Test (Wertung) zu The Witcher 3: Wild Hunt (Rollenspiel, PC, PlayStation 4, Xbox One) - 4Players.de

 

Test: The Witcher 3: Wild Hunt (3D-Rollenspiel)

von Jörg Luibl



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FAZIT



Seid ihr noch da? Verdammt, ich habe mir einen Wolf geschrieben. Aber The Witcher 3: Wild Hunt hat mein Notizbuch genauso gesprengt wie meine Skepsis. CD Project RED gelingt der krönende Abschluss einer epischen Saga. Dieses Rollenspiel erreicht in offener Welt eine ungeheure atmosphärische Dichte, weil es nicht nur das Spektakuläre und Kämpferische inszeniert, sondern auch die leisen Töne trifft und das aufmerksame Erkunden belohnt. Es besticht durch enorm hohe Questqualität sowie erzählerische Klasse inklusive direkter sowie erst später wirksamer Konsequenzen, die einen immer wieder überraschen oder entsetzen. Ja, es gibt Kontrapunkte: Dass es auf Diebstahl in den Häusern der Leute keinerlei Reaktion gibt, ist für mich sogar noch ärgerlicher als die dämliche Statik menschlicher Feinde bei Beschuss. Das Menüdesign ist fade, die Schrift zu klein, die Dialoge nicht besonders verschachtelt, das Inventar schnell überfüllt und es gibt kleine technische Macken. Aber da ist die ausgezeichnete deutsche Sprachausgabe, das klasse Drehbuch, dem eben nicht wie in The Witcher 2 gegen Ende die Luft ausgeht. Es gelingt den Polen nicht nur sehr gut, eine mittelalterliche Fantasywelt zu zeigen, die von militärischen und sozialen Konflikten geprägt ist und voller moralischer Widersprüche steckt. Hinzu kommt diese fast schon verblüffende Hingabe in der Inszenierung dörflicher Milieus sowie der großen Stadt Novigrad. Es macht einfach Spaß, nur ganz langsam durch diese Welt zu spazieren. Wenn man davon genug hat, stürzt man sich in die nächste dramatische Quest, in der man über das Schicksal tragischer Gestalten entscheidet, oder man jagt in Traumkulisse mythische Ungetüme. Und das nicht über zehn, sondern hundert Stunden. Hut ab und Applaus!

Aktualisierung vom 19. Mai:


Erstmal die Randnotiz: Auf der auf 1080p hochskalierten Version der Xbox One kommt man hinsichtlich Sichtweite sowie Objetdetails nicht ganz an die PlayStation 4 heran. Jetzt zur heiß diskutierten Grafik auf dem PC: CD Project RED kann nicht die deutliche technische Überlegenheit gegenüber Konsolen anbieten, die man in einigen Präsentationen im Vorfeld suggerierte oder die z.B. ein GTA 5 auf dem Sprung von PS3 auf PS4 demonstrierte – darüber regen sich die Leute zu recht auf. Aber man muss bei allem verständlichen Ärger auch mal die Relation sehen, denn es geht nicht um einen PR-Fake à la Killzone, was Hype und Wirklichkeit angeht. Fest steht auch, dass die Polen vor allem auf Rechnern mit NVIDIA-Hardware eine hinsichtlich Sichtweite, Lichtwirkung sowie Konturen ansehnlichere Kulisse als auf den Konsolen anbieten – was angesichts der deutlich potenteren Hardware natürlich eher Pflicht als Kür ist. Aber man kann auch ohne Highend-Rechner oder brandneue Grafikkarte nahezu alle Optionen maximieren. Das ist also kein Hardwarefresser, bei dem die Bildrate schon beim kleinsten Aufdrehen in die Knie geht. Blöd nur, dass vor allem unter ATI-Karten sporadische Abstürze auftauchen. Unterm Strich gibt es keinen Grund zur Aufwertung der PC-Version, zumal nahezu alle physikalischen Effekte wie bewegte Stoffe, zersplittertes Holz und Druckwellenbildung im Wasser auch auf Konsolen sichtbar sind - nur nicht ganz so fein. Wie wenig die Unterschiede ausmachen, zeigt auch unser Vergleichsvideo zwischen PS4 und PC. Für den Spielspaß dieses außergewöhnlichen Rollenspiels? Ist all das irrelevant.
3D-Rollenspiel
Entwickler: CD Projekt RED
Publisher: Bandai Namco
Release:
19.05.2015
19.05.2015
2019
19.05.2015
Jetzt kaufen
ab 29,99€

ab 19,83€
Spielinfo Bilder Videos

Vergleichbare Spiele

WERTUNG

Leserwertung 88% [26]



PC

„Höhere Sichtweite, besseres Licht, mehr Details: Auf dem PC bekommt ihr die hübscheste Kulisse - aber es ist nicht der enorme Grafiksprung, den man vielleicht erwartet hat.”

Wertung: 90%

PlayStation 4

„The Witcher 3: Wild Hunt ist der krönende Abschluss einer tollen Saga. Freut euch auf ein grandioses Rollenspiel in verblüffend lebendiger offener Welt.”

Wertung: 90%

Xbox One

„Grafisch nur etwas schwächer als auf PlayStation 4, begeistert der Hexer inhaltlich und dramaturgisch auch auf Xbox One.”

Wertung: 90%



 

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Lesertests

Kommentare

xKepler-186f schrieb am
Es gibt ein paar Nebenquests, die du nur in bestimmten Abschnitten des Spiels machen kannst. Ich habe z.B. eine mit Lambert verpasst, weil ich mit der Hauptstory vorankommen wollte.
gimmejokers schrieb am
Bin noch mitten im Spiel aber eins möchte ich mal hier ansprechen: Schwierigkeitsgrad/Balancing. Vorne weg zum positiven: In Sachen Story,Musik,Atmo,Level-Design,Artwork etc. finde ich es auch überwältigend und bin auch ein riesiger fan der Witcher Lore geworden. So ziemlich der ganze Einstieg auf Todesmarsch bis ca. Level 12, Abschluss des Sumpfgebiets in Velen, Roter Baron und Anfänge von Novigard sind grandios. Die Kämpfe sind so intensiv wie die dichte Atmosphäre was sich super ergänzt. Aber wie bitte kann man ein so schlechtes Balancing absegnen das nicht mal nach zahlreichen Patches behoben wurde?
Wozu habe ich mich am Anfang des Spiels so viele Stunden mit Char-Entwicklung,Materialien,Ausrüstung und Ölen auseinandergesetzt um jetzt schon ab level 13-16 so stark zu werden das ich mich mit diesem ganzen Kram nicht mehr beschäftigen muss? Wenn ich alle Werkzeuge einsetze ist jeglicher Adrenalinkick aus Kämpfen raus (was am Anfang aber absolute Pflicht war). Nix mehr mit erbarmunglose Welt wo der Tod um jede Ecke lauert. Eher Geralt der Alchemie Halbgott. Und von dem was ich mitbekomme verstärkt sich dieser Effekt umso weiter man im Spiel ist. Und ich bin jetzt hier auch kein RPG-Profi am Gamepad, beschäftige mich einfach nur mit der Spielmechanik. Die Welt und Story sind ja weiterhin so interessant und unterhaltsam das ich meine GOTY natürlich durchspiele, aber das Balancing gibt für mich einen saftigen Dämpfer was ich ungemein schade finde weil es die Atmosphäre raubt. Das Levelscaling bringt auch nix außer das ich 2 Hits mehr brauche.
m.M.n. kann man das Spiel nicht auf der einen Seite in den Himmel loben, wenn auch völlig zu recht für seine Stärken, aber auf teils gravierende Schwächen im Gamedesign nicht betont eingehen.
Bin jetzt Level 18 und metzel alles nieder das in meiner angeblichen Level-Range ist, hab entspannte 9000 Kronen aufm Konto und Essen für halb Novigrad xD. Ich überlege jetzt schon ernsthaft Quests/Aufträge/Ausrüstung auszulassen um nicht...
xKepler-186f schrieb am
LePie hat geschrieben: ?
23.03.2019 15:13
DARK-THREAT hat geschrieben: ?
23.03.2019 14:28
Angriff auf X ist sehr ungewohnt, statt normal auf A
Wenn ich so zurückdenke: Ich hab, ehrlich gesagt, noch nie ein Spiel gesehen, bei dem die Standardangrifftaste auf A gesetzt wurde (anstelle der sonst dort üblichen Sprung- oder Interaktionstaste jedenfalls). :Kratz:
In Action-Games / Action-Adventures / Hack'n'Slash war so etwas wie X für leichten Angriff, Y für den schweren oder so ähnlich so ziemlich das meist benutzte Schema. Seit Demon's / Dark Souls kommen auch die rechten Schultertasten des öfteren für den Nahkampf zum Einsatz (z.B. im letzten GoW), aber A - oder X auf dem Playsi Controller - hatte ich halt noch nie.
Kann ich so unterschreiben!
LePie schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben: ?
23.03.2019 14:28
Angriff auf X ist sehr ungewohnt, statt normal auf A
Wenn ich so zurückdenke: Ich hab, ehrlich gesagt, noch nie ein Spiel gesehen, bei dem die Standardangrifftaste auf A gesetzt wurde (anstelle der sonst dort üblichen Sprung- oder Interaktionstaste jedenfalls). :Kratz:
In Action-Games / Action-Adventures / Hack'n'Slash war so etwas wie X für leichten Angriff, Y für den schweren oder so ähnlich so ziemlich das meist benutzte Schema. Seit Demon's / Dark Souls kommen auch die rechten Schultertasten des öfteren für den Nahkampf zum Einsatz (z.B. im letzten GoW), aber A - oder X auf dem Playsi Controller - hatte ich halt noch nie.
JunkieXXL schrieb am
Spiele gerade Assassins Creed Odyssey und ich kann die Lernkurve zwar nicht als hoch bezeichnen, aber man muss sich tatsächlich allerhand Zeit nehmen, um diese riesige offene Welt und die ganzen Mechaniken dahinter zu verstehen. Ist zwar nicht schwer, aber man muss halt den Willen und die Geduld dazu haben. Beim Witcher 3 war ich auch erst nach 10 Stunden drin. Also man hat sozusagen immer eine Durststrecke, bevor der Spielfluss einsetzt, ist schließlich eine komplexe, riesige, offene Welt und kein Call of Duty, welches man nach 30 Min. begriffen hat.
schrieb am