Test (Wertung) zu Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes (Action-Adventure, PC)

 

Test: Metal Gear Solid 5: Ground Zeroes (Action-Adventure)

von Michael Krosta





FAZIT



Eine Demo für geschätzt 15 Euro? Metal Gear Solight? Schamlose Abzocke von Kojima? Der Aufschrei war groß, nachdem bekannt wurde, dass sich die Hauptmission von Ground Zeroes so schnell erfolgreich beenden lässt. Fakt ist aber auch, dass man in diesen ein bis zwei Stunden einen spannenden Schleich-Einsatz erlebt, der viele Freiheiten und alternative Vorgehensweisen erlaubt. Die Infiltration des Camps hat mich trotz gewöhnungsbedürftiger neuer Mechaniken und fragwürdiger KI-Aktionen auch am PC wieder gut unterhalten – zumindest, wenn man die Stealth-Variante dem plumpen Actionweg mit Zeitlupen-Kills vorzieht. Hier hatte ich wieder das wohlige Herzklopfen, wenn ich mich einer Wache von hinten nähere oder mich langsam durch den Matsch robbe und dabei den Suchscheinwerfern aus dem Weg gehe. Und dann diese schonungslose Inszenierung, die mir teilweise ein flaues Gefühl in der Magengegend beschert hat – bravo! Trotzdem schneidet mir als altem MGS-Traditionalisten Kojima zu viele alte Zöpfe ab und ersetzt sie durch überflüssige Elemente wie diverse Ranglisten-Wettbewerbe, Audio-Kassetten und Nebenmissionen im TV-Episoden-Stil, bei denen ich keinen wertvollen Bezug zur Story erkennen kann. Diese Häppchen eignen sich vielleicht für den mobilen Einsatz im Stil von MGS: Peace Walker, aber in einer großen Fortsetzung kann ich darauf verzichten. Deshalb hoffe ich, dass Kojima bei The Phantom Pain wieder auf ganz großes Kino und einen Fokus auf die Geschichte setzt und sich nicht in einem belanglosen Episoden-Wirrwarr verliert. Obwohl Ground Zeroes keine restlose Begeisterung in mir auslösen kann und die verspätete PC-Version trotz guter Umsetzung quasi alle Schwächen den Konsolen-Vorbilder beibehält, hat der Prolog seine Mission erfüllt: Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie es nach dem dramatischen Cliffhanger-Finale mit Big Boss weitergeht und welche Pläne der mysteriöse XOF-Kommandant Skull Face verfolgt. The Phantom Pain kann kommen und hat dann hoffentlich wieder mehr klassische Elemente und eine bessere KI im Gepäck.
Entwickler:
Publisher: Konami
Release:
20.03.2014
12.2014
20.03.2014
20.03.2014
20.03.2014
Erhältlich: Digital (Steam)
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ab 1,80€
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Vergleichbare Spiele

WERTUNG



PC

„Späte, aber technisch gelungene Umsetzung des Prologs auf den PC. Leider bleiben viele Kritikpunkte der Konsolen-Vorbilder bestehen.”

Wertung: 76%

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Lesertests

Kommentare

DARK-THREAT schrieb am
Sn@keEater hat geschrieben:135 Stunden? o_____O
Spoiler
Show
warum rette ich das Gör, wenn die trotzdem stirbt, boar, das war so ein FU-Moment, wo ich das Spiel am liebsten wegschmeißen und deinstallieren würde...
Dein ernst? Muss es immer nach den selben Schema ablaufen > Held rettet das Mädchen und alles ist gut?
Nein, wird entweder 1h und 35 Minuten und 19 Sekunden sein oder 135 Minuten und 19 Sekunden. Sieht man ja an der Darstellung 1 35:19.726
DerSnake schrieb am
135 Stunden? o_____O
Spoiler
Show
warum rette ich das Gör, wenn die trotzdem stirbt, boar, das war so ein FU-Moment, wo ich das Spiel am liebsten wegschmeißen und deinstallieren würde...
Dein ernst? Muss es immer nach den selben Schema ablaufen > Held rettet das Mädchen und alles ist gut?
DARK-THREAT schrieb am
Spoiler
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Nicht so gut... naja mein erstes MGS. :oops:
Also mir gefallen diese Filmszenen sehr, und mir fiel auf, dass ich 1. eben nicht der Schleicher bin, 2. ich mehr Schusswaffen brauch, 3. die Steuerung/Kamera mir überhaupt nicht gefällt und 4. ich mich nicht so mit dem Typen identifizieren kann. Zudem fand ich das Ende nach dem spielerischen Part enttäuschend:
Spoiler
Show
warum rette ich das Gör, wenn die trotzdem stirbt, boar, das war so ein FU-Moment, wo ich das Spiel am liebsten wegschmeißen und deinstallieren würde...
Allgemein ist es aber gelungen und seine 7,97 Euro wert gewesen. Gute Unterhaltung für einen Abend.
sourcOr schrieb am
Ash2X hat geschrieben:Story gibt es leider nur in ganz groben Ansätzen (anscheinend muss man Peace Walker gespielt haben damit es igrendeinen "Aha" Effekt gibt) und darüber hinaus ist der Inhalt quasi nicht vorhanden.
"In groben Ansätzen vorhanden" ist ja nun nicht richtig. Es gibt eine Story - ja, man muss die Ereignisse aus Peace Walker kennen, um sie zu verstehen - aber sie ist halt nur sehr kurz. So kurz wie das Spiel eben. Dass kein Inhalt vorhanden sei, kann ich auch nicht nachvollziehen. Du hast 5-6 Missionen. Das ergibt immer noch sehr wenig Spielzeit, wenn man sie nur einmal "irgendwie" beendet, aber gerade für die 6,60? die du bezahlt hast, ist das schon absolut genug. Zumal die meisten, eigentlich so gut wie alle deutlich mehr als 15 Minuten brauchen werden für die Hauptmission. Scheiße, 15 Minuten brauche ich dafür, wenn ich mit meinen bescheidenen Kenntnissen da jetzt zum x-ten Mal erneut durch will mit Stealth. Man kann sonst gut 1,5h einplanen im Durchschnitt.
40? ist natürlich jenseits von allem gewesen, was angemessen wäre. Das Spiel war halt hoffnungslos überteuert.
Witzig, dass du Peace Walker wohl nicht gespielt hast aber dennoch behauptest, man könne sich das Teil hier sparen. Das ist doch irgendwie dann das absolut letzte, über das du Aussagen treffen kannst.
crewmate schrieb am
Du musst nicht nur Peace Walker gespielt haben, sondern auch das "True Ending" freischalten.
schrieb am