Test (Wertung) zu Torchlight 3 (Rollenspiel, PC, Xbox One XBL)

 

Test: Torchlight 3 (Rollenspiel)

von Marcel Kleffmann





FAZIT



Man merkt Torchlight 3 seinen turbulenten Entwicklungsverlauf an, schließlich wurde das einst als Mini-MMO geplante Torchlight Frontiers in den dritten Teil der Hauptreihe umgestrickt und dann zu früh in den Early Access sowie auf den Markt geschoben. Vieles will nicht so richtig passen: So bietet das eigene Fort kaum einen sinnvollen Mehrwert, die sozialen Elemente (Fortbesuche und Städte als Treffpunkte) wirken aufgezwungen und in den schlauchigen Levels wiederholen sich die Bausteine zusehends. Während das grundlegende Klassendesign richtig gut ist und auch die actionreiche Gegner-/Beutejagd solide unterhält, wirkt der immens wichtige Charakterfortschritt hektisch zusammengeklöppelt. In den ersten Spielminuten wird man mit Entwicklungsmöglichkeiten überhäuft, bis dann die große Leere kommt und man merkt, dass der Charakter-Ausbau in den zerfaserten Mini-Systemen zu eingeschränkt ist. Allein mit der Reliktwaffe hätte man viel bessere Sachen anstellen können, anstatt sie als bloße Unterklasse zu verheizen. Trotz des seichten Schwierigkeitsgrades und vieler Einschränkungen schafft es Torchlight 3 noch befriedigende Schnetzelausflüge in bunte Dungeons zu inszenieren. Aber hier wäre viel mehr drin gewesen...
Entwickler:
Publisher: Perfect World
Release:
13.10.2020
13.10.2020
22.10.2020
13.10.2020
Early Access:
13.06.2020
kein Termin
kein Termin
kein Termin
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam)
Erhältlich: Digital (PSN, Xbox Store, Steam)
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG




PC

„Torchlight 3 wirkt hektisch und zu früh veröffentlicht, da der oberflächliche Charakterfortschritt, enge Levels und unnötige soziale Elemente die actionreiche Gegner-/Beutejagd zunehmend stören.”

Wertung: 64%

Xbox One

„Torchlight 3 wirkt hektisch und zu früh veröffentlicht, da der oberflächliche Charakterfortschritt, enge Levels und unnötige soziale Elemente die actionreiche Gegner-/Beutejagd zunehmend stören.”

Wertung: 64%



Echtgeldtransaktionen

"Wie negativ wirken sich zusätzliche Käufe auf das Spielerlebnis, die Mechanik oder die Wertung aus?"
Gar nicht.
Leicht.
Mittel.
Stark.
Extrem.

Erläuterung

  • Torchlight 3 enthält keine Mikrotransaktionen und hat keinen Ingame-Shop.

 

Kommentare

Sir Richfield schrieb am
HellToKitty hat geschrieben: ?
20.10.2020 14:13
Aber dieses prinzipielle nicht noch einmal hinsehen ist einfach unfair gegenüber kleineren, ambitionierten Teams, die ihr Spiel jahrelang supporten und verbessern und dann trotzdem journalistisch ignoriert werden.
1) Wird das nicht handhabbar sein. Wie viele Reds willst du denn abstellen, damit sie in welchen Zyklen "Nachtesten". Und wer soll das lesen wollen?
2) Bestimmte Spiele bekommen Patchtechnisch ja Aufmerksamkeit, No Man's Sky z.B. Das muss reichen, finde ich.
3) Musste man die Red ja schon dazu zwingen, einen der zwei (mir bekannten) Genredefinierer zu testen, wie hoch schätzt du da die Chancen ein, dass überhaupt Ressourcen vorhanden sind? :P
HellToKitty schrieb am
LeKwas hat geschrieben: ?
16.10.2020 15:21
Das dürfte sehr wahrscheinlich mit ein Grund sein, warum das alte Grim Dawn laut Steamcharts mehr Spieler aufweist als das vor wenigen Tagen erst veröffentlichte Torchlight 3.
Wenn du meine Spielstunden in GrimDawn sehen könntest, hättest du dir die Promotion des Spiels sparen können ;)
Crate ist ein Paradesbeispiel für perfekten Support. Ständige Updates, aufwendige DLCs.
Deshalb finde ich es auch nicht besonders zeitgemäß, dass 4players prinzipiell nicht nachtestet. Den ursprünglichen Gedanken, dass man eben bewertet, was man hat und verbuggte Spiele für das abstraft, was sie sind, kann ich schon verstehen. Aber dieses prinzipielle nicht noch einmal hinsehen ist einfach unfair gegenüber kleineren, ambitionierten Teams, die ihr Spiel jahrelang supporten und verbessern und dann trotzdem journalistisch ignoriert werden.
Igorsam schrieb am
DonDonat hat geschrieben: ?
16.10.2020 20:59
Hmm schade aber war nach dem EA Start und den bisherigen Steam Reviews ja abzusehen...
Gerade weil T2 ja super war und mit seinen Mods, Offline Modus, LAN-Modus usw. einfach super war.
Na ja, wenn man Torchlight will, wird man wohl also weiter zum Zweier greifen ;)
Vor allem aber völlig verdient - die Warnsignale kamen ziemlich früh, aber man hat sie so ziemlich ignroiert (keine wirklich groben Änderungen) - die EA-Phase war scheinbar von anfang an eher kurz geplant - also nicht für große Änderungen und jetzt hat man die Katastrophe (anders kann man die Spielerzahlen nicht nennen). Aber wundern sollte es eigentlich keinen - man kann nur hoffen, dass das nicht die Marke an sich nachhaltig beschädigt hat.
Ich verstehe aber sowieso nicht was das sollte - entweder man released es halbherzig als Spin-Off mit eigenem Namen oder man baut es komplett um - aber das was hier gemacht wurde ist wohl die schlechtest mögliche Variante.
Zudem frag ich mich schon was das soll. Etwa Couch-Coop - jeder weiß solche Spiele kaufen viele noch gerne für den couch-coop auf der Konsole - aber sogar die hat man vergrault indem man einfach keinen eingebaut hat ... (soweit mir bekannt)
Anmerkung: Ich hoffe aber, dass das nicht das Ende von Torchlight sein wird sondern vllt ein erster Schritt wieder in die richtige Richtung.
DonDonat schrieb am
Hmm schade aber war nach dem EA Start und den bisherigen Steam Reviews ja abzusehen...
Gerade weil T2 ja super war und mit seinen Mods, Offline Modus, LAN-Modus usw. einfach super war.
Na ja, wenn man Torchlight will, wird man wohl also weiter zum Zweier greifen ;)
Sir Richfield schrieb am
LeKwas hat geschrieben: ?
16.10.2020 16:44
Bezogen auf ARPGs: Gute Ableger dieses Genres sind ja darauf ausgelegt, nicht nur ein einziges mal der (meistens ohnehin völlig bedeutungslosen) Story wegen durchgespielt zu werden, sondern dass man sie wieder und wieder spielt, neue Chars und Skillungen ausprobiert usw. usf.
Das bestreite ich ja mit keiner Silbe!
In diesem speziellen Beispiel gibt es halt verschiedene Ansätze: Den Oldskool Ansatz, wo man sich halt verskillen kann oder den relativ neuen Ansatz (damals als Casual verschrieen) der in DIII eine seiner logoschen Konsequenzen findet: Reskill all the skills all the time.
Finde ich jetzt nicht soooo finster, wenn das eine Designentscheidung des Entwicklers bleibt.
Hängt für mich vom Spiel ab. Wenn das Gameplay einigermaßen flott ist, kann ich mit Oldskool halbwegs leben. Semioldskoll, wo man dafür zahlen muss (Und zwar so, dass man sich das überlegt) wäre mir natürlich immer lieber.
Aber ich habe andere Herausforderungen, was die Wiederspielbarkeit eines ARPG betrifft.
Unter dem Gesichtspunkt ist es halt förderlich bzw. bietet es sich an, so ein Spiel auch mit Add-ons und der Implementierung neuer Skills, Items und co. hin und wieder frisch zu halten.
Schon klar, Blizzard hält damit auch Diablo III am Tropf, du musst aber bedenken, dass genau dieser Gesichtspunkt für einen Publisher / Entwickler komplett irrelevant ist. GERADE wenn es kein GaaS ist, sondern "nur" mit seinem Verkauf gewinnbringend sein musste!
schrieb am