etwas mehr nach Action-RPG aussah, als ich von der Serie erwartet hätte. Anscheinend war das eine späte Entwicklung bei AC. Mir hat das jedenfalls Spaß gemacht, weil man so verschiedene Builds mit spürbarer DMG-Entwicklung ausprobieren konnte.
In Valhalla fällt das fast komplett weg. Und damit auch ein Großteil an Motivation für mich. Wenn man die ersten dutzend Stunden im Spiel quasi an kein Equip für seinen Nahkampf/Bären Build rankommt, ist das schon ziemlich dämlich. Ich wüsste auch nicht, was sich jetzt nach 20h (?) noch jemals groß am Spielstil ändern sollte. Ich fange jetzt schon an in die anderen Talentbäume reinzuskillen. Bei Odyssey waren da die Unterschiede deutlicher bzw. man konnte min-maxen mit den Zusatztalenten.
Sogar die Nebenquests waren in Odyssey deutlich interessanter und länger. Wenn man sich die Zeit nimmt um auf Kreta eine Tourifalle rund um den Minotaurus aufzubauen inkl. kl. Jungen, der einen abzocken will, dann spricht das für Engagement im Spieldesign. Hier bekommt man 2min-Quests hingeklatscht.
Ich bin mittlerweile vom Spiel krass konditioniert worden. Beim letzten Raid habe ich vergeblich 5min nach einem Schlüssel gesucht, weil wirklich jeder Scheiß - egal obs Sinn macht, oder nicht - verschlossen ist. Die Tür zum Schatz war aber ausnahmsweise mal offen. Man trifft in dem Spiel sogar 150 Kilo Mobs in einem Turm, dessen Eingang verschüttet ist. Einziger Zugang: ein mit Brettern verrammeltes Außenfenster, dass über einen kl. Zweig erreichbar ist. Wie der Fettwanz sich da reinbekommen hat, und warum er die Fenster dann noch verrammelt haben soll, weiß keiner.
Open World auch teilw. fürn Arsch. Das Spiel suggeriert einem, dass Schätze über kl. Rätsel und Umwege erreichbar sind. Pech hat man aber, wenn man dank Symbolen auf der Map ewig nach einem Zugang zum Loot sucht, der aber erst später dank Storyfortschritt erreichbar ist.
Für...
schrieb am