Guardians of the Galaxy - Test, Action-Adventure, PC, Xbox Series X

 

Test: Guardians of the Galaxy (Action-Adventure)

von Mathias Oertel



Guardians of the Galaxy (Action-Adventure) von Square Enix
Gärtner retten das Universum
Entwickler:
Publisher: Square Enix
Release:
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
26.10.2021
Spielinfo Bilder Videos
Gamora, Drax, Groot, Rocket Raccoon und natürlich Peter Quill, aka Star-Lord: Während Comic-Fans
die Guardians of the Galaxy zu Geheimfavoriten im Marvel-Universum gemacht haben, wurde die Chaostruppe der breiten Masse erst durch die überraschenden Filmerfolge von Regisseur James Gunn ein Begriff. Ob es Square Enix gelingt, den Bekanntheitsgrad in ein unterhaltsames Spiel umzumünzen, klären wir im Test.


Unverhofft kommt oft

Mit den Guardians of the Galaxy hatte Regisseur James Gunn innerhalb des Marvel Cinematic Universe einen Überraschungserfolg hingelegt – kaum jemand hatte diese sehr ungleichen Helden auf dem Zettel. Marvels MCU-Mastermind Kevin Feige als Produzent hatte aber das richtige Näschen, sodass Star-Lord und sein Team nicht nur seit mehreren Phasen nicht mehr aus dem Kino-Universum von Marvel wegzudenken sind, sondern auch neben vielen neuen Figuren wie den Eternals eine (vorläufige) Konstante für die Zukunft bilden.
Von Square Enix auf der diesjährigen E3 vollkommen überraschend angekündigt, hat das bei Eidos Montreal produzierte Guardians of the Galaxy jedoch nicht nur damit zu kämpfen, dass es in einer komplett anderen, da Comic-basierten Zeitlinie angesiedelt ist.

Irgendwie wie in den Filmen, aber dennoch ganz anders: Eidos Montreal verschafft den Guardians einen gelungenen Action-Einstand.
Irgendwie wie in den Filmen, aber dennoch ganz anders: Eidos Montreal verschafft den Guardians einen gelungenen Action-Einstand.
Dementsprechend muss das von den Filmen konditionierte Gehirn erst einmal damit klarkommen, dass die hier erzählte, eher aus der Anfangsphase der Guardians stammende Story so gar nicht in das Filmuniversum passt. Inhaltlich sowie mechanisch muss sich das Quintett zudem unfreiwillig damit auseinandersetzen, dass das als Gaming-as-a-Service konzipierte The Avengers von Square Enix nicht die in das Projekt gesetzten Hoffnungen erfüllen konnte. Das wiederum könnte zur Folge haben, dass Fans von Superhelden-Spielen zwar vielleicht neugierig, aber auch verhalten skeptisch sind. Diese Skepsis habe ich trotz der positiven Vorberichterstattung auf 4Players.de geteilt. Doch spätestens nach dem Prolog und dem ersten Kapitel, in dem man nicht nur in der Kindheit von Peter Quill unterwegs ist, sondern auch erste Schritte als Star-Lord unternimmt, während man einem unglaublich charmanten Soundtrack mit Top-Hits der 80er Jahre lauscht, wurden alle Zweifel zerstreut.

Viel drin, viel dran

Über 16 Kapitel, die bei „normalem“ Spieltempo auf dem Standard-Schwierigkeitsgrad zwischen 22 und 26 Stunden in Anspruch nehmen dürften, bekommt man durch die Bank gute, in manchen Bereichen wie dem Story-Telling sogar sehr gute Unterhaltung. Natürlich haben die Comic-Helden niemals die dramatische Gravitas, die ein Last of Us 2, Death Stranding oder ein God of War ausstrahlt. Doch die Art und Weise, wie die niemals zu schweigen scheinenden anderen Guardians mit sich, der Umwelt, den Geschehnissen und natürlich dem Spieler vor dem Bildschirm in der Rolle von Star-Lord Peter Quill umgehen, ist ganz großes Erzählkino und wird in den aufwändig inszenierten Zwischensequenzen durch einen Reigen anderer interessanter Figuren ergänzt. Dabei treffen die Dialoge immer
Die Geschichte wird auch in den "ruhigeren" Erkundungs-Abschnitten dank guter und nie zu endenscheinender Dialoge der Guardians fortgesetzt und vertieft die Charakterzeichnung.
Die Geschichte wird auch in den "ruhigeren" Erkundungs-Abschnitten dank guter und nie zu enden scheinender Dialoge der Guardians fortgesetzt und vertieft die Charakterzeichnung.
den richtigen Ton zwischen notwendigem Ernst, einer gewaltigen Portion Humor (samt Running Gags, die sich teilweise erst nach mehreren Stunden auflösen), einem Hauch Selbstironie und ja: schließlich auch Drama. Doch der Humor überwiegt und gibt spätestens nachdem man das erste Mal dem Nova Corps begegnet ist und die von Groot ausgefüllte Unternehmens-Beschreibung von den Gärtner der Galaxie (im Original: Gardeners of the Galaxy) spricht, die Richtung vor, in der sich die meisten der zumeist zielsicher zündenen Gags bewegen.

Dabei werden auch typische Standardaktionen in Games aufs Korn genommen: Sucht man in dem größtenteils linearen Abenteuer nach den gelegentlichen Seitenpfaden, die meist mit Rohstoffen für Upgrades, aber auch neuen Kostümen für die Guardians warten, dauert es nicht lange, bis die anderen dies kommentieren. Gamoras genervt-neutrales „Peter, was machst du denn schon wieder?“ ist dabei noch das harmloseste. Denn spätestens, als sich Rocket darüber aufregt, dass man wieder mal Zeit verschwendet, um nutzlosen Kram aufzusammeln, hält einem Eidos den Spiegel über das konditionierte Spielerverhalten vor. Wobei man sagen muss, dass es hier glücklicherweise recht wenig Sammelkram gibt und dieser für passive Buffs sowie Aktions-Upgrades von Star-Lord auch sinnvoll eingesetzt wird. Der Spagat zwischen Story, (eingeschränkter) Gebietserforschung sowie Arenakämpfen gegen eine ordentliche Anzahl humanoide bzw. monströse Gegner gelingt über einen Großteil der Zeit.

Kommentare

Leon-x schrieb am
Xris hat geschrieben: ?Heute 18:39
Das ist aber schön das du noch da bist Leon. Ich hätte beinahe Lust unser altes Performance vs Qualität Gespräch wieder aufzunehmen. Meintest du nicht mal das die Leistung der NG in jedem Fall ausreicht um nicht derartige Kompromisse wie hier in GotG in Kauf nehmen zu müssen?
Da ist definitv mehr drin bei PS5 und Series X. Zumindest 1440p/60 Mode sollte es geben. Warum die Texturqualität so stark nachlässt muss man auch nicht verstehen. Gesamtspeicher wird ja nicht kleiner und Texturen ziehen ja kaum Leistung.
Hätte da schon wie in Spiderman (oder R&C)1080p RT Mode, 1440p/60 ( temporal Upscaling)Performance Mode und 4k/30 Modus erwartet.
Muss wohl eher an fehlender Optimierungszeit liegen da man nicht mal RT fertig hat bei den Konsolen. Game wirkt im Performance Mode nur wie die AK Version von Cyberpunk. Hätte jetzt bei der Engine (Andere als in Avengers) auch kein Checkerboard erwartet. Aber wenn selbst PS4 Pro Games mit Patch besser aussehen als GotG muss da war nicht stimmen. 4k Mode sieht ja bis auf Bildrate (fehlendes RT) eigentlich Top aus. RT ist ja hier Nvidia Game was sicherlich erst seine Zeit braucht um auf AMD Hardware zu laufen.
LoD ist halt so eine Sache die aber schon bei Tales of Arise ein Problem war. Musste man auch am PC eine paar Textzeilen zur Engine hinzufügen dass es gepasst hat. (bis auf NPCs die man separat modden musste).
Tut sie sicherlich auch. Aber in Multiplatts hat man hier nie eine Garantie. Ich hab lange überlegt ob ich GotG wirklich für PS5 holen. Denn hübsch sieht es nur im Qualitätsmodus aus.
Wenn man sich gut an 30fps gewöhnen kann dann ist der Qualitätsmodus schon gute Option. Habe in Kämpfen jetzt vom Timing auch kein großen Probleme festgestellt. Sonst ist das Spiel ja eh recht geradlinig und keine Open World wo man in alle Richtung die Kamera häufig dreht. Lässt sich schon spielen wenn man nicht auf PC Version setzen will.
Persönlich habe ich halt lieber die Balance der günstigeren PC...
Xris schrieb am
Leon-x hat geschrieben: ?Heute 18:30 Schon seltsam einen Test am eigentlichen Tag der 4p Schließung zu sehen.
Trotzdem nett ihn lesen zu dürfen. Habe das Game Heute beendet am PC. Konnte auch einige Stunden die PS5 Fassung von Freund ausprobieren. DualSense Support ist recht gut gelungen.
Ja, der Performance Mode auf PS5 und Series X ist alles andere als gelungen. Nicht nur dass die 60fps ab und zu absinken und nur durch VRR der Xbox kaschiert werden machen die 1080p mit noch schlechteren Texturen und LoD kaum Sinn. Selbst ein Avengers läuft nach dem Series X Patch mit höheren Settings.
4k Modus sieht ganze Ecke besser aus aber man merkt halt das Kameraruckeln im direkten Vergleich da das Spiel keine sehr gute Bewegungsunschärfe hat. Zudem ist DoF verbuggt und erzeugt Kantenflimmern im Hintergrund. PC lässt es sich zum Glück abstellen. Da läuft es mit entsprechender Hardware und DLSS Quality mit 10% Nachschärfung sehr ordentlich.
Technisch gibt es aber paar Stellen wo man in der Umgebung hängen bleibt oder bei Rutschpassage in Abgrund stürzt bevor man die Kontrolle hat. Auch finde ich schlecht dass wenn man ein Kapitel noch nicht beendet hat nur über die Auswahl das Vorletzt anwählen kann aber nicht das Aktuelle neu starten kann. Stelle dachte ich erst ich Habe Game-Breaking Bug. Nur um dann doch noch den kaum zu sehenden Felsspalt zu erkennen.
Trotzdem eines der besten Super-Helden Games was ich bisher gezockt habe. Wie Marvel Film zum zocken und nicht nur halbgar wie Avengers. Wie die Charaktere interagieren ist Zucker. Gesichte bleibt auch spannend ohne zu sehr abzufallen. Gibt Haufen Anspielungen und Dinge die erst später aufgelöst werden.
Kämpfe sind nicht optimal lassen sich aber durch den sehr variablen Schwierigkeitsgrad (gibt zich Einstellungen für unterschiedliche Bereiche) auf eigenen Vorlieben anpassen.
Der Story Trip war genau richtig zum Jahresende. Bin da nur noch auf Halo gespannt um das Jahr ausklingen zu lassen.
Das ist aber schön das du noch da...
Leon-x schrieb am
Schon seltsam einen Test am eigentlichen Tag der 4p Schließung zu sehen.
Trotzdem nett ihn lesen zu dürfen. Habe das Game Heute beendet am PC. Konnte auch einige Stunden die PS5 Fassung von Freund ausprobieren. DualSense Support ist recht gut gelungen.
Ja, der Performance Mode auf PS5 und Series X ist alles andere als gelungen. Nicht nur dass die 60fps ab und zu absinken und nur durch VRR der Xbox kaschiert werden machen die 1080p mit noch schlechteren Texturen und LoD kaum Sinn. Selbst ein Avengers läuft nach dem Series X Patch mit höheren Settings.
4k Modus sieht ganze Ecke besser aus aber man merkt halt das Kameraruckeln im direkten Vergleich da das Spiel keine sehr gute Bewegungsunschärfe hat. Zudem ist DoF verbuggt und erzeugt Kantenflimmern im Hintergrund. PC lässt es sich zum Glück abstellen. Da läuft es mit entsprechender Hardware und DLSS Quality mit 10% Nachschärfung sehr ordentlich.
Technisch gibt es aber paar Stellen wo man in der Umgebung hängen bleibt oder bei Rutschpassage in Abgrund stürzt bevor man die Kontrolle hat. Auch finde ich schlecht dass wenn man ein Kapitel noch nicht beendet hat nur über die Auswahl das Vorletzt anwählen kann aber nicht das Aktuelle neu starten kann. Stelle dachte ich erst ich Habe Game-Breaking Bug. Nur um dann doch noch den kaum zu sehenden Felsspalt zu erkennen.
Trotzdem eines der besten Super-Helden Games was ich bisher gezockt habe. Wie Marvel Film zum zocken und nicht nur halbgar wie Avengers. Wie die Charaktere interagieren ist Zucker. Gesichte bleibt auch spannend ohne zu sehr abzufallen. Gibt Haufen Anspielungen und Dinge die erst später aufgelöst werden.
Kämpfe sind nicht optimal lassen sich aber durch den sehr variablen Schwierigkeitsgrad (gibt zich Einstellungen für unterschiedliche Bereiche) auf eigenen Vorlieben anpassen.
Der Story Trip war genau richtig zum Jahresende. Bin da nur noch auf Halo gespannt um das Jahr ausklingen zu lassen.
Xris schrieb am
Master Chief 1978 hat geschrieben: ?Heute 18:09
Xris hat geschrieben: ?Heute 16:49 Aber einmal davon abgesehen. Sind die Filme mMn echt gut.
Für mich das beste was Disney Marvel an Filmen hervor gebracht hat. Der Rest ist für mich eigentlich Kot. Bis auf Ironman 1 und 2 vielleicht noch.
Ja die GotG Verfilmungen gefallen mir auch am besten. Aber dem würde ich noch Thor und Doctor Strange hinzufügen.
Auf Disney Plus gibts übrigens 3 animierter Staffeln GotG. Die sollen sich lose an den Comics orientieren. Demnächst mal reinschauen werde.
Master Chief 1978 schrieb am
Xris hat geschrieben: ?Heute 16:49 Aber einmal davon abgesehen. Sind die Filme mMn echt gut.
Für mich das beste was Disney Marvel an Filmen hervor gebracht hat. Der Rest ist für mich eigentlich Kot. Bis auf Ironman 1 und 2 vielleicht noch.
schrieb am