Test zu The Elder Scrolls 5: Skyrim von unserem Leser "Rabenfeder" - 4Players.de

 
3D-Rollenspiel
Entwickler: Bethesda Softworks
Release:
11.11.2011
11.11.2011
11.11.2011
28.10.2016
10.11.2016
17.11.2017
28.10.2016
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Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

76%Gesamt
78%
70%
73%
88%
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Lesertest von Rabenfeder

Also, Skyrim hat schon Spass gemacht. Es macht ganz besonders Spass das Land zu entdecken und Nebenquests, sowie geheime und zufällige Orte zu erforschen. Ich lese in verschiedenen Berichten Spielzeiten vom 100h bis sogar 500h, wenn man alles sehen will. Ja wenn "Alles" aber auch jeden Stein meint und das aus allen Himmelsrichtungen und bei jedem Wetter. Ich wenigstens war Meister zweier Gilden und habe die Hauptstoryline, sowie die über "Verschiedenes" stehenden "named"-Questreihen in ca. 30 h ohne große Hetze fertig gestellt. Ich kann natürlich nicht versprechen etwas übersehen zu haben - habe ich bestimmt - aber wenn, dann war es mehr als nur ein wenig gut versteckt, denn ich habe zeitweise ausschließlich nach neuen Quests gesucht. Ich habe meistens die Bücher gelesen und auch viele Athmo-Gespräche geführt.

Die monumentale Stimmung des Settings kam in vielen Situationen durch. Die Architektur und das Landdesign gefallen meistens auch. Es ist an vielen Stellen beeindruckend, wie detailliert auch hinter einem Felsvorsprung ein kleines Rinnsaal über einen kleinen Hang plätschert, oder wie natürlich gewachsen die Berge und Hügel wirken.

Was ich schade fand, war, dass die Hauptstoryline so enorm kurz war. Ich habe mir irgendwann gesagt, ich mach mal wieder etwas davon und ohne Schwierigkeiten stand ich im ersten Alduinkampf und 5 h später erneut. Der Drache hat mich nicht einmal angegriffen - nur meine Helferlein und dann, vielleicht 10 Angriffe... ENDE.

Auch war ich nicht so motiviert, nach dem Ende noch die verbleibenden Gildengeschichten zu erquesten (Anfängerquests der Krieger und Diebe passen auch nicht sooo super zum Erzmagier der Magiergilde) oder die wenigen Ecken der Karte abzureiten, die noch unter den Landmarks zu erkennen sind. Irgendjemand schrieb hier, dass der Questzeiger, der jedes Denken, Suchen & Erkunden ad absurdum führt, eine der größten Schwächen ist. Das kann ich unterschreiben. Ich möchte die stets gleichen Ruinen und Dungeons, die sehr schlauchartig waren, sowie praktisch keine Rätsel, bzw. die praktisch an den Drehsteinen befindlichen Lösungen hinzufügen.

Auch hätten dem Spiel ein paar Monate zusätzliches Feintunig gut getan. Es nervt schon enorm, wenn pixel-hohe Kanten im Gebirge den Char einfach fesseln und auch springen unmöglich ist. Das Spiel hat eine Top-Graphik, ohne Frage, aber dahinter verbirgt sich ernüchternder Durchschnitt.

Und noch was:

- Drache, der wieder auftaucht, Name "Weltenfresser"....
- Alte Zwergenruinen mit Archiven und uralten Wissen....
- Nordischer Style....

Hmm, wo hab ich das nur letztlich gesehen?

Es ist und bleibt kein Wunder, warum ein Spiel wie BG2 auch nach so langer Zeit noch weit oben in nahezu allen Hihgscores in dem Genre steht. Inhalt und Tiefe gehen absolut immer über jede noch so gute Graphik. Achja und Skyrim war viel zu leicht. Es gab eine unbezwingbare Waffe gegen Drachen, die gefährliche und unbesiegbare Hausecke. Jedes der Schuppenviecher fliegt immer die selben Wege ab. Hat man das nach ca. 10 Sekunden erkannt, dann muss man nur etwas Deckung suchen und hat alle Zeit der Welt die Echsen aus der Ferne völlig gefahrlos wegzubretzeln.

Ich war am Ende Stufe 18 Zerstörungsmagier Adept (64). Mehr war nicht nötig im Spielschwierigkeitsgrad "normal/Adept". Ich bin einfach hin und her gerissen, was ich von dem Spiel halten soll. Es hat gut unterhalten und auch beeindruckt, aber es hat ebenso enttäuscht und eher standart und Schlechteres geliefert.

Leider nur Mittelmaß. Bethesda muss mal etwas Neues wagen und nicht alte Fehler stets graphisch aufgebohrt neu vermarkten. Oblivion war noch gut aber die Kurve geht seit Morrowind stetig bergab.
Pro
  • Große, offene Welt, in der es enorm viel zu entdecken gibt.
  • Gute und umfangreiche Nebenmissionen.
  • Super Graphik.
  • Craftingsystem ist relevant, da man seine Items aufbessern kann.
Kontra
  • Die Hauptstory ist mittelmäßig erzählt.
  • Viel zu kurz.
  • Viele techniche Fehler.
  • Magie viel zu mächtig.
  • Ballancing eher mau.
  • Wenn man alles sehen will, muss man viele unrealistische, unlogische Wege gehen.
 

The Elder Scrolls 5: Skyrim

The Elder Scrolls 5: Skyrim
Rabenfeder
Rabenfeder 04.03.2012 PC 
68%
6 4

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