Test zu Rage von unserem Leser "markshore@gmx.de" - 4Players.de

 
Shooter
Entwickler: id Software
Release:
07.10.2011
kein Termin
07.10.2011
15.05.2013
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ab 8,99€
Spielinfo Bilder Videos

Durchschnittswertung

61%Gesamt
63%
67%
52%

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Lesertest von markshore@gmx.de

Nachdem Dan Hager zwei Ghost Kriegern die Köpfe weggeschossen und mich damit vor dem sicheren Tod gerettet hat, kommen wir mit seinem Buggy an eine Straßenpatrouille. Jetzt könnte es Ärger geben. ?Sie werden merken was ich getan habe.? Hager tritt drauf und wir brettern davon. Zwölf Meter weiter biegen wir in die Einfahrt einer kleinen Siedlung und bekommen von der Musik signalisiert, dass wir uns entspannen können. ?Geschafft. Endlich zu Hause.?- ?Moment mal Dan, wir sind doch nur zwölf Meter weiter gefahren ist das nicht ein bisschen wenig? Und jetzt soll ich alleine mit einer kleinen Pistole zurückgehen und alle umbringen, nachdem wir zu zweit gerade panisch die Flucht ergriffen haben??
Die Story von Rage bewegt sich auf einem erbärmlichen Niveau und unterbietet sogar die grauenhafte Story von Crysis 2 um Längen. In den Siedlungen und Städten des Ödlands erteilt mir eine Reihe völlig unbedeutender Charaktere eine Reihe völlig unbedeutender Aufträge, die auf liebloseste Art und Weise aneinander geklatscht sind.
Der Shooter Teil von Rage ist im besten Fall als solide zu bezeichnen. In schlauchförmigen Levels begegnet einem jeweils nur eine Art von Gegner und spätestens nachdem ich 100 Mutanten mit der Schrotflinte niedergemacht habe möchte ich die Entwickler fragen: Wer von euch hat hierbei Spaß? Besonders frustrierend ist, dass sich die Gegner zwar größtenteils dumm verhalten gleichzeitig aber mit einer übernatürlichen Intelligenz ausgestattet sind. Immer wieder wissen sie wo ich bin, selbst wenn ich mich in voller Deckung bewege oder weichen genau in dem Moment aus in dem ich mein Fadenkreuz auf ihren Kopf richte.
Die größten Stärken von Rage sind Grafik und insbesondere Artdesign. Ohne zu reden oder zu schiessen durch die Gassen des phantastisch aussehenden Wellsprings zu schlendern ist das Highlight des gesamten Spiels. Man hat das Gefühl dass die Künstler und Architekten von ID alle Schwächen des Spiels ganz alleine wettmachen wollten. Die Level sind teilweise derart bis ins Detail durchmodelliert, dass man sich grotesker Weise geradezu ärgern muss, warum hier nicht eine Stelle eingespart und stattdessen ein Drehbuchautor beschäftigt wurde.
Doch auch bei der Grafik bleibt Rage zumindest auf der PS3 nicht fehlerfrei. Dass man sich nach jeder Drehung sekundenlang anschauen kann, wie die Texturen nachgeladen werden nervt gerade in den ersten Stunden so dermaßen, dass es im Test zu einer Abwertung führen muss.
Zu einer weiteren Abwertung muss das Finale von Rage führen. Liebe 4players Redaktion, es handelt sich hierbei nicht bloß um ein ?enttäuschendes Ende?, das letzte Level ist nichts anderes als eine Frechheit .
Fazit:
Man merkt Rage zu jeder Zeit an, dass den Entwicklern klar wurde, dass das Konzept mit Autorennen, Story und Shooter unstimmig ist und es irgendwann unter dem Motto ?Augen zu und durch? fertig gestellt wurde.
Wertung: 73% -5 %(Texturen nachladen )-5% (letztes Level) = 63 %
Pro
  • Grandioses Artdesign
  • Tolle Grafik
  • Wunderschöne Städte
  • Gute Steuerung
  • Gute Figurenanimation
Kontra
  • Peinliches Ende
  • Grauenhafte Story
  • Langsames Texturen nachladen
  • Autorennpart hätte optional sein müssen
  • Schlechtes Leveldesign
  • Schwache Atmosphäre
  • Schrotflinte mit Minigranaten übermächtig
  • Aufdringliche Musik
  • Gegner übernatürlich intelligent
  • Keine Gegnerabwechslung innerhalb der Levels
  • Keine englische Sprachausgabe in der dt. Version
  • Deutsche Sprachausgabe nicht synchron
 

Rage

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