Test zu Enslaved: Odyssey to the West von unserem Leser "Brainor" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Entwickler: Ninja Theory
Publisher: Namco Bandai
Release:
08.10.2010
01.10.2013
08.10.2010
Jetzt kaufen
ab 17,99€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

70%Gesamt
72%
69%

Alle Lesertests

Lesertest von Brainor

Man merkt diesem Spiel wirklich an wieviel Liebe die Entwickler in ihre Protagonisten und ins Design gesteckt haben. Man entwickelt zudem recht schnell ein "verantwortungsbewusstsein" für Trip. Oft ertappt man sich wie man immer wieder nachschaut was sie macht oder ob sie in Gefahr ist.

Leider hält das aufgrund des Schwierigkeitsgrades nicht besonders lange an.
Die ersten Kämpfe sind schön anzusehen, das Gegnerdesign passt, die Kulisse ist Top, die Zwischensequenzen glaubwürdig...

Leider leider hält dies nur bis zu einem bestimmten dramatischen Höhepunkt an.
Auch Trip scheint das geschehene nach ein paar Minuten vergessen zu haben.

Ab diesem Punkt muss man leider sagen das sich das Spiel zum großteil wie eine schlechtere Kopie der ersteren Hälfte spielt. Die Kulissen werden schwächer, das Ruckeln stärker, die Dialoge platter.

Als es dann zum Höhepunkt kam war ich mir dessen gar nicht bewusst. Ich hätte mit mehr gerechnet. Man kommt nach dieser Sequenz direkt zum Ende das mich ehrlich gesagt ein wenig enttäuscht hat. Es wird nicht erzählt was diese Oddyssey für Auswirkungen hatte. Die Protagonisten werden nicht weiter ausgeführt... insgesamt ein wenig enttäuschend.

Und trotzdem hat mich das Spiel (trotz der kurzen Spielzeit) unterhalten. Das Klettern ist anspruchslos aber nett anzusehen. Das gleiche gilt für die Kämpfe (die später leicht schwerer werden aber trotzdem zu leicht bleiben)
Es gab eine Verfolgungsjagd die mich allerdings echt überzeugt hat. So natürlich und bedrohlich wurde bisher wohl kaum eine Maschine dargestellt.

Alles in allem kann man sagen: Wer auf gut erzählte Geschichten steht, wem der Spielerische anspruch nicht das wichtigste ist, wird das Spiel auf jeden Fall mögen. Leider gehen die Entwickler einen falschen weg. Alles wird vereinfacht... es gibt keine Erfolgserlebnisse mehr... Wenn da ein 3-4 Meter hoher Mech auf einen zustapft möchte ich nicht nur denken "oh nächster Gegner.. sieht ja ganz hübsch aus..". Ich möchte vielmehr das Gefühl bekommen das er eine Gefahr darstellt, das man sich anstrengen muss, das er STÄRKER als man selbst ist. Leider fehlt diese dramaturgie auch auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad völlig. Man arbeitet alles ab um die Story zu erfahren.

Hätten die Entwickler die 2. Hälfte nicht vermasselt, die Kämpfe sowie das Klettern anspruchvoller gestaltet und die Technikprobleme in den Griff bekommen wäre es sicher ein absolutes Topspiel gewesen.. aber so?
Vielleicht beim 2. Teil.

Pro
  • Sehr hübsche Grafik..
  • Aussergewöhnliche Synchronisation
  • Gelungene Animationen
  • Schöne, wenn auch (ab der 2. Hälfte) unfertig wirkende Story
  • Gutes "man möchte weiterkommen" Gefühl
Kontra
  • ...Leider teilweise mit heftigen FPS-Drops sowie häufigem Stottern
  • Stimmen in den Zwischensequenzen teilweise viel zu leise (musste die Lautstärke fast verdoppeln in manchen Situationen)
  • Klettern bedeutet: Richtung halten und den A Knopf prügeln
  • Endet zu plötzlich
  • Spielzeit zu kurz (ist aber ja schon Standart heutztage)
  • Wiederspielwert nicht höher als bei einem Film
 

Enslaved

Enslaved: Odyssey to the West
Brainor
Brainor 06.10.2010 360 
75%
11 5

War dieser Bericht hilfreich?