Test (Pro und Kontra) zu Dragon Age: Inquisition (Rollenspiel, Xbox 360, PC, PlayStation 3, PlayStation 4, Xbox One)

 

Test: Dragon Age: Inquisition (Rollenspiel)

von Jörg Luibl





Gefällt mir

 

Gefällt mir nicht

riesige Spielwelt   überhasteter Einstieg
wunderschöne Kulissen & Landschaften   schwaches Drehbuch, lahme Story
extrem viel zu tun und zu sammeln   teilweise großer Widerspruch zwischen Erzähltem und Gespieltem
vier Rassen, drei Klassen zur Auswahl   zu wenig glaubwürdige Reaktionen auf den Protagonisten
in Echtzeit oder pausiert kämpfen   keine Reaktion auf gezückte Waffen, Diebstahl oder Kämpfe
verheerende Kampf-Kombos austüfteln   eigene Rolle quasi nicht böse spielbar
Klettern in Canyons, Höhlen und Schluchten   Charakter- Attribute nur indirekt steigern
Dialoge mit mehreren Antworten   nur wenige Städte bzw. Siedlungen mit wenig Eigenleben
Entscheidungen mit Konsequenzen   kein Waffenwechsel im Kampf
Missionen am Kartentisch delegieren   steriles Menü- und Itemdesign
diverse Romanzen inkl. eigener Quests   hektische Kämpfe zwischen Action und Planung
Waffen & Rüstungen basteln, Tränke brauen   man kann im Pausemodus kaum rauszoomen
deutsche Sprachausgabe und Texte   zu wenig Taktik im Gelände möglich (Höhe, Deckung etc.)
Schnellreise und Reittiere   Befehle wie Stellung halten werden ignoriert
jederzeit manuell speichern, gute Autosaves   zu wenig echte Erkundungsreize, zu viele Spoiler
vier Schwierigkeitsgrade; Friendly Fire an/aus   Tod der Party oder Gefährten ohne Konsequenzen
politische Ausgangslage rückwirkend vorbereiten   schrecklich öde Geheimnissuche & anspruchslose Minispiele
    komplett unpassende Sammelaufgaben, viele 08/15- Quests
    Mimik, Gestik & Co bei vielen Figuren zu steif
    schwache Reitanimationen
    einige schlechte Dialoge, Nebenrollen teilnahmslos gesprochen
    viele überflüssige Inquisitionsboni
    kaum Strategie am Kartentisch möglich
    unterschiedliche Fraktionen kaum als handelnde Mächte spürbar
    Steuerung angepasst, aber nicht wirklich für Maus/Tastatur optimiert (PC)
    einige Grafik- und Kollisionsabfragefehler
    grafisch deutlich unterlegen, viele Glitches (PS3, 360)
    sporadische Abstürze (PS3, 360)


Versionen & Multiplayer

Preis zum Test Knapp 55 Euro.
Getestete Version Deutsche digitale Version.
Sprachen Deutsche Sprachausgabe und Texte. Französisch oder Englisch möglich..
Schnitte Nein
Splitscreen Nein
Multiplayer & Sonstiges Online-Modus. Spielzeit bei 30 bis 80 Stunden plus X.

Vertrieb & Bezahlinhalte

Erhältlich über Digital (Origin), Einzelhandel
Online-Aktivierung Ja
Online-Zwang Nein
Account-Bindung Ja
Sonstiges Über kostenloses Toool "Dragon Age Keep" kann man Entscheidungen aus den beiden Vorgängern übertragen. Alternativ sind Spielstände & Co importierbar.
Bezahlinhalte Nein
 

Kommentare

Solon25 schrieb am
Some Guy hat geschrieben: ?
30.12.2020 10:16
Die Begeisterung ist dann im Laufe der Zeit aber schnell verflogen und man hat sich wie in einem Ubisoft-Spiel gefühlt, wo man 100 Stunden mit langweiligem Sammelmist verbringen kann.
Das schlimme daran ist, hat man sich dran gemacht sowas abzuarbeiten, ging die Quest nicht aus dem Log. Für jemanden der sein Questbuch gerne leer macht ein Unding.
Some Guy schrieb am
der_geraet hat geschrieben: ?
30.12.2020 00:48
Ich frage mich nur welcher normale Mensch eigentlich Zeit haben soll für so ein Monstrum..
Du bist keiner? :D
Ging mir ähnlich mit dem Titel. Am Anfang fand ich sogar die Open World extrem beeindruckend, weil man sie wirklich merkbar beeinflussen kann. Dass ich irgendwelche hohlen MMO-Aufgaben mache und dann beim nächsten Besuch auf einmal dort tatsächlich eine Kolonie anfängt, sich aufzubauen und NPCs auf mich reagieren habe ich so bisher in keinem Spiel erlebt. Dadurch hat sich ein Gefühl entwickelt, dass es eben nicht nur dumme Quests sind sondern man tatsächlich sein Imperium ausbaut. Die Begeisterung ist dann im Laufe der Zeit aber schnell verflogen und man hat sich wie in einem Ubisoft-Spiel gefühlt, wo man 100 Stunden mit langweiligem Sammelmist verbringen kann. Die Story war anfangs sau episch, als dann das scheinbare Intro vorbei war war da aber auch schnell die Luft raus. Am Ende des Tages hat sich der Titel dann wieder durch die alten Bioware-Stärken gefangen, die da aber schon so langsam angefangen haben zu bröckeln. Lust das nochmal zu spielen habe ich bisher auch nicht so wirklich verspürt. War aber trotzdem "ganz nett" ;).
der_geraet schrieb am
Nachdem Inquisition jahrelang unangetastet auf der Festplatte meiner Xbox schlummerte, habe ich mich endlich durchgegrindet.
Habe das Spiel mit allen DLC?s auf Maximallevel 27 beendet, mein Spielstand zeigt eine Netto-Spielzeit von 102 Stunden an.
Trotz konfuser und eher uninteressanter Story, sowie dem repetitiven abklappern von Sammelaufgaben und dem allgemeinen MMO-grind-gameplay (ist eigentlich kein Rollenspiel) hat mich irgendwas bei der Stange gehalten. Mir hat es sehr gut gefallen.
Ich frage mich nur welcher normale Mensch eigentlich Zeit haben soll für so ein Monstrum..
Nuracus schrieb am
Generell will ich mich an der RPG-ja-nein-Debatte gar nicht mehr groß beteiligen, im Endeffekt ist es doch eh Wurst. Ist ein Spiel jetzt schlechter/besser, weils ein Adventure/RPG/Action-Adventure ist?
Dazu kommt, dass eh jeder RPG anders definiert. Schlägt man Definition von RPG nach, findet man gern Formulierungen wie "in der Regel", "für gewöhnlich", "meistens". Für den einen gehört zwingend dazu, dass man Charakterwerte/Skills steigern kann, für den nächsten ist es wichtig, dass man eine Rolle spielt - dann wiederum, wo fängt "eine Rolle spielen" an, spielt man bei Super Mario nicht auch schon die Rolle des italienischen Klempners?
Keine Ahnung, warum Witcher jetzt kein RPG sein soll. Es hat halt keinen Charaktergenerator - andererseits hat Gothic das auch nicht, und da zweifelt auch keiner dran, dass das ein RPG ist.
Die Hauptstory ist nun wirklich fantastisch, ja. Ich rede jetzt nicht von Originalität oder so, sondern keine Frage - die Art und Weise, wie Charaktere eingebunden werden, die kleinen überraschenden Wendungen, die Entwicklungen der Charaktere.
Ich bin immer noch unglaublich schwer begeistert von dem kompletten Strang um den Blutigen Baron. Selten hat ein Spiel mir so gut vor Augen geführt, dass nicht alles schwarz und weiß ist. Selten hat ein Spiel es so gut geschafft, ähnlich wie bei Game of Thrones, meine Einstellung zu einer Figur komplett auf links zu krempeln.
Fühlt sich die Welt leer an? Kann ich irgendwie nicht sagen. Es gibt richtig viel zu tun, von klitzekleinen Events bis hin zu langgezogenen Nebenquests. Hier und da läuft ein Kaufmann von Dorf zu Dorf, da ploppt plötzlich eine Quest auf, obwohl man nicht damit gerechnet hat. Vor dem Sonnenuntergang fliegt ein Draconide herum, um den man sich kümmern kann. Was fehlt? Mehr zu entdecken? Mehr Sammelquests? Ach, wenn ich nur sehe, wie viele Fragezeichen die Karte von Skellige noch auf dem Wasser hat.
Die große Stärke ist aber, dass ungeheuer viele dieser kleinen bis großen Aufgaben eine tolle...
Jordes schrieb am
Nuracus hat geschrieben: ?
15.06.2020 18:47
Objektiv ist das ein Beschäftigungstherapiesimulator.
Es fühlt sich an wie Akten abarbeiten. Abheften. Dokumente fürs Archiv aufbereiten. Hinterher das restliche Geschirr spülen, weil die Spülmaschine schon voll ist, aber es ist langes Wochenende und wenn mans nicht macht, dann schimmelt der Mist und Montag gibts keinen Kaffee.
Vergleiche Witcher 3 - ernsthaft, ich seh ein neues Gebiet, ich decke durch Karten oder Anschlagbretter Dutzende neue Fragezeichen auf der Map auf und denk mir bei jedem: "Meine Fresse, da wird wieder ne geile Story hinter stecken" (und dann ist es auch meistens so. Und sei es nur ein dusseliger kleiner Brief, der einen Charakter beschreibt, der hundert mal besser ist als jedes Partymitglied von Scheiß Inquisition)
Ehrlich gesagt hatte Witcher 3 zwar eine starke Hauptstory aber die Welt ansonsten fühlte sich sehr leer an und allgemein war es für mich vom Gefühl her eher ein Adventure als ein RPG. Aber keine Frage es war gut. Dennoch weit überhyped. Ist Skyrim denn jetzt schlecht? Beinhaltet schließlich auch viel Beschäftigungstherapie. Es gibt unterschiedliche Arten von RPG´s und das ist auch ganz gut so. Manche mögen halt eine breite Palette andere nur eine Art. Und dennoch sammelt auch der Hexer Ressourcen.
schrieb am