Test zu Killer is Dead von unserem Leser "Ponte" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Publisher: Deep Silver
Release:
30.08.2013
kein Termin
30.08.2013
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ab 17,99€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

72%Gesamt
72%

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Lesertest von Ponte

Jeder der bereits Bekanntschaft mit japanischem Spieldesign gemacht hat, weiß das es dort teilweise sehr durchgeknallt und kontrovers
ablaufen kann. Ob jetzt Bayonetta, God Hand, Metal Gear Solid 1-4, Shadows of the Damned oder Deadly Premonition - oftmals geht bei solchen
Spielen merkwürdig und angenehm divergent Hand in Hand.

Eine Ausnahme dabei stellt Killer is Dead dar, ein langersehnter Titel von Suda 51, welcher sich in jüngster Vergangenheit vor allem mit
durchgeknallten Storylines einen Namen gemacht hat.

Denn KiD ist zuviel des Guten in Hinsicht auf Erzählung und zu bieder wenn es um das Spielprinzip geht.

Das Spiel hat einen ausgefallenen Look, das Design ist stark gemacht und einzigartig, hierfür ein Lob. Selbiges gilt für
den Soundtrack, dieser ist fast immer passend und lädt oft zum mitwippen ein.

Erster Schwachpunkt ist hingegen die Technik. Mal davon abgesehen davon das ich in den letzten Jahren insgesamt weniger Clippingfehler gesehen habe als
in KiD in einem Durchgang, sind die Texturen schwach und die Animationen größtenteils unsauber.

Aber es ist spielbar, zwar gewinnt das Gameplay keinen Innovationspreis, grundsätzlich funktioniert aber alles gut. Das Fehlen von Combos ist
verschmerzbar, alles wirkt eben ein bisschen wie eine Lightversion von großen Hack 'n Slay Titeln wie God of War oder Bayonetta.
Ziel des durchschnittlichen Kampfsystems sollte wohl ein großer Fokus auf die Story sein, welche aber einfach nur wirr und unsauber präsentiert
wirkt.

Ich habe absolut gar kein Problem mit ausgefallenen Szenarien oder komplexen Erzählungen, aber in KiD wirkt alles so gezwungen durchgeknallt und
künstlich zusammenhanglos, das kein Atmosphäre aufkommt. Einhörner, Mondreisen, bessesene Lokomotiven, mutierte Wissenschaftler, Vampire und
kleine Mädchen die sich in Insekten verwandeln. Das alles klingt echt lustig, ist aber völlig durcheinander und ohne erkennbaren Roten Faden.
Das zieht sich bis zum Ende so durch, der letzte Bosskampf ist zudem noch viel zu einfach.

Bis auf ein paar Lacher und gut präsentierte Situationen hielt sich auch der Humor in Grenzen, was angesichts der mageren Inszenierung nicht gerade
für den Titel spricht.

Für 20? kann man sicherlich zuschlagen, die Spielzeit kann ohnehin nur schwer über 10 Stunden hinaus gestreckt werden.
Wenns jemand dann doch gerne total durchgeknallt mag, hat er mit KiD wahrscheinlich mehr Spaß als ich ihn hatte, jedem anderen kann ich nur
ganz bedingt eine Empfehlung aussprechen.
Pro
  • individueller Stil
  • sehr guter Soundtrack
  • ein paar gute Lacher
Kontra
  • technisch eher schwach
  • Story ist wirr und unnötig kompliziert
  • geringe Spielzeit
  • Schwierigkeitsgrad variiert
 

Killer is Dead

Killer is Dead
Ponte
Ponte 27.12.2013 PS3 
72%
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