SethSteiner hat geschrieben:Und wir müssen das Rechtssystem vor allem deswegen dauernd anpassen, weil man politisch nicht nach Prinzipien wie dem Subsidiaritätsprinzip arbeitet oder sich erst gar nicht an die Verfassung hält. Der Jugendschutz auf Medienebene hatte noch nie eine legitime argumentative Grundlage, sie ist stattdessen die Gefährdung und diese Gefährdung müsste immer vorhanden sein. Nur hat man weder diese Gefährdung an sich jemals nachgewiesen, noch im Einzelnen wie bei Gears of War. Wenn Behauptungen einer Gefährdung zur Basis von Recht und Gesetz werden ist das eben immer ein Problem und darum muss es eben auch so häufig angepasst werden. Gerade damals vor so vielen Jahrzehnten wurde soviel Blödsinn verzapft, den man über all die Zeit korrigieren muss. Es gibt keinen Grund davon auszugehen, das es mit dem Jugendschutz bei Medien nicht genauso ist wie mit den anderen Dingen. Gears of War hat sich nicht geändert, die menschliche Psyche hat sich nicht geändert, die Bewertung aber schon. Ergebnis: Die Bewertung damals war falsch.
Wie kommst du denn auf den Trichter, dass sich unser Jugendschutz nicht an Recht und Gesetz, noch nichmal an die Verfassung hält?
Nicht falsch verstehen, ich lehne den Jungedschutz in seiner derzeitgen Form auch ab, aber zu behaupten, es gäbe keine rechtliche Basis dafür ist schon ziemlich unsinnig.