Test zu L.A. Noire von unserem Leser "bate47" - 4Players.de

 
Action-Adventure
Publisher: Rockstar Games
Release:
20.05.2011
11.11.2011
20.05.2011
14.11.2017
14.11.2017
14.11.2017
Erhältlich: Digital, Einzelhandel
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Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

77%Gesamt
85%
74%
60%

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Lesertest von bate47

Dieser Test beschränkt sich nur auf einige Kernpunkte und auf meine persönlichen Ansichten!

L.A. Noire ist ein Spiel, das zweifelsohne neugierige Blicke auf sich zieht:
Ein Spiel vom vielversprechendem Entwickler "Rockstar", basierend auf Open World-Prinzip und mit nostalgischem Setting; ganz zu Schweigen von einer Optik, die sich sehen lassen kann und der bahnbrechenden neuartigen Mimik-Technologie.

Solche Spiele werden von vielen erfahrenen Gamern im Kalender vorgemerkt, Open World ist ein schwieriges Thema und wird oft zu schwach umgesetzt; die Freiheit muss spürbar sein und muss dem Spieler etwas bieten. Rockstar hat nach einigen Glanzpunkten in der Videospielhistorie das Fundament und somit den Grundbaustein des genannten Genres gesetzt (u.a. Gta-Reihe, Red Dead Redemption).

L.A. Noire ist ein gutes Spiel, ich habe die hervorragenden Fälle mit dieser einzigartigen Atmo sehr genossen, die Animationen und Verhöre waren sehr lebensecht, wenn auch sehr linear und etwas einfach- kurzum, das Spiel hat begeistert, wenn nicht auf solch emotionalen Ebenen wie "Heavy Rain", dann auf forensischen und diplomatischer Hinsicht.

Größter Kernpunkt den ich hier im Test kritisiere ist der lineare Aufbau und die künstliche Einschränkung, die im gesamten Spiel spürbar ist.

Man fährt von A nach B, in einer riesigen, getreu nachgebauten Stadt, mit sehr detaillierten Schauplätzen, realistisch dem Tagesablauf nachgehenden Bots, einem authentischen Verkehr mit wundervollen Automodellen! Ab und zu funkt die Zentrale Verbrechen durch, denen man nachgehen kann, und die stark geskriptet gespielt werden können. Dazu kommt die Hauptstory.

Das war es auch schon, alles Wichtige wurde gesagt, und genau hier liegt das Problem. Was nützt mir eine Stadt in der ich wirklich rein gar nichts unternehmen kann, außer in Autos einzusteigen und sie somit in einer Galerie freizuschalten oder virtuelle Bauten in Los Angeles anzuschauen? Hat man denn nach Gta 4 oder Red Dead Redemption nichts neues dazugelernt sondern alles verlernt?
Da fragt man sich, wozu Rockstar überhaupt eine virtuelle Stadt geschaffen hat, wenn man diese überhaupt nicht braucht; wäre es sinnvoller gewesen, eine andere Spielmechanik à la "Heavy Rain" zu verwenden, die dem linearen Spielablauf gerecht wird?
Ja wäre es; aber noch einfacher wäre es ein paar weitere Spielzüge miteinzubauen, Rockstar kann sowas. Die Firma hat es oft genug bewiesen.

Für mich persönlich war es die Enttäuschung schlechthin, auch wenn ich es gemocht habe- in meinem Regal steht es weit weg von Gta 4 und RDR. Phelps ist ein statisch aufgebauter Bursche, der mit Belic, Marston und Co. nicht mithalten kann.
Keine Personalisierung des Charakters, kein Karma- oder Rangsystem, keine Interaktion in der Stadt und eine schöne Kulisse die mich nicht überzeugt.

Man merkt, dass Rockstar es gut meint mit L.A. Noire, doch diesmal haben sie meine persönlichen Wünsche nicht erfüllt, und ich denke dass es vielen so geht.
Pro
  • Optik sehr ansehnlich
  • spannende Fälle
  • großartige Musik und Mode
  • bahnbrechende Gesichtsanimation
  • authentische Animationen
  • seltene, aber krachende Action
  • Lob an die Schauspieler
  • Freischaltbares
Kontra
  • Open World ist nur eine Kulisse
  • keine Interaktion in der Stadt
  • emotional zu lau
  • sehr linearer Spielablauf
  • keine Herausforderung
  • nicht wirklich Film Noir
  • kein Karmasystem, Phelps ist zwangshaft ein guter Bursche
  • Radiosender nicht wählbar
  • kein Wiederspielwert
 

L.A. Noire

L.A. Noire
bate47
bate47 26.05.2011 PS3 
75%
7 4

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