Test (Wertung) zu Uncharted 4: A Thief's End (Action, PlayStation 4) - 4Players.de

 

Test: Uncharted 4: A Thief's End (Action-Adventure)

von Jörg Luibl



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FAZIT



Uncharted 4: A Thief's End ist ein visueller Hochgenuss. In letzter Zeit sprechen wir viel über Virtual Reality, aber was Naughty Dog hier inszeniert, lässt das - fast hätte ich "traditionelle" gesagt - Spielen so prachtvoll wirken wie ein Gemälde. Man will näher ran, dreht die Kamera und staunt. Das Offensichtliche gehört einfach zur Faszination dieses Mediums: Schaut auf das Licht, die Fülle an Eindrücken und die Hingabe selbst für den entfernten Winkel. Aber auch traumhafte Kulissen können schnell in sich zusammenbrechen, wenn sie nicht mit Leben gefüllt werden. Dieses letzte Uncharted definiert auch hinsichtlich der Regie den Höhepunkt der Serie. Man spürt den Einfluss von The Last of Us: Druckman und Straley erzählen reif, zeigen privates Milieu und entschleunigen das spektakuläre Klettern, Kämpfen, Rasen mit tollen Erkundungsphasen und ruhigen Charakterstudien - vor allem die Beziehung zwischen den Brüdern ragt heraus. Und es ist verblüffend, wie natürlich Sam auf Nathan reagiert. Die Begleiter-KI ist klasse, zumal eine exzellente Dialogführung hinzu kommt - ich fühlte mich wie in einem Abenteuer mit alten Kumpels, die neben mir auf der Couch sitzen. Nicht alles ist bemerkenswert: Die Antagonisten verspielen ihr Potenzial zu schnell, manchmal gibt es KI-Aussetzer, man vermisst mehr Gegnertypen, die Rätsel sind zu leicht und vor allem die Schätze wirken wie Fremdkörper. Das ist ärgerlich, aber dafür gibt es frische Impulse wie das Knobelflair samt Seilwinde während der Offroad-Fahrt, die offenere Welt sowie mehr Stealth-Action im Kampf. All das spielt sich präzise, intuitiv und flüssig. Schließlich zitiert Naughty Dog auf unheimlich charmante Art die eigene Vergangenheit sowie die Tradition der Serie, so dass sich mit diesem spektakulären Finale ein Kreis schließt. Sie wollen vielleicht deshalb mit Uncharted abschließen, weil diese Art der Indiana-Jones-Action zu wenig Raum für nachhaltigere Erzählungen bietet - aber sie dehnen das schon so weit es geht, ohne emotional zu überdrehen. Wenn ich jetzt an The Last of Us 2 denke, komme ich aus dem Grinsen nicht mehr raus...

[Wir konnten den Online-Modus bereits spielen, aber nicht unter Volllast und lediglich die ersten Entwicklungsstufen erreichen. Wir behalten uns vor, die Wertung nach Release ggf. anzupasen. Anm.d.Red.]
Action-Adventure
Entwickler: Naughty Dog
Publisher: Sony
Release:
10.05.2016
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ab 13,87€
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Vergleichbare Spiele

WERTUNG

Leserwertung 79% [5]



PlayStation 4

„Uncharted 4: A Thief's End ist ein visueller Hochgenuss und definiert hinsichtlich der Regie den Höhepunkt der Serie. Spektakuläre Action und reife Erzählweise fließen ineinander. Ein grandioses Action-Adventure.”

Wertung: 91%



 

Lesertests

Kommentare

VincentValentine schrieb am
Wenn man bedenkt das UC4 aufgrund der Entwicklungsumstände trotzdem noch solch ein hervorragendes Spiel geworden ist, bin ich umso mehr auf TLOU 2 gespannt welches eine normale Entwicklung und genug Zeit haben sollte und nicht neue Ideen wie bei UC4 rausgestrichen werden müssen
muecke-the-lietz schrieb am
Stalkingwolf hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:38
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
Ich würde es dir empfehlen. Die Open World ist nur ein Kapitel und eher ein offenes Level, und das Spiel hält schon noch einige Überraschungen bereit. Zudem fühlt es sich an manchen Stellen eher wieder wie die Vorgänger an, und ist generell auch ein wenig leichtfüßiger, als das stellenweise recht ernste U4.
Und die Mädels sind in dem Teil auch interessanter, als bei ihren bisherigen Auftritten, können einen Nate aber natürlich nicht ersetzen.
MrLetiso schrieb am
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 12:09
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted.
Touché! :Blauesauge:
Stalkingwolf schrieb am
Es gab 2 Stellen bei denen musste ich fummeln.
1x im Treppenhaus des Piraten bei der versperrten Tür. Da kam von allen Seiten alles angeflogen.
Und am Ende in dem Schiffsfriedhof bei dem man sogar gegen 2 gepanzerte Kerle kämpfen musste.
Dort lag aber auch eine goldene Pistole herum, welche zumindestens einen direkt ausschaltete.
Und das rollen und in Deckung gehen ein Knopf ist war schon bei GoW ab und zu ein Todesurteil.
Wegen dem Ende
SpoilerShow
Ich dachte auch es kommt noch etwas übernatürliches und bin etwas zwiegespalten. Zum einen bin froh und die Story ist dadurch Bodenständiger, aber auf der anderen Seite gab es so nur 0815 Kanonenfutter mit einem eher langweiligen Fechtduell am Ende. Aber als alter Elvira Experte konnte ich erkennen woher die Schläge kommen und rechtzeitig links oder rechts klicken ... /cheer .... ne also das Ding war ein furchtbar langweilige Endboss
Lost Legacy kaufe ich mir aber nicht. Ich finde die beiden Damen nicht wirklich interessant und das Spiel soll ja ein Semi Openworld Spiel sein.
xKepler-186f schrieb am
MrLetiso hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:35
xKepler-186f hat geschrieben: ?
22.10.2018 11:17
Mich hat eher etwas an der Story gestört
SpoilerShow
Und zwar, dass es diesmal keinen übernatürlich Twist gab. Ich hätte am Ende doch gerne gegen verfluchte Piraten gekämpft. Das fand ich schade. Witzig hingegen war, dass in den Dialogen auf genau diese Möglichkeit hingewiesen wurde. Das war charmant.
... und genau das fand ich diesmal sehr gut :lol: Ist eben Geschmackssache. Aber soetwas erwartet man natürlich, wenn man von Indiana Jones kommt. Ich war am Ende dann doch sehr erleichtert.
Nicht nur Indiana Jones, sondern auch Uncharted. Muss man fairerweise sagen. Es war aber auch kein Beinbruch :)
schrieb am